Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Wien - Zwei Experten, drei Meinungen: Die Kontrahenten der Wehrpflichtdebatte werfen Studien in die Schlacht - und je nach Couleur des Verlesers zeigen diese entweder, dass eine Abschaffung des Präsenzdienstes teurer komme als das derzeitige System, oder eben, dass sie das nicht tue.
Die Pro-Wehrpflicht-Initiative "Einsatz für Österreich" präsentierte am Mittwoch eine neue Expertise, die sie beim Linzer Volkswirtschaftler Friedrich Schneider in Auftrag gegeben hatte. Diese kommt zum Schluss, dass ein Berufsheer den Staat auch dann mehr koste, wenn man ein höheres Wirtschaftswachstum einkalkuliert. Genau auf diesen Effekt verweist eine zuletzt von Staatssekretär Andreas Schieder (SPÖ) zitierte Studie: Die Wirtschaft profitiere deshalb, weil junge Männer nicht Ausbildung oder Berufstätigkeit unterbrechen müssen.
Trotz dieses Vorteils komme ein Berufsheeres um 219 Millionen Euro teurer, rechnet Schneider in der Gegenstudie nun vor. Außerdem bedrohe die die Schließung von Kasernen Zulieferbetriebe, argumentieren die Aktivisten von "Einsatz für Österreich".
"Reine Vernebelungsrechnung" kontert Hannes Androsch, Ex-SP-Finanzminister und Initiator des Pro-Berufsheer-Komitees "Unser Heer": "Das ist sicherheitspolitisch absurd. Wir haben doch keinen Wehrdienst, um regionale Zulieferer zu fördern". Darüber hinaus würden 21 europäische Vergleiche - etwa mit Deutschland, Schweden und Irland - zeigen, dass die Abschaffung der Wehrpflicht nicht teurer komme.
"Die Bevölkerung kennt nicht einmal den Ist-Zustand, also kann sie auch nicht über die Zukunft abstimmen", sagt Androsch: "Das Problem der Befragung ist, dass die Österreicher die Katze im Sack kaufen sollen."(Katharina Mittelstaedt, DER STANDARD, 6.12.2012)
Verteidigungsminister Klug präsentierte Umfrage unter Grundwehrdienern - Auch mehr Schießübungen gewünscht
Zwischen 2016 und 2018 will Verteidigungsminister insgesamt 16 Millionen Euro ausgeben
Freiwilliges Sozialjahr wird für Rettungsdienste geöffnet - Keine generelle Öffnung für Frauen - Hilfsorganisationen zufrieden
Commenda, Oschep, Resch und Sinn wollen Generalstabschef werden
Schluss mit brutalen Ausbildungsmethoden, rüdem Kasernenton, rechtsextremen Umtrieben: Gerald Klug schafft in seinem Ressort ein Zentrum für adäquaten Führungsstil beim Militär
Angebotsfrist für Militärflugbasis mit viel Wald endet am 14. Juni - Mindestkaufpreis 10,5 Millionen Euro
Erste Bilanz des rot-schwarzen Ministerduos zur Wehrdienstreform: Klug und Mikl-Leitner exerzieren vor, wo man auf Rekruten verzichten kann
Papier an Vorsitzenden des Verteidigungsausschuss Fichtenbauer übergeben
Offiziersgesellschaft verlangt mehr Geld für Unteroffiziere, die Rekruten ausbilden
Umfrage unter Grundwehrdienern im Auftrag des neuen Verteidigungsministers
Seit Jahrzehnten bemüht sich der pensionierte Grazer Oberst Manfred Oswald um eine kritische Erinnerungskultur in den Kasernen und um sichtbare Zeichen des Gedenkens an die NS-Verbrechen
Generalstabschef wird am Freitag mit Orden und Feiern verabschiedet
Die Beschwerden über Missstände beim Bundesheer haben im vergangenen Jahr an Zahl und Schwere abgenommen
Innenministerin für Weisung zu Umgang mit Präsenzdienern
Im vergangenen Jahr langten 394 Beschwerden ein - Bundesheer-Kommission empfiehlt Verbesserung der Unterkünfte
Tiroler Initiative sammelte genügend Unterschriften
Heinisch-Hosek zerpflückt Mikl-Leitners Plan, den Zivildienst für Frauen zu öffnen
Generalstabschef verzichtet auf redimensionierte Feier - Stattdessen kleiner Festakt in Rossauerkaserne - Scharfe Kritik von FPÖ an Darabos
Der ÖVP-Plan birgt das Risiko des "Lohndumpings", sagt Klug über die Wehrdienstreform. Erste Resultate erwartet er im April
Politik will Chance auf weitere Exporte wahren
Militärischer Abschied von Edmund Entacher ohne Eurofighter, ohne Panzer, ohne Darabos, der aber dennoch omnipräsent war
Tiroler Initiative hält Fragestellung für verfassungswidrig und sammelt 200 Unterschriften
Darabos-Widersacher Entacher bekommt Orden und Festakt beim Bundespräsident zum Abschied
Keine Eurofighter und Hubschrauber bei Verabschiedung des Generalstabschefs
Bundespräsident Fischer wünscht "alles Gute für schwierige Aufgabe"
http://www.einsatz-fuer-oesterreich.at/Common/Do... ider_2.pdf
Man erkennt bereits am Deckblatt wie neutral diese Auftragsstudie erarbeitet wurde.
Genau ansehn muss ich sie mir später. Wobei 3,5 Seiten den Namen "Studie" ja kaum verdienen. Mal abgesehn von jeglichen fehlenden Quellenangaben.
Kaum zu glauben, dass sowas jemanden durchgeht, der mehr als einen Bakk-Abschluss hat.
Mir aufgefallen ist: Auf der 1.Seite des Textes leitet er ab, dass die 16k Berufssoldaten+8,5k Verwaltungsbeamte beibehalten werden sollen und die 11k GWD ebenfalls durch Berufssoldaten ersetzt werden.
Nun, zum einen würden die 11k nicht ersetzt und die 16k Berufssoldaten um ca 1k sowie die Zivilangestellten um ca 3k gekürzt.
Er geht also bei allen Folgendem von 15k Beschäftigten zuviel aus.
Die Schlussfolgerung zur HECER Studie ist daher auch nonsense.
Dann "braucht" man 1mrd Euro für bessere Ausrüstung. Wozu? Warum plötzlich? Das wäre mehr als eine Verdoppelung der jetzigen Ausgaben für Ausrüstung...also maximal feuchte Träume von Militärs.
Die 9700 FSJ Mitarbeiter sind ebenso frei erfunden wie die 203mio Mehrkosten.
Da wird unterstellt, dass 11000 Grundwehrdiener, die im Durchschnitt gerade mal 3 Monate Ausbildung hinter sich haben, durch 11000 permanent angestellte Soldaten ersetzt werden müssten. Und weil selbst dann das Ergebnis nicht überzeugt, muss irgendwie 1Mrd an einmaligen Kosten investiert werden. Warum? Brauchen die Profis, an die er denkt, zusätzliche Ausrüstung für eine Milliarde, um dieselbe Leistung wie Wehrpflichtige zu bringen?
Es ist einfach nur peinlich, was von den Verteidigern der Wehrpflicht daher gelabbert wird. Man fragt sich, ob dieser Professor die Mindestanforderung für den IQ beim Heer (75, glaube ich) erfüllen würde.
Erstaunlich finde ich, dass laut ihm sogar ein Heer mit 27000 Berufssoldaten nicht teurer kommen würde als das heutige....
...wenn er nicht die Tricks mit den überzähligen FSJ Mitarbeitern, den vielzuvielen Verwaltungsbeamten und dieser amüsanten, von Ihnen angesprochenen, "Zusatzmilliarde für Ausrüstung" eingebaut hätte, wäre das ja so.
Mich wundert aber dennoch, dass die ÖVP jemanden gefunden hat, der diese Meinung vertritt. Auch wenns ein 63 jähriger deutscher Offizier ist, der seine Unikarriere schon hinter sich hat.
wehrdienst.
ein berufsheer muss heer.
die ausbildung des berufsheers hat multifunktional zu erfolgen.
es reicht nicht nur auf einsätzte zu warten.
an die front, nämlich dort wo es was zu tun gibt.
beim transport mit dem rettungsauto etc.
ich bin für die abschaffung des präsenzdienstes.
ich habe während meiner zeit als kraftfahrer noch nie derart viele alkoholiker konzentriert auf einen kleinen bereich0kaserne gesehen und auch noch sinnlos umherfahren MÜSSEN
Unabhängig von der Tätigkeit und dem Zweck ist die Wehrpflicht noch immer über Zwangsarbeit und das wird nur zu gerne unter den Teppich gekehrt.
Eine westliche Demokratie und ein reiches Land wie Österreich wird es sich wohl leisten können/wollen, ohne Verpflichtungen dieser Art auszukommen. Die Sicherheit unseres Landes hängt zum Glück ohnehin nicht vom Heer sondern von der Entwicklung des internationalen Friedensprozess ab.
Sollte es 'hart auf hart' kommen, wie es so schön heisst, wird uns weder die Wehrpflicht noch ein Berufsheer rausreissen. Es wird die europäische Gemeinschaft sein, die uns den Schutz bieten kann, den wir brauchen. Deshalb sollten wir den Strache Strache sein lassen und den europäischen Gedanken wieder mehr leben!!
Ein bisschen haben sich die Wehrpflichtbefürworter selber ein Bein gestellt. Denn als zentrales Argument werden immer die Kosten angeführt.
Sollte die Wehrpflicht dann erhalten bleiben, darf erst Recht auf lange Sicht nicht mehr ins Heer investiert werden, alles muss genauso beiben wie es ist. Jede Reform, egal in welche Richtung, würde zu höheren Ausgaben zwingen.
Mit einem mehrheitlichen Ja am 20. Jänner wird der Status Quo für Jahrzehnte in Beton gegossen. Und alle Lippenbekenntnisse über Reformen sind ab Februar hinfällig.
In dieser Hinsicht ist doch klar, warum die ÖVP kein Konzept präsentiert, wozu auch? Es bleibt dann eh einfach so wie es ist.
Weiterwurschteln wie bisher ist und war schon immer ÖVP-Programm, irgendwie rum wurschteln schon immer SPÖ-Programm.
Besser wäre es aufgrund von Fakten, Nutzen, Zweck, Kosten, usw. zu entscheiden bzw. Entscheidungen dementsprechend vorzubereiten. Wenn man irgend wie ab und zu was neues wurschtelt, bewegt sich wenigstens was - auch wenn man es besser machen könnte. Wenn man immer nur den Status Quo, egal ob er gut oder schlecht ist, weiterwurschteln will, ist und bleibt alles nur gleich mies - aber wenigstens etwas: nämlich Einfach - auch wenn es "einfach mies" ist.
Und ich dachte immer, das Heer kostet so viel, wie im Budget vorgesehen ist.
Dass ein Berufsheer mehr kostet ist daher eine Annahme und vielleicht ein Wunsch.
Interessanter hingegen finde ich die Frage, was die mit dem zugewiesenen Geld machen: Toys-for-the-boys kaufen (je mehr Feuerkraft, desto schöner), Wünsche von Politikern erfüllen (je teurer, desto mehr Tangente, siehe Eurofighter) - oder vielleicht doch was einigermaßen Sinnvolles damit tun.
Die Frage ist natürlich auch, was will man haben.
Ein Heer mit dem Budget bestmöglich eine allumfassende Landesverteidigung sicher stellt? - Ja das, ist das was Aufgabe des Bundesheeres momentan ist. Ist das realistisch, ist dieser Bedarf gegeben? - Nein natürlich nicht... - nur unter diesem Gesichtspunkt ist die Anschaffung eines Eurofighters verständlich und nur unter diesem Gesichtspunkt ist die Wehrpflicht verständlich.
Doch das Bundesheer braucht keine allumfassende Landesverteidigung zu garantieren, weil Österreich schlicht und einfach von keiner Großmacht oder irgendeinem anderen Staat bedroht wird. - Militärisch relevante Bedrohung geht realistischerweise höchstens von Terroristen aus... - als nichts für Wehrpflichtige...
Momentan ist vllt. die größte militärische Bedrohung der Terrorismus, aber wie sieht es in 5, 10 und 20 Jahren aus? Denn so weit muss man bei Sicherheitsdoktrinen und -politik planen.
Wird der Euro und damit die EU so lange halten?
Wenn ja, gut, aber wenn nicht herrscht wieder eine Lage wie vor 100 Jahren, lauter Staaten mit eigenen Agenden und Bündnissen. Ohne Armee steht dann ein Land auf dem Präsentierteller für jeden der sich dort bedienen möchte. Und Österreich ist, wie von anderen angemerkt, reich und da gibt es einiges zu holen.
das heer wie wir es jetzt haben, ist ein geringer schutz für gefahren, die sie andeuten.
aufrüsten können wir, wenns nötig werden sollte, später auch noch.
sie können aber sagen, dass wir darauf bedacht sein können, die strukturen aufrecht zuerhalten.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.