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vergrößern 800x619J2240: Eine seltene Fisole in der Himmelsschüssel.
Bonn - "Erbsengalaxien" sind seit 2007 bekannt: Dabei handelt es sich um kleine Galaxien mit einer hohen Sternentstehungsrate, deren Licht grünlich erscheint. Damit ist der kosmische Gemüseteller aber noch nicht voll: Zu den Erbsen gesellen sich nun nämlich auch Fisolen bzw. "Grüne Bohnen", wie die Universität Bonn berichtet.
Der Astronom Mischa Schirmer untersuchte am Argelander-Institut für Astronomie der Uni Bonn eine Vielzahl langbelichteter Aufnahmen des Universums auf der Suche nach Galaxienhaufen. Ein Objekt auf einem Bild vom Canada-France-Hawaii Telescope erregte dabei sofort seine Aufmerksamkeit: Es sah aus wie eine Galaxie, aber es leuchtete in hellem Grün. "Es ähnelte keiner der Galaxien, die ich je zuvor gesehen hatte - ein komplett unerwarteter Fund", berichtet Schirmer. Er bewarb sich um Beobachtungszeit am Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte ESO, um herauszufinden, woher das ungewöhnliche grüne Leuchten stammt.
"Die ESO gewährte mir kurzfristig Sonder-Beobachtungszeit, und so wurde dieses bizarre Objekt bereits wenige Tage, nachdem ich den Antrag eingereicht hatte, mit dem VLT beobachtet", berichtet der Astronom, der inzwischen am Gemini Observatorium in Chile arbeitet. Zehn Minuten, nachdem die Daten in Chile aufgenommen worden waren, hatte er sie dann auch schon auf seinem Computer in Deutschland. "Mir wurde sofort klar, dass ich etwas völlig Neuartiges vor mir hatte", sagt Schirmer.
Das Objekt trägt die Bezeichnung SDSS J224024.1-092748 - kurz J2240. Es liegt im Sternbild des Wassermanns und ist etwa 3,7 Milliarden Lichtjahre von uns entfernt. Nach der Entdeckung fand Schirmers Team in einer Datenbank mit fast einer Milliarde Galaxien 16 weitere Objekte mit ähnlichen Eigenschaften, die dann durch Nachbeobachtungen mit dem Gemini South-Teleskop tatsächlich als Grüne-Bohnen-Galaxien bestätigt wurden. 16 unter einer Milliarde: "Diese Objekte sind so selten, dass es durchschnittlich nur eines von ihnen in jedem gedachten Würfel mit einer Kantenlänge von 1,3 Milliarden Lichtjahren gibt", sagt Schirmer. Sie ähneln den Erbsengalaxien, sind jedoch größer - daher die Fisolen-Assoziation.
In vielen Galaxien mit einem supermassereichen Schwarzen Loch im Zentrum emittiert die Materie in dessen Umgebung intensive Röntgen-Strahlung, die das Material in seiner Umgebung ionisiert und zum Leuchten angeregt. Bei J2240 und ähnlichen Objekten zeigten die Beobachtungen jedoch, dass der leuchtende Bereich im Vergleich zu herkömmlichen Galaxien riesig ist und sich quasi über die gesamte Galaxie erstreckt. Schirmer: "Im Fall von J2240 handelt es sich um eine der größten und hellsten derartigen Regionen, die je gefunden wurden."
Das grüne Leuchten stammt von ionisiertem Sauerstoff - nicht alle Fragen lassen sich aber so eindeutig beantworten: So scheint das Schwarze Loch im Zentrum von J2240 viel weniger aktiv zu sein, als aufgrund der Größe und Helligkeit der leuchtenden Region erwartet würde. Das Astronomen-Team nimmt daher an, dass es sich bei dem Leuchten um das Echo einer vergangenen aktiveren Phase des Schwarzen Lochs handelt. Das Aussehen der Grüne-Bohnen-Galaxien ist also ein Symptom eines gerade verlöschenden aktiven Galaxienkerns und markiert damit eine sehr kurze Phase im Leben einer Galaxie.
Lichtechos, wie man sie nun bei J2240 entdeckt hat, ermöglichen es den Astronomen, den "Abschaltprozess" aktiver Galaxienzentren zu untersuchen. So wird es vielleicht möglich sein herauszufinden, wie, wann und warum die Aktivität von Galaxienkernen aufhört - und warum heutige Galaxien so viel weniger aktiv sind als die in früheren Phasen des Universums. (red, derStandard.at, 8. 12. 2012)
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dass wir in einer riesigen Gemüsesuppe mit Spiralnudeln schwimmen.
Am Anfang war das Nichts in Gottes Topf.
Als Gott dann das Wasser einfüllte, war der Boden schon überhitzt und die ersten Tropfen zischten schröcklichst.
Dieses Zischen interpretieren wir derzeit als extrem beschleunigte Expansion gleich nach dem Urknall. In Wirklichkeit hatte nur der Schöpfer seinen Herd nicht im Griff!!
siehe auch http://en.wikipedia.org/wiki/Can_opener
Na is des geil! ;-)
Und ich bin überzeugt, dass es auch ein Dosenöffnermuseum gibt...
Na gut, zumindest eine eigene Abteilung...
http://www.dhm.de/datenbank... 0=20060352
Und nun wieder zurück zum Thema! ;-)
Interressant finde ich das schon das Lebewesen und Landschaften auf der Erde so unterschiedlich aussehen können, und das obwohl es scheinbar Naturgesetze gibt denen eigentlich jedes Lebewesen und Landschaften auf der Erde unterworfen sein müsste, dennoch sehen sie unterschiedlich aus , wie kann das sein?
andere anfangsbedingungen galten. manche haben mehr masse, manche weniger. manche mehr energie, manche weniger. andere massenverteilungen etc.
wasser sieht in jeder galaxie gleich aus, nur ist nicht in jeder galaxie gleich viel wasser
Ein Stern wie unsere Sonne hat eine Masse von ca. 2*10^30kg und besteht großteils aus Wasserstoff, also in Summe grob geschätzt ca. 10^57 Atome.
Unsere Milchstraße hat etwa 100 Milliarden Sonnenmassen, das gibt für eine Galaxie, wie unsere Milchstraße ~10^68 Atome
10000000000000000000000000000000000000000 0000000000000000000000000000 Atome
Und Du erwartest, daß die sich immer und überall auf die gleiche Art und Weise anordnen?
Für so hohe Zahlen ist der Mensch nicht gebaut.
Wenn ich drei Münzen hinwerf oder vier, kannst du ohne dich konzentrieren zu müssen die Zahl nennen. Bei sieben, acht Nüssen wird es schwierig, bei ein paar Dutzend unmöglich.
... und schon so kommt es vor, dass Leute Million und Billion verwechseln, oder die Milliarde zu übersetzen versuchen, oder komplett abheben und nur noch mit "Mijoh" und "Mijah" um sich werfen wie angeblich Grasser früher.
Wenn man das System mal verstanden hat, kann man 10^30 und 10^68 eher leichter einschätzen, als wenn man mit Pentabarfillionen und dergleichen zu denken versucht.
wenn ich als student der astronomie aufschluss erteilen darf, galaxien, v.a. weit entfernte, liefern aufgrund ihres jungen alters aufschlüsse über ihre zeitliche entwicklung, sprich milliarden von jahren. dabei verändern sie sich anhand ihrer ursprünglichen entstehungsbedingungen, ihrem umfeld und der wechselwirkung mit derselben. wie vereinzelte wolken am himmel ihrem umgebungseinfluss vollkommen ausgesetzt sind, besitzen galaxien ebenfalls unterschiedlichste entwicklungsstadien. rückgerechnet können diese bzgl. dem verständnis der entstehung von kleineren (z.b. sonnen-, stern-) und größeren systemen sehr weiterhelfen.
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