Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Das Einfallstor zum internationalen Krieg gegen Syrien trägt kurdische Namen. Kobani, Serekanieh, Kamishlo (Ayn al-Arab, Ras al-Ayn, Qameshli). Dort, in den Grenzstädten im Norden Syriens, hat sich die Miliz der PYD, der kurdischen Partei der Demokratischen Union, unter den entsetzten Augen der Türken ausgedehnt. Die PYD gilt ihnen als Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK. Ein Anschlag auf der türkischen Seite, ein Überfall auf einen Konvoi der Armee durch PKK-Rebellen aus Syrien würde genügen, um den Einmarsch der Türkei auszulösen. "Das muss nicht einmal erst diskutiert werden", stellte Tayyip Erdogan klar, "das ist ein Faktum."
Für seine Drohung mit Krieg hat Erdogan gleich den Republikgründer als Zeugen genommen. "Mustafa Kemal sagte ,Frieden zu Hause, Frieden in der Welt', aber er sagte nicht, ,Frieden mit den Feinden'". So viele rote Linien hat Ankara schon wegen des Kriegs in Syrien gezogen, dass den Türken Sinn und Zeitpunkt einer denkbaren Militärintervention beim Nachbarn vor den Augen verschwimmen. Doch der "kurdische Faktor" im Norden Syriens zählt.
"Wir wollen nicht, dass dieses Gebiet ein Terrornest ist", meint ein Regierungsvertreter und lässt offen, was geschieht, wenn nach Assads Sturz ein neues Parlament in Syrien die Selbstverwaltung der kurdischen Minderheit beschließen sollte. Denn Ankara will ebenso wenig wie eine PKK-Bastion die Entstehung einer zweiten autonomen kurdischen Region an den türkischen Grenzen nach dem Vorbild des Nordirak. Dabei waren die Beziehungen zu Erbil nie besser.
Die Losung Atatürks war immer Wunsch und Diktat zugleich: Die Zwangsassimilierung aller Minderheiten in der neuen türkischen Republik sollte einen Staat der inneren Harmonie schaffen, der Frieden nach außen strahlt. Doch auch nach drei Jahrzehnten Krieg gegen die PKK ist es der türkischen Armee nicht gelungen, die Guerilla zu besiegen. Das innenpolitische Problem der Türkei ist nun Teil der internationalen Syrienkrise. Für die Nato und die westlichen Partner, die Patriot-Raketen an die Grenze schaffen, ist schwer abzuschätzen, welche Dynamik der Privatkrieg der Türkei gegen die Kurden entfalten kann.
Fast 900 Tote haben die Auseinandersetzungen mit der PKK seit der Parlamentswahl im Sommer 2011 gefordert. Es ist eine der seit Jahren härtesten Phasen im Konflikt zwischen Staat und Untergrundarmee. Der Umbruch in der gesamten Region macht die PKK-Kommandeure offenbar noch wagemutiger. Gleichzeitig nimmt Erdogan aus innenpolitischem Kalkül eine besonders harte Haltung gegenüber kurdischen Politikern ein - er will nun die Unterstützung der türkischen Rechtsextremen von der MHP im Parlament gewinnen, um sich eine Präsidialverfassung für das nächste Jahrzehnt an der Macht zu schreiben.
Dass türkische Armee und Geheimdienst die arabisch-sunnitischen Milizen der Freien Syrischen Armee unterstützen, um die PYD im Norden Syriens zurückzudrängen, ist naheliegend. Fehlende Transparenz und Disziplin der Kämpfer dürften das zu einer schwierigen Unternehmung machen. Koray Caliskan, Kolumnist und PKK-Experte der Zeitung Radikal, hat für den Vorschlag, die Rebellen zu bewaffnen, nur Spott übrig: "Wie amüsant! Macht es, und ihr werdet innerhalb eines Jahres nicht mehr in der Lage sein, einen Hubschrauber sicher im Osten der Türkei zu fliegen." (Markus Bernath, DER STANDARD, 6.12.2012)
Nach einem Terrorangriff mit Autobomben in der türkischen Grenzstadt Reyhanli am Samstag meldete die Regierung die Festnahme neun Verdächtiger. Es sollen türkische Staatsbürger sein, die im Auftrag des syrischen Regimes die Tat verübt hätten
Vier weitere Personen wieder auf freien Fuß gesetzt
"Kriminelle Bande" soll Tat organisiert haben
Bei Autobombenanschlag in türkischem Grenzort wurden 46 Menschen getötet - Behörden nehmen neun türkische Verdächtige fest
Kurdenpartei BDP: Abschluss in drei bis vier Monaten - Türkische Regierung: Wichtig ist das Resultat
Mindestens 16 Menschen verletzt - Tränengaseinsatz der Polizei
"Forderungen des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte erfüllt" - Keine Freilassung von PKK-Helfern zu erwarten
Islamistischer Zirkel soll Glaubenskämpfer für den Krieg in Syrien angeworben haben
Im Parlament in Ankara müssen weibliche Abgeordnete nicht länger Rock und Bluse tragen. Hinter der Liberalisierung der Kleiderordnung steht die viel größere Debatte um das muslimische Kopftuch in der Türkei
Die Opposition in der Türkei ist aus dem Friedensprozess mit der offiziell verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK ausgestiegen. Bei der Abstimmung über eine Parlamentskommission kam es zum Eklat
Justizministerium als Symbol der Ungerechtigkeit bezeichnet
Justiz-Reformpaket vor Abstimmung im Parlament - Freilassung zahlreicher U-Häftlinge erwartet
Kundgebung in Istanbul anlässlich des kurdischen Neujahrsfests
Über 30 Jahre andauernder Konflikt der militanten kurdischen Arbeiterpartei mit der Türkei steht vor Lösung
Ex-Militär wegen Rolle bei Militärputsch 1997 verhaftet
Die kurdische Politikerin Songül Karabulut befürchtet türkische Störaktionen im Friedensprozess
Der türkische Regierungschef versichert, die Kurdenfrage endlich lösen zu wollen. Dafür ist er bereit, mit Tabus zu brechen: Verhandlungen mit der PKK und Dezentralisierung
Zehnmonatige Haftstrafe auf Bewährung - Fazil Say hatte über Twitter mehrere kritische Äußerungen über den Isalam verbreitet
UN-Generalsekretär: Kommentar Erdogans ist "verletzend" - Empörte Reaktionen aus den USA und Israel
Politologe Cengiz Günay zu den Chancen der Friedensinitiative mit Öcalans PKK und Erdogans Preis für die Lösung des Kurdenkonflikts
Presse rechnet mit Freilassung tausend kurdischer Häftlinge
Nach drei Jahren Pause öffnet die EU wohl ein neues Türkei-Kapitel. Einfach weitermachen geht nicht, glaubt der frühere türkische Minister Kemal Derviş. Die Türkei sollte den "britischen Weg" gehen: Vollmitglied, aber weniger integriert.
Explosion, als Führungsriege des Syrischen Nationalrates Grenze in Richtung Türkei passieren wollte - Mittlerweile 13 Todesopfer
Linksextremisten bekennen sich - DHKP-C fordert US-Vertreter zum Verlassen des Landes auf
die geschätzten Zahlen für die Kurden sind immer untertrieben, da die Staaten in denen sie leben nur ungern zugeben wieviele Kurden dort leben, die Türkei versuchte sogar bis vor 10 jahren komplet die existenz der Kurden zu leugnen, in der Türkei sind es etwa 20 Millionen im Irak 6, im Iran 7 in Syrien 3,5 und der Rest Weltweit ca. 5 Millionen wobei die Kurden in den jeweiligen länder der am scnellsten wachsende Bevölkerungsteil bilden, die Türkei versuchte die Kurden durch fehlende investitionen bzw. Rückständig zu halten doch sie dachten nicht daran das genau das zu einer erhöhten Geburtenrate führen könnte, alle resourcen bzw. investitionen und Vorstand wurden im Westen der Türkei ausgegeben, höherer Lebensstandard weniger Geburten xD
internationale Firmen mittlerweile verquickt sind. Das dumme ist das in Kirchturm fast nur Kurden wohnen.
..in der kurdischen Zeitung Rudaw:
http://www.rudaw.net/english/i... /5504.html
es ist immer wieder verwunderlich wie manche ernsthaft gegen einen eu-beitritt der tuerkei schreiben.
der eu-beitritt der tuerkei ist sowas von unrealistisch:
-zypernproblem
-geschichtsaufarbeitung betreff armenier
-repression der kurden
um die wichtigsten gruende zu nennen.
"Wir wollen nicht, dass dieses Gebiet ein Terrornest ist",
Haha warum Terrornest weil Kurden für Ihre Freiheit kämpfen ? Sind die Bestrebungen der FSA ehrenvoller ? Die FSA will doch nur ein Diktatorisches Regime gegen ein Islamofaschistisches ersetzen. Diese sogenannten Aufständigen akzeptieren keine andere Gruppe neben Ihrer. Kurden, Christen und Alawiten und Schieeten sollten ausgerottet werden wenn es nach denen ging. Viele gämäßigten Sunniten wollen mit der FSA ebenfalls nicht zu tun haben. Wenn das Volk sich gemeinsam einige wäre dann hätte man Assad schon längst beseitigt. Im Moment sieht es eher so aus als würde sich Assad halten. Einen 2 Fronten Krieg zwischen Kurden und Assad können sich die Aufständigen eigentlich nicht leist
kurdistan ,ausgehend von mama erde sozusagen, sprich dem ölland nordirak, der praktisch selbständig sind.
mit dem osten türkeis und dem nordosten syriens ginge sich schon ein kurdistan aus.
die fronten wären dann klarer:
schiiten gegen sunniten sowieso
kurden gegen sunniten (irak gegen türkei)
wenn israel noch mit pkk weiter paktiert, werden die türken aber sauer. dann spielt wiedermal der iran das zünglein an der waage. die können eigentlich mit allen, aussen den sunniten.
Syrien hat 21 Millionen Einwohner, davon sind laut Grafik 9% Kurden; dies ergibt nach meiner Rechnung ca. 1,9 Millionen Kurden in Syrien
Irak hat 29 Millionen Einwohner, davon sind laut Grafik 15-20% Kurden; dies ergibt nach meiner Rechnung 4,35 bis 5,8 Millionen Kurden im Irak
Türkei hat 75 Millionen Einwohner, davon sollen 18% Kurden sein, das wären also 13,5 Millionen Kurden; 14 Millionen sprechen kurdisch; viele Kurden wurden im 20. Jahrhundert zwangsassimiliert und verloren ihre kurdische Muttersprache, daher liegt der Bevölkerungsanteil der Kurden in der Türkei noch um einiges über den Werten von 13-14 Millionen
Auch wenn es utopisch ist, hoffe ich, dass mehr Soldaten der angreifenden Allianz als Zivilisten ihr Leben lassen.
Diesen Kriegstreibern muss endlich Einhalt geboten werden. Das ganze Geld was in Waffen und Geheimdienste verschwendet wird könnte aus allen Ländern Paradiese machen.
Interessant das Sultan Erdogan sich auf Mustafa Kemal beruft, gerade wo Erdogan's AKP den Islamismus forciert hat (ok, das war bekannt und sie wurden auch gewählt) und aggressiv gegenüber seinen Nachbarn ist. Kemal wäre ein erbitterter Feind von Erdogan's panarabischen Bestrebungen gewesen.
"ein Überfall auf einen Konvoi der Armee durch PKK-Rebellen aus Syrien würde genügen, um den Einmarsch der Türkei auszulösen."
Zur Not geben eben die USA selbst das Geld um den Grund für Sultan Erdogans Angriffskrieg zu liefern. Mit Geld kann man Söldner verwenden. Wer Glück hat kommt lebend raus und wird reich. Wer Pech hat stirbt, aber die Versicherung zahlt an Angehörige aus, also ist es eine win-win Situation verglichen mit einem Leben ohne sonstige Perspektive.
Da wir alle wissen das Sultan Erdogan und seine Mordschergen alles tun wird um die Kurden zu provozieren, stellt sich die Frage was die Kurden tun werden. Werden sie Sultan Erdogan's Spiel mitspielen und sich provozieren lassen?
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.