Rapid wünscht sich zum Abschied ein Pünktchen

5. Dezember 2012, 17:14
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Metalist Charkiw schaut im Happel-Stadion mit einer halben B-Elf vorbei

Wien - Rapid hat nicht vor, sich die sechste Ohrfeige abzuholen, das wäre einfältig. Im Gegenteil. Es geht heute, Donnerstag, im Happel-Stadion (21.05 Uhr, ORF 1) um die Versöhnung mit der Europa League. Platz vier in Gruppe K ist einzementiert. Gegner Metalist Charkiw ist ebenso fix Erster. Dass man nach fünf Spieltagen genau null Punkte hat, war nicht geplant, wobei Trainer Peter Schöttel Wert auf eine Differenzierung legt. "Unsere Auftritte waren ärgerlich, nicht peinlich. Schlecht war nur das 0:4 gegen Leverkusen."

Die Ukrainer werden die halbe Reserve aufbieten, einige Südamerikaner, zum Beispiel Taison und Cleiton Xavier, sind bereits auf Heimaturlaub. Metalist ist laut Schöttel trotzdem Favorit. "Mit den Brasilianern und Argentiniern sind sie hervorragend. Ohne sind sie sehr gut. Wir werden aber ein ehrgeiziger und motivierter Außenseiter sein."

36.000 Karten wurden abgesetzt. Wobei es jedem Käufer freisteht, das Ticket wegzuschmeißen. Die Bedeutung dieser Partie ist ja begrenzt. Schöttel hat die Hoffnung, "endlich anzuschreiben". Die Fragerei nach dem Zeitpunkt des ersten Zählers habe Rapid quasi verfolgt, dieses Spielchen ist gegen 23 Uhr beendet. Unabhängig vom Ausgang. Kapitän Steffen Hofmann fällt aus, im Oberschenkelmuskel zwickt es, für den Trainer ist das "offenbar eine komplexe Sache". Er, Schöttel, habe zwar das Ligaspiel am Sonntag gegen Wacker Innsbruck im Hinterkopf (Kinder dürfen gratis ins Hanappi-Stadion), trotzdem werde er die Einsergarnitur in die Kälte schicken. "Ich stelle die auf, von denen ich mir den größten Erfolg erwarte."

Kein Brief

Tormann Lukas Königshofer hat keinen Brief ans Christkind geschrieben, diesem Alter ist er entwachsen. "Ich wünsche mir, dass unterm Christbaum zumindest ein Punkt liegt." Schöttel zeigte erneut Unverständnis über die negative Stimmung, die im Herbst um Rapid verbreitet wurde. "Wir waren als Einzige in der Gruppenphase, hatten zehn Spiele mehr als die nationale Konkurrenz. Wenn ich das 0:0 zwischen Salzburg und der Austria hernehme, waren die auch nicht besonders frisch. Nur sagt das keiner."  (DER STANDARD Christian Hackl; 5.12.2012)

Fußball-Europa-League (Gruppe K/6. und letzte Runde):

SK Rapid Wien - Metalist Charkiw (Wien, Ernst-Happel-Stadion, 21.05 Uhr/live ORF eins
und Sky, SR Hannes Kaasik/EST)

Rapid: Königshofer - Schimpelsberger, Sonnleitner, Gerson, Schrammel - Heikkinen, Pichler - Trimmel, Alar, Burgstaller - Boyd
Ersatz: Novota - Katzer, Kulovits, Wydra, Grozurek, Drazan, Schaub
Es fehlen: Hofmann, Prager, Ildiz (alle verletzt)

Metalist: Gorjainow - Villagra, Gueye, Torsiglieri, Fininho - Torres, Edmar - Willian, Cleiton Xavier - Taison, Cristaldo
Ersatz: Dentschuk - Pschenitschnich, Scharpar, Obradovic, Blanco, Marlos, Rebenok

Parallelspiel: Bayer Leverkusen - Rosenborg Trondheim (21.05 Uhr)

Tabelle:

1. Metalist Charkiw    5 4 1 0 9:2 13 *
2. Bayer Leverkusen    5 3 1 1 8:2 10 *
3. Rosenborg Trondheim 5 2 0 3 7:9  6
4. Rapid Wien          5 0 0 5 3:14 0

* im Sechzehntelfinale
  • Bild nicht mehr verfügbar

    Peter Schöttel darf auf einen Punkt hoffen.

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