Anklage gegen drei Beschuldigte erhoben

5. Dezember 2012, 17:09
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Schadenshöhe nicht beziffert - Ermittlungen laufen weiter

Salzburg - Exakt drei Jahre nach Bekanntwerden von Malversationen bei den Salzburger Osterfestspielen und der fristlosen Entlassung von Geschäftsführer Michael Dewitte hat die Staatsanwaltschaft Salzburg Anklage gegen drei Beschuldigte erhoben. Dies berichten die Salzburger Nachrichten in ihrer Donnerstagsausgabe. Bettina Maxones-Kurkowski, Sprecherin des Landesgerichts, bestätigte der SN, dass die Anklage am 29. November beim Landesgericht eingebracht wurde.

Laut APA wird Michael Dewitte wegen des Verdachts der Untreue, der frühere Technische Direktor der Salzburger Festspiele, Klaus Kretschmer, wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen schweren Betrugs und der Untreue sowie ein dritter Angeklagter, ein Freund und Geschäftspartner von Kretschmer, wegen gewerbsmäßigen schweren Betruges angeklagt. Marcus Neher, Sprecher der Staatsanwaltschaft Salzburg, betonte, dass im Komplex rund um die Osterfestspiele aber noch weiter ermittelt werde.

Von welcher Schadenshöhe die Staatsanwaltschaft ausgeht, sagte Neher nicht. Bisher hatte die Anklagebehörde den mutmaßlichen Gesamtschaden mit 3,1 Millionen Euro beziffert. Es geht um ungerechtfertigt bezogene Provisionen und um Scheingeschäfte. (trenk, DER STANDARD, 6.12.2012)

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