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Zwischen Iraks Kurden und Bagdad schwelt eine Krise mit Kriegspotenzial: Die Zentralregierung von Premier Nuri al-Maliki hat Truppen in die zwischen Arabern und Kurden umstrittenen Gebiete bei Kirkuk an der Südgrenze der kurdischen Region gesandt. Die Kurden sehen das neu aufgestellte "Dijla Operations Command" (DOC) als Verletzung ihrer Autonomie an, die nur Peshmerga-Kämpfer im kurdischen Gebiet zulässt. Peshmerga und irakische Armee stehen einander gegenüber, Vermittlungsversuche sind bisher gescheitert.
Zwar ist der kurdische Regionalpräsident Massud Barzani Malikis Koalitionspartner in Bagdad - und Barzani hat durch seine Vermittlung 2010 die Regierung Maliki II überhaupt erst ermöglicht. Aber die Probleme zwischen Bagdad und Erbil - etwa Ölmanagement und -Einkommensverteilung - sind ungelöst. Ein in der Verfassung von 2005 festgeschriebenes Referendum in den umstrittenen Gebieten hat nicht stattgefunden - die Araber, die einen kurdischen Sieg befürchten, sagen, Artikel 140 sei obsolet.
Obwohl es um Kurdenautonomie geht und obwohl Barzani eine politische Rolle bei den syrischen Kurden spielt steht Ankara im Konflikt zwischen Bagdad und Erbil fest auf der Seite Erbils. Premier Erdogan wirft Maliki vor, einen Bürgerkrieg im Irak anzuzetteln.
Die Türkei macht mit Irakisch-Kurdistan gute Geschäfte und will ihre Investitionen schützen. Aber es gibt wohl auch eine Art sunnitischer Schiene zwischen Erdogan und Barzani gegen den Schiiten und Iran-Freund Maliki, der nicht von Syriens Assad, einem Alawiten, abrückt. Ankara beherbergt auch den zum Tode verurteilten sunnitischen irakischen Vizepräsidenten Tarik al-Hashimi. (guha, DER STANDARD, 6.12.2012)
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Die türkische Regierung macht Sachen die mit dem was sie sagt nicht im einklang steht (zumindest in den letzten 10 jahren)....obwohl sie die PKK vernichten will geht sie nicht gegen diese im nordirak vor, obwohl sie gegen einen autonommen Kurdenstaat ist verbündet sie sich mit Barzani, obwohl Maliki der Türkei ein gemeinsames vorgehen gegen die Kurden anbietet lehnt sie ab. Die Türkei verhaftet lieber kurdische Politiker als diese zu beschützen, sie spricht mit der PKK aber nicht mit dem Volk, sie will in die EU, erfüllt jedoch nicht die Beitrittsvoraussetzungen, sie will in Syrien eine autonomme kurdische Region verhindern aber unterstütz Islamisten (was die chance eines eingreifens durch den westen reduziert), ist das alles absicht?
...sprechen sich gegen die militarisierung des konflikts (der sich schon jahrelang v.a. um die region kirkuk dreht) zwischen arabern und kurden aus; der konflikt wurde durch die entsendung von speziellen truppeneinheiten durch premier maliki angeheizt; die shiitischen geistlichen sagen: “Fighting the Kurds is haram (religiously prohibited).”
http://www.rudaw.net/english/k... /5513.html
Alles sehr kompliziert...aber der Erdo wird sich entscheiden müssen - BTW - jetzt wär doch zeit für eine vernünftige Autonomie in Türkisch-Kurdistan - dann wär es leicht die "GrossKurdistanfraktion in der Türkei zu marginalisieren....
Das autonome Türkisch-Kurdistan könnte zum Motor einer Kooperation über Ländergrenzen hinweg werden - ach könnte - aber mit solchen verkorksten Typen wie Erdogan eher nie -bedenke, der könnte jetzt die syrischen Kurden auf seine Seite ziehen - soviel Chance auf Befriedung und türkisch-kurdische Aussöhnung war noch nie....Es gibt Öl, Geld und türkisches Know-How - auch der dümmste Türke könnte auf die Idee kommen - if you can beat them - join them - odr ??? Versöhnung unter Allah/Sunna ??
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