Was Strasser den Journalisten erzählte, VIII

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Telefonat, 28. Februar 2011

Was Ernst Strasser (ES) bei seinen Treffen mit den britischen "Sunday Times"-Journalisten Claire Newell (CN) und Michael Gillard (JC) erzählte. derStandard.at liegt das gesamte Gesprächsprotokoll in der beglaubigten deutschen Übersetzung vor, das an dieser Stelle laufend erweitert und veröffentlicht wird. Im Folgenden finden Sie den achten Teil der Serie:

Strasser mit CN, 28. Februar 2011, Zweiter Anruf

Strasser: Ja, ich wollte nur wissen, ja, ich habe diesen Vorschlag dem Schattenrapporteur gegeben.

CN: Ja.

Strasser: Und sie, er hat es in die Diskussion mit dem Rapporteur eingebracht, und sie haben so etwas wie einen Kompromiss abgeschlossen, nicht 5, nicht 6 bis 9, sondern 12 Monate, aber keine zweite frühe Warnung.

CN: Oh ok, ok. Ich kann meinen Klienten sagen, dass wir es ihnen gegenüber erwähnt haben.

Strasser: Wenn Sie wollen, ja, ich habe es zwei oder drei EPPs gegenüber erwähnt, aber wirklich wichtig ist der Schattenrapporteur, weil er hatte seine Diskussion in dieser Runde, der Rapporteur, und das ist so etwas wie ein Kompromiss aller Vorschläge zu diesem Thema.

CN: Verstehe, ok, ich war mir nicht sicher.

Strasser: Wenn Sie wollen, dann könnte ich versuchen, ob wir, ich bin mir nicht wirklich sicher, ob ich jemanden finde, weil es ist ein wirklich guter Kompromiss für den Klienten. Wenn Sie wollen, könnte ich versuchen, eine Änderung zu bekommen, damit diese 12 Monate, ok, aber in (wohl:) Austausch dafür eine zweite Warnung machen.

CN: Ja.

Strasser: Ich wäre nicht, ich wäre nicht, wenn ich dort MEP wäre, wäre ich nicht glücklich über eine solche Änderung, weil von 5 auf 12 und eine zweite Warnung, das ist eine schwierige Sache. Aber wenn Sie wollen, könnte ich versuchen, eine solche Änderung zu machen, aber ich glaube, es wird abgelehnt.

CN: Ja, nun die Schwierigkeit für uns ist, dass der Klient sehen will, dass die Änderung eingebracht wurde.

Strasser: Ja, ja, das wurde es, das wurde es.

CN: Können wir sehen, dass es eingebracht wurde, gibt es ein Dokument? Weil irgendwann werden sie fragen, ach, wann wurde es eingebracht, war es ein schriftlicher Änderungsvorschlag?

Strasser: Ok, ich kann, ich kann versuchen, die E-Mail die wir dem Schattenrapporteur geschickt haben, zu geben.

CN: Ja, ich nehme an, das zeigt, dass der Änderungsvorschlag dem Schattenrapporteur geschickt wurde.

Strasser: Ok, ok ok ok. Ich werde es suchen, und ich werde, aber Sie wissen, ich bin hier in Wien.

CN: Ich weiß, ja.

Strasser: Aber das ist kein Problem, wir müssen mit solchen Dingen umgehen.

CN: Also wenn Sie damit einverstanden sind, wenn Sie mir vielleicht einem MEP finden, dem wir es übermitteln können, dann kann ich zumindest ehrlich sagen, dass wir es versucht haben, aber dass der Schattenrapporteur nicht begeistert war, es anzunehmen.

Strasser: Er hat eine andere Lösung gefunden, natürlich.

CN: Ja, das stimmt wohl.

Strasser: In einem Kompromiss, in dem, in der Besprechung aller Schatten mit dem Rapporteur.

CN: Ja, ja, aber wenn jemand es einbringen könnte, auch wenn es letztlich abgelehnt wird, das wäre für uns nützlich, damit wir zeigen können, dass es eingebracht wurde.

Strasser: Ok ich werde es versuchen, ich werde es versuchen.

CN: Ich weiss, dass es schwer ist. Es tut mir sehr leid, und es ist auch zu spät.

Strasser: Ist es das? Nein. Zunächst: es war mein Fehler, weil ich nicht bedacht habe, das Februar nur 28 Tage hat. Es war als erstes mein Fehler. Also ist es nicht Ihr Fehler, und das ist nicht das Problem. Und ich dachte, wir haben Zeit bis zum Ende der Woche, und alles ist gut, und ich habe am Freitag oder Samstag festgestellt, dass wir es am Montag oder spätestens morgen machen müssen. Es war mein Fehler.

CN: Okay, nun, es tut mir leid, dass es schwierig war.

Strasser: Nein, das ist normal. Gut, ich werde versuchen, Ihnen die Information zu geben.

CN: Okay, sehr gut. Ja, wir können immer noch am Mittwoch darüber sprechen, und dann kann ich den Klienten auf den neuesten Stand bringen, wenn ich wieder in London bin. Ok, danke, Ernst, auf Wiedersehen.

Strasser: Auf Wiedersehen.

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