Europäische Firmen hängen US-Firmen ab

5. Dezember 2012, 15:56

Die größten Unternehmen in Europa haben ihre Gewinne kräftig gesteigert und ihre US-Konkurrenz überflügelt

Frankfurt am Main - Die größten börsennotierten Unternehmen in Europa haben im dritten Quartal ihre Gewinne kräftig gesteigert und damit ihre amerikanischen Kollegen überflügelt. Die Profite der im europäischen Börsenindex STOXX 600 zusammengefassten Firmen kletterten Reuters-Daten zufolge im dritten Quartal insgesamt um 15,3 Prozent, während die Gewinne der amerikanischen S&P-500-Konzerne im gleichen Zeitraum nur um 0,1 Prozent zulegten.

Gewinnentwicklung in Europa volatiler

Allerdings sei die Gewinnentwicklung in Europa wesentlich volatiler, erläuterte Reuters-Datenanalyst Greg Harrison am Mittwoch. Im zweiten Quartal 2012 sind die Gewinne der STOXX-600-Firmen den Daten zufolge um fast zwölf Prozent eingebrochen. Dies deute darauf hin, dass sich die 18 Heimatländer dieser Unternehmen aktuell in unterschiedlichen ökonomischen Phasen befänden, erklärte er.

Ein großer Teil des Gewinnzuwachses in Europa geht laut Studie auf den Autobauer VW zurück, der im dritten Quartal seine Porsche-Anteile neu bewertet und daher seinen Gewinn je Aktie verfünffacht hatte. Deshalb verzeichnete der STOXX-600-Sektor der nicht-alltäglichen Konsumgüter (etwa Autos) im dritten Quartal eine Gewinn-Verdoppelung. Am schlechtesten entwickelte sich dagegen der europäische Technologie-Sektor mit einem Gewinnrückgang von 38 Prozent. Hier schlugen vor allem der Gewinneinbruch von Nokia und die Verluste von Alcatel-Lucent und Logitech durch. (APA, 5.12.2012)

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9 Postings

Na, also bitte, das ist doch eine wunderbare Nachricht!

Alle Hartz IV-Empfänger und prekär oder gar nicht Beschäftigte jetzt aber einmal aufhören mit dem Gejammer!

Denn jetzt ist's amtlich: Wir sind Papst und Exportweltmeister! Ein bisschen mehr Stolz auf das Erreichte wäre aber das Mindeste, was man da verlangen kann.

Vielleicht sollten wir in allen Schulen das Absingen von "Freude schöner Götterfunken" vor der EU-Fahne einführen. Denn der Mensch lebt nicht vom Brot allein!

Und jetzt, nachdem der Ami hin ist, kommen einmal - supi, Spitze, i werd' narrisch! - denen ihre Kinesen dran!

Denn was ein Wanderarbeiter kann, das kann ein europäischer Prekärer schon lange! Pride, wenn ich bitten darf! Ach und: Unter Brücken schlafen, härtet ab und ist so urgesund!

Und darum machen wir die jetzt fertig, so dass auf tausend Jahre kein Kinese mehr wagt, einen europäischen Hartz-Vierler auch nur scheel anzusehen!

Und diesmal klappt das mit den Tausend Jahren sicher!

Hmmm. Die Gewinne manche Unternehmen wachsen und wachsen - man muss auch noch die Steueroasen hinzuzählen - und merkwürdigerweise wird das Vermögen der meisten Menschen nicht mehr.

Klingt für mich nach Diebstahl.

Was genau läuft da falsch?

Also, was ganz eindeutig falsch läuft, ist die Tatsache, dass die europäischen Heloten immer noch viel mehr kosten als die in Obervolta. Das muss jetzt einmal anders werden!

na, was für eine jubelmeldung - multinationale konzerne und monopolisten mit deutschem namen machen mehr gewinn als multinationale konzerne und monopolisten mit englischem namen, wobei wir alle natürlich die gewinne aus gewöhnlicher geschäftstätigkeit, und die viel größeren gewinne aus leistungslosem zinsertrag über unseren konsum finanizeren - erstere bweusst und willentlich, zweitere eher unbewusst und gezwungenermaßen.....

na, zum glück sind die guten konzerne allesamt steuerbefreit, sonst bestünde ja die ernsthafte gefahr, daß wir dafür auch noch was zurückbekommen würden;-)

Um Gottes willen, das wäre ja römische Dekadenz!

Allerdings meine ich mich daran zu erinnern, dass sowohl das römische Imperium wie auch das Ancien Regime nicht zuletzt an einer ausgeprägten Wohlstandsverwahrlosung ihrer upper class zugrunde gingen.

Aber das sind sicher nur meine ideologischen Scheuklappen.

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