US-Botschafterin trägt Prada

Vogue-Chefin Anna Wintour ist als nächste amerikanische Botschafterin in London oder Paris im Gespräch

Es ist ein Gerücht, das nicht verstummen will: Wie Bloomberg News berichtet ist Anna Wintour, Chefredakteurin der Modezeitschrift Vogue, auf einer Shortlist von Kandidaten für den US-Botschafterposten in Frankreich oder Großbritannien. Auch der Sender ABC bestätigt unter Berufung auf US-Regierungskreise die Überlegungen des Weißen Hauses. Die 63-Jährige gilt als einer jener wichtigen Spenderinnen von US-Präsident Barack Obama, die sich für den Posten interessiert.

Eine Sprecherin des Modemagazins wollte die Gerüchte weder bestätigen noch dementieren, ABC News sagte sie lediglich Wintour sei "sehr glücklich mit ihrem derzeitigen Job." Die Vogue-Chefredakteurin war eine der fleißigsten Spendensammlerin während der Wahlkampagne von Barack Obama. Im September veranstaltete sie ein Fundraising Dinner in London - Eintrittspreis: 15.000 US-Dollar. Im Juni war sie Mitorganisatorin von zwei Spendenveranstaltungen in New York mit Eintrittspreisen von 35.800 bzw. 40.000 US-Dollar. Bei beiden Veranstaltungen war auch Präsident Obama anwesend. Seither spekulieren amerikanische und britische Medien über eine mögliche US-Botschafterin Wintour.

Spendensammler

Dem Bloomberg-Bericht zufolge ist auch Matthew Barzun, Finanzchef der Wiederwahlkampagne von Obama, im Gespräch für einen Botschafterposten. In den USA ist es üblich, dass Großspender und Unterstützer des gewählten US-Präsidenten Botschafterposten als Dankeschön zu US-Botschaftern ernannt werden. Auch William C. Eacho war einer von Obamas fleißigsten Spendensammlern, bevor er seinen Botschafterposten in Wien antrat. (stb, derStandard.at, 5.12.2012)

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16 Postings
Wenn sie wirklich so ist wie ihr Ruf, würde ich sie nach Saudi Arabien entsenden ...

finnland...

wenn die dame nur halb so arg ist wie man hört, sollten sich die botschaftsangestellten schleunigst um einen neuen job umschauen!

vllt ist in burkina faso was frei ...

Typisches Beispiel für die Plutokratie die in den USA als Regierungsform avanciert wird.

Grande Dame, nicht Grand.

grant... ;-)

Wieder ein Beweis, daß die Wirtschaft die Politik regiert...

bei uns regiert nur mehr die beamtenkaste, scheissegal, wie die wahlen ausgehen.

Ich dachte immer, die Spender kriegen dann Länder wie Österreich wo es im Grunde genommen egal ist, wer Botschafter wird (also den Amerikanern egal) wohingegen in wichtige Länder (GB und F hätte ich da dazugezählt) dann doch professionelle Diplomaten entsandt werden.

wer den engländern die befehle aus washington überbringt, ist doch wurscht.

einen ausgebildeten diplomaten brauchts dafür nicht.

naja wer so ein riesen imperium wie die winthur geleitet hat weiß schon was von diplomatie
obs politisch der richtige kontakt ist ist fraglich
ws. soll sie eher helfen die amerikanische modeindustrie in paris und london zu unterstützen

Wer die Kohle heranbringt wird eben belohnt.

Der Teufel trägt Prada!

wenn man schaut mit wie viel macht sie sich für obama eingesetzt hat wunderts wenig
mich wundert nur dass sie das überhaupt haben will

Ja, da werden

wir einen UA machen müssen.

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