Neuer ÖBB-Fahrplan in Kraft

5. Dezember 2012, 14:29
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Fahrzeitverkürzungen durch schnellere Züge auf der Westbahn

Wien- Ab 9. Dezember gilt ein neuer ÖBB-Fahrplan. Dieser soll durch schnellere Züge auf der Westbahn Fahrzeitverkürzungen bringen, so die Bahn in einer Aussendung. Demnach soll es auch mehr Verbindungen geben. "Verbesserungen dürfen nicht auf Kosten wichtiger Pendlerlinien gehen", forderte die Arbeiterkammer (AK) Wien in einer Aussendung.

Kürzere Fahrzeit zwischen Wien und St. Pölten

Zwischen Wien und St. Pölten bringt die neue Hochleistungsstrecke eine verkürzte Fahrzeit. Mit dem Railjet benötigt man laut ÖBB künftig zwei Stunden und 22 Minuten von Wien nach Salzburg. Durch neue, 200 km/h schnelle Regionalexpresszüge kann im Nahverkehr die Fahrzeit zwischen Wien - St. Pölten - Loosdorf - Melk - Pöchlarn und Ybbs um bis zu 19 Minuten verkürzt werden.

Die Fernverkehrszüge zwischen Salzburg und Graz sind mit dem neuen Fahrplan wieder im Zwei-Stunden-Takt unterwegs. Sieben Züge verbinden die beiden Landeshauptstädte. Hinzu kommen zwei Direktverbindungen zwischen Graz und Innsbruck.

Auf der bestehenden Weststrecke fahren ab Fahrplanwechsel zwischen Unter Purkersdorf und Rekawinkel mehr Züge, die Fahrzeit von Regionalzügen zwischen Wien und St. Pölten wird um bis zu zehn Minuten verkürzt. Auf der Südachse sind mehr Züge zwischen Deutschkreutz und Wiener Neustadt unterwegs. Regionalzüge fahren künftig auch am Wochenende im Stundentakt.

Beschwerden von Pendlern

Bereits vor der Umstellung hat es laut AK Wien Beschwerden von Pendlern gegeben, dass einige Züge nicht mehr an wichtigen S-Bahn-Haltestellen stehen bleiben oder dass es auf anderen Strecken für die Pendler zu langsam geht. "Hier muss noch nachgebessert werden", so AK-Präsident Herbert Tumpl.

Die AK hat eine E-Mail-Adresse für Pendlerbeschwerden eingerichtet - unter arbeitswege@akwien.at - und versucht zu vermitteln. Erste Verbesserungen, etwa ein zusätzlicher Halt an der S-Bahn Hadersdorf auf Anregung einer Elterninitiative, hat es demnach schon gegeben.

Reservierungsflicht innerhalb Ungarns

Neu ist ab Fahrplanwechsel, dass Reisen mit Fernverkehrszügen innerhalb Ungarns reservierungspflichtig sind. Für eine Fahrt mit dem Railjet von Budapest nach Györ brauchen Kunden so beispielsweise eine kostenpflichtige Sitzplatzreservierung. Die Reservierungspflicht gilt laut ÖBB nicht für grenzüberschreitende Fahrten zwischen Österreich und Ungarn, beispielsweise für eine Fahrt von Wien nach Budapest, wird aber dennoch empfohlen.

Der neue Fahrplan ist online über die elektronische ÖBB-Fahrplanauskunft Scotty abrufbar. Taschenfahrpläne erhält man ab sofort an den ÖBB-Personenkassen. Auch die Verbindungen des Konkurrenten Westbahn sind im neuen Fahrplan enthalten. (APA, 5.12.2012)

  • Ab Sonntag gilt bei den ÖBB ein neuer Fahrplan.
    foto: öbb/harald eisenberger

    Ab Sonntag gilt bei den ÖBB ein neuer Fahrplan.

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