Vorweihnachtszeit mit Bauchschmerzen

5. Dezember 2012, 17:05
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Nahrungsmittelintoleranzen äußern sich vor allem in der Weihnachtszeit, wenn vermehrt gebacken und Süßes verzehrt wird

Bauchschmerzen, Übelkeit und Durchfall gehören zu den häufigsten Symptomen von Nahrungsmittel-Intoleranzen wie Fruktose- oder Laktoseintoleranz. Ausgelöst werden diese Symptome meist von Zuckern in der Nahrung. Schließlich machen Experten für die steigende Anzahl an Betroffenen unter anderem den vermehrten Einsatz verschiedener Zuckerarten in der Nahrungsmittelindustrie verantwortlich. Allein im deutschsprachigen Raum rechnet man aktuell mit etwa 30 Millionen Menschen, die von Nahrungsmittel-Intoleranz betroffen sind.

Vor allem in der Weihnachtszeit, wenn vermehrt gebacken und viel Süßes verzehrt wird, steigen daher die Beschwerdefälle an. So kann nach einem Glas Glühwein am Adventmarkt ein Betroffener Bauchkrämpfe, plötzlichen Durchfall und starke Übelkeit bekommen. Die Arbeiterkammer Oberösterreich hat auch heuer wieder Glühweine getestet und fand Zuckergehalte von 3 bis 7 Stück Würfelzucker pro Tasse. Alternativen für Menschen mit Nahrungsmittel-Intoleranzen gibt es auf Adventmärkten nicht. Auch Punsch ist meist mit Fruchtsäften zubereitet und somit bei Fruktoseintoleranz nicht geeignet.

Österreichische Initiativen

Wer die Diagnose Nahrungsmittel-Intoleranz bekommt, ist nicht zwangsläufig zum lebenslangen Fasten und einer geschmacklosen Diät ohne süße Versuchung verurteilt, denn zwei österreichische Internetprojekte bieten Betroffenen entsprechend Rat und Rezepte. Das Portal für Nahrungsmittel-Intoleranz hat neben Informationen über Nahrungsmittel-Intoleranzen, auch eine Social Community, Lebensmittel-Tabellen und weitereFeatures für Betroffene und medizinisches Personal.

Die Initiative mitohnekochen.com hat sich auf Rezepte für Menschen mit Intoleranzen spezialisiert. Hier können Betroffene Rezepte nach eigenen Verträglichkeiten filtern. Durch solche Angebote können auch Menschen mit Nahrungsmittel-Intoleranzen die Weihnachtszeit wieder kulinarisch genießen. Fruktosearmen Glühwein - so die Empfehlung - kann jeder zu Hause selbst machen und ihn dann in der Thermoskanne mit auf den Adventmarkt nehmen. Ideal dafür geeignet sind histaminfreie Weine mit sehr geringem Fruktosegehalt. (red, derStandard.at, 5.12.2012)

Rezept für fruktosearmen Glühwein:

750 ml trockener Rotwein (z.B. histaminfreier und fruktosearmer Zweigelt)
6 Teelöffel Gewürznelken
3 Stangen Zimt
1 Stück Sternanis
1 daumengroßes Stück Ingwer
2 Bio-Zitronen (Schale zum Verzehr geeignet)
10 Teelöffel Traubenzucker
Optional: Rum

Wein in einen großen Topf geben. Ingwer schälen und in 4 Stücke schneiden. Zitronen-Zesten reiben. Alle Zutaten zum Wein geben und gut umrühren. Topf zugedeckt langsam erwärmen und vor dem ersten Aufwallen vom Herd nehmen. Zugedeckt etwa 20 Minuten stehen lassen. Danach Glühwein durch ein Sieb in Becher abfüllen. Wer "Glühwein mit Schuss“ will, kann noch wenig Rum (1cl) dazugeben. Quelle: nahrungsmittel-intoleranz.com

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  • Fruktosearmen und histaminfreien Glühwein kann jeder zu Hause selbst machen. Das entsprechende Rezept dazu finden Sie unten.
    foto: www.nahrungsmittel-intoleranz.com

    Fruktosearmen und histaminfreien Glühwein kann jeder zu Hause selbst machen. Das entsprechende Rezept dazu finden Sie unten.

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