Google soll Links auf legale Filmangebote löschen

5. Dezember 2012, 13:49
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In einer neuen Welle von DMCA-Löschanträgen sind Links auf offizielle Filmseiten, iTunes- und Amazon-Angebote enthalten

Unter dem Digital Millennium Copyright Act (DMCA) sind US-Unternehmen verpflichtet, bei Meldung eines Rechteinhabers Inhalte mit potenziellen Urheberrechtsverletzungen zu entfernen. Mit den aktuellen DMCA-Anfragen dürften die großen Filmstudios jedoch keine Freude haben: so wurde Google nun aufgefordert Links auf legale Angebote via iTunes und Co aus den Sucherergebnissen zu löschen.

DMCA-Meldungen veröffentlicht

Google legt die DCMA-Meldungen im Rahmen seines Transparency Reports offen. Wie den Bloggern von TorrentFreak aufgefallen ist, sind hier auch Links auf iTunes-Filme, Amazon-Angebote und sogar offizielle Film- und Serien-Seiten sowie Facebook-Auftritte und Wikipedia-Artikel gelistet.

Fehlermeldungen

Solche Fehler kommen bei den automatischen Filter-Systemen immer wieder vor, bei einer Reihe aktueller DMCA-Anfragen von November haben sie sich laut den Bloggern besonders gehäuft. Die Meldungen wurden von einem Unternehmens namens "Yes It Is - No Piracy!" im Namen zahlreicher großer Filmstudios wie Lionsgate, 20th Century Fox, BBC Films, Sony Pictures, Summit Entertainment und Walt Disney Pictures versendet.

Betrüger?

Google dürfte den Großteil der Meldungen als Fehler erkannt haben. Bei "Yes It Is - No Piracy!" scheint es sich zudem nicht um ein von den Filmstudios offiziell beauftragtes Unternehmen handeln. Der Webauftritt ist mittlerweile gelöscht worden. Dahinter könnten Betrüger oder auch Aktivisten stehen, die gegen das Vorgehen der Studios gegen Filesharing protestieren. Der Hintergrund der DMCA-Meldungen bleibt vorerst unklar. (red, derStandard.at, 5.12.2012)

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