Spielkonsole "Oton" verspricht das Blaue vom Himmel

Software der Konsole soll selbstständig Spiele generieren - Branche äußert Skepsis

Ein praktisch unbekannter Hersteller namens EnGeniux will 2013 die erste "autonome" Spielkonsole auf den Markt bringen. Unter "autonom" verstehen die Entwickler, dass die Software der Oton getauften Konsole basierend auf verschiedenen Vorlagen selbstständig neue Videospiele generieren kann. Zur Umsetzung des Projekts hofft das US-Unternehmen auf die Finanzierung durch die Community.

Ein Schwindel?

Während dem Projekt im Netz mit viel Skepsis entgegnet wird, versichert EnGeniux, dass es sich nicht um einen Schwindel handelt und führt dazu nicht nur technische Details, sondern auch zahlreiche Designstudien zur Konsole an. Die geplante Hardware basiert auf einem Vierkernprozessor der ARM Cortex-A9-Architektur mit zwei Gigabyte Arbeitsspeicher. Der Controller umfasst alle Merkmale eines typischen Konsolen-Gamepads. Für 99 US-Dollar kann man die Konsole bereits vorbestellen. "Mal im Ernst, wer fällt auf sowas herein?", schreibt das Spieleportal Eurogamer.de über Twitter

Vielseitige Software

Die Software setzt auf Linux auf. Der integrierte Editor soll nicht nur selbstständig Spiele generieren, sondern auch Spielern die Entwicklung und den Verkauf von Spielen ermöglichen. Dadurch sei eine große Bandbreite an Genres zu erwarten. Im Beispielvideo werden allerdings ausschließlich Ausschnitte existierender Spiele für andere Plattformen gezeigt. Auf eine Anfrage des GameStandard hat der Hersteller noch nicht reagiert. (zw, derStandard.at, 5.12.2012)  

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