Staatspreisträger für literarische Übersetzung bekanntgegeben

5. Dezember 2012, 12:49

György Buda und Jose Antonio Palma Caetano erhalten im Frühsommer ihre Auszeichnungen

Wien  - Die  Staatspreise für literarische Übersetzung 2012 gehen an den österreichischen Übersetzer György Buda und den in Wien lebenden Portugiesen Jose Antonio Palma Caetano. Die vom Unterrichts- Und Kunstministerium vergebenen Auszeichnungen werden im Rahmen eines Festakts bei der Veranstaltung "Translatio" am 30. Juni 2013 in Klagenfurt überreicht und sind mit je 8.000 Euro dotiert, wurde am Mittwoch in einer Aussendung mitgeteilt.

Buda, der den Preis für Übersetzung fremdsprachiger Literatur ins Deutsche erhielt, wurde als "unermüdlicher Sprachmittler" und literarischer Übersetzer aus dem Ungarischen ausgezeichnet. Der 1945 geborene Übersetzer hat zahlreiche Werke der ungarischen Literatur der Moderne (u.a. Gyula Krudy, Zsigmond Moricz und Sandor Marai) und der ungarischen Gegenwartsliteratur (vor allem Imre Kertesz und Peter Esterhazy) übersetzt.

Für Palma Caetano in der Kategorie Übersetzung österreichischer Literatur in eine Fremdsprache entschied sich die Jury aufgrund seines Engagements für die Verbreitung der österreichischen Literatur, etwa von Peter Handke, Heimito von Doderer, Hugo von Hofmannsthal und Thomas Bernhard, in Portugal. Der 1931 geborene Übersetzer und langjährige Portugiesisch-Lektor an den Universitäten Wien und Graz ist auch Träger des Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich und des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst. Palma Caetano gilt in Portugal als der Thomas-Bernhard-Kenner und arbeitet derzeit an einer portugiesischen Ausgabe der fünfbändigen Autobiografie Thomas Bernhards.

Die diesjährigen Staatspreise würden zeigen, "dass auf die literarischen Übersetzerinnen und Übersetzer Verlass ist, wenn es darum geht, die kulturelle Identität Europas zu stärken. Der Beitrag einer authentischen transkulturellen Arbeit, wie sie von den beiden Preisträgern geleistet wird, zu einem besseren Verständnis für die Bedeutung der Literaturen im europäischen Integrationsprozess kann gar nicht hoch genug bewertet werden", so Kulturministerin Claudia Schmied n der Aussendung.  Neben den Staatspreisen vergibt das Ministerium weitere Mittel für gelungene Übersetzungen. 2012 wurden insgesamt 52 Übersetzungen mit Prämien in der Höhe von 71.000 Euro ausgezeichnet.   (APA, 5.12.2012)

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3 Postings
Gratulation!

Aaah dacht ichs mir doch

was haben Sie denn zu so früher Stunde gedacht?

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