25 GPUs: System analysiert Milliarden Passwörter in Sekunden

5. Dezember 2012, 12:48
  • "In Windows XP sind Passwörter nicht sicher", so Gosney
    foto: ap

    "In Windows XP sind Passwörter nicht sicher", so Gosney

Bei einer Sicherheitskonferenz in Oslo wurde das System demonstriert

Bei der Passwords^12 Konferenz in Oslo wurde wieder einmal bewiesen, wie rasant die Entwicklung vorangetrieben wird, wenn es um das Knacken von Passwörtern geht. Besonders durch Cloud Computing gibt es große Entwicklungssprünge in der Passwort-Entschlüsselung. 

Erweiterungen

Wie das Sicherheitsportal Security Ledger berichtet, zeigte der Sicherheitsexperte Jeremi Gosney eine Ausstattung, die mit dem Open Computing Language Framework und einem Virtual Open Cluster arbeitet. Zum Einsatz kommt das Programm HashCat, das auf einem Cluster aus fünf 4U Servern mit 25 AMD Radeon GPUs läuft. Das Virtual Open Cluster musste erweitert werden, um Funktionen einzuführen, die es erlauben, HashCat zum Laufen zu bringen. 

VMware beschränkt

Zuvor hatte Gosney mit VMware gearbeitet, konnte aber dort nicht das gewünschte Ergebnis erzielen, da VMWare beschränkt ist, wenn es um die Nutzung aller Cluster-Komponenten geht: "Wenn man fünf VMware ESX Hosts mit acht Prozessorkernen hat, will man eine virtuelle Maschine mit 40 Kernen nutzen". Nachdem Gosney den Entwickler von Virtual Open Cluster kontaktiert hat und ihn überzeugen konnte ihm zu helfen, machte er sich an die Arbeit.

Sekunden

Dieses System kann demnach sogar starke bzw. bislang als sicher geltende Passwörter knacken, die mit schwächeren Verschlüsselungsalgorithmen, wie Microsofts Lan Manager und NTLM verschlüsselt wurden. In einem Test gelang es 384 Milliarden NTLM Passwörter pro Sekunde durchzugehen. Ein 14 Zeichen langes mit NLTM gehashtes Password (alphanumerisch) würde damit in sechs Minuten geknackt werden. 

Gosney nicht unbekannt

Laut Gosney würde sich dieses GPU Cluster allerdings besser für Offline- als Online-Attacken eignen, beispielsweise bei einer Sammlung von gestohlenen Passwörtern die in verschlüsselter Form vorliegen. Gosney hat seit April an dem System gearbeitet, er war zuvor unter anderem bei der Analyse der gestohlenen LinkedIn-Passwörter beteiligt. (red, derStandard.at, 5.12.2012)

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Na und?

Das Knacken von Passworten hinkt doch noch immer meilenweit den Generatoren hinterher, ist's Passwort lang genug dauert's knacken ewig... auch mit x GPUs... Und ewig hat eben keiner Zeit :-)

sätze als passwörter

verwenden sie einfach lange sätze als passwörter. einfach zu merken und einstweil noch unknackbar. erstens ist die entropie sehr hoch und zweitens schlagen bei der länge auch dictionary-attacs fehl.

Meine persönlichen Passworte sind immer eine Kombination aus Spitznamen, Nummerntaferl, TelNr und mir geläufigen bzw in Fleisch&Blut eingegangen Sprüchen/Redewendungen.
Sind nicht sonderlich lang, aber sehr gemischt und für Außenstehende nicht logisch.
Für mich reichts.

ist ja alles schön und gut, aber wenn sie sich täglich dutzende Male einloggen müssen, wirds mühsam

ist da eine chinesische Tastatur nicht noch "sicherer" aufgrund der größeren anzahl an "zeichen" wenn man jetzt ähnlich viele Zeichen mit unseren Buchstaben gegenrechnet

Siehe xkcd-Comic 936 (weiter unten direkt verlinkt).

Es hängt nicht alleine vom potentiellen Zeichenvorrat ab, sondern von der Schlüssellänge. Wenn Du bei 1000 möglichen Zeichen nur EINES für Dein Passwort verwendest, dann ist die Schlüssellänge ganz einfach viel niedriger, als bei einem zehnstelligen Passwort mit 10 möglichen Zeichen.

außer beim onlinestandard kann man eh überall schon längst utf8-paßwörter verwenden. was hier dann so aussieht: ????????????????????????????????, ist anderswo eine folge von 32 aus zehntausenden möglichen zeichen inkl. keilschrift, koptisch, historischen alphabenten für indianersprachen, sonderzeichen aller art, kombinierenden kyrillischen millionen- oder hunderttausenderkränzen …

Ach, das ist nur ein Feature hier, damit Sie ihr eigenes Passwort nicht versehentlich veröffentlichen. Es stimmt, so wie auch wenn ich meines eingebe:
??????????

probier ich auch gleich...

alligator3

bei mir funktionierts nicht :(

;)

ich verstehe nicht ganz, was Sie meinen. probieren Sie es aus. tun Sie so, als ob Sie Ihr paßwort aus, sagen wir, 40 chinesischen zeichen vergessen hätten und lassen Sie es sich per e-mail zuschicken. Sie bekommen 40 fragezeichen. wovon reden Sie?

vielleicht fehlt der hier ;)

Letzten Endes kommt es auf die Anzahl der Bits/Bytes an. Wie die am Screen dargestellt werden ist irrelevant. Entsprechend ihrer Theorie wäre dann wohl eine automatisierte französische Transkription der chinesischen Zeichen noch sicherer, da ja die chinesischen Zeichen in der Regel für ganze Worte stehen, die in der französischen Sprache durch sehr lange Zeichenketten (Worte) ersetzt werden würden.

Dafür sind wahrscheinlich die Kennwörter kürzer ;-)

???

und wie sicher ist es wenn man die datei mehrmals verschlüsselt?

zbsp.
eine datei in eine rar datei (mit 15steligem passwort) packen, diese rar datei nochmal mit 7zip verpacken (hier ein anderes 15steliges passwort nutzen), diese 7zip datei dann mit axcrypt verschlüsseln (wieder ein anderes 15steliges passwort nutzen), diese axcrypt-datei in ein truecrypt-image kopieren (hier auch wieder ein anderes 15steliges passwort nutzen) und zum schluss, dieses truecrypt-image auf einem usb stick speichern der mit bitlocker verschlüsselt ist (auch mit einem 15steligem passwort)

wie lange würde es da dauern das zu entschlüsseln?

(alle 15steligen passwörter besten aus klein- und großbuchstaben und zahlen)

Vielfache Sichterheit

ist dann gegeben wenn Sie die Verschlüsselungsmethode nicht bekannt geben, d.h. es dürfen in den verschlüsselten Dateien keine Hinweise darauf enthalten sind womit diese verschlüsselt wurden (ist zumindest bei zip und rar vermutlich nicht so).

nachdem die 7zip verschluesselung aes-256 verwendet, ist der ganze rest eh sinnlos, da hashcat aes gar nicht unterstuetzt und aes mit 256bit schluesseln immer noch als sicher gilt (sprich, es gibt zwar theoretische angriffe, aber noch keine praxistauglichen) :)

Ich frage mich....

.... wie Sie sich 5 verschiedene Kennwörter mit 15 Stellen, gemischter Groß-Kleinschreibung samt eingemischten Zahlen merken wollen?

Aufgeschrieben auf einem Zettel an der Pinwand?

Da das ein "dummes" Programm ist, würde ja ein einziges Passwort, 5x verwendet, reichen.

Nein.

mal ehrlich, angenommen Sie finden in einem verschlüsselten 7z eine verschlüsselte rar Datei, wären Sie nicht versucht den bereits gefundenen Schlüssel als Erstes zu probieren?

Hier gehts um ein Programm, wie geschrieben.

manche leute haben ein hilfsmittel dazu. dieses wird auch HIRN genannt. mit dessen hilfe ist es möglich sich durchaus komplexe sachen zu merken. vielleicht sollten sie dieses sogenannte hirn bei ihrem nächsten posting benutzen.

weniger lange als wenn sie bei der rar datei ein 16 stelliges passwort verwendet hätten.

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