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vergrößern 750x505Ein Gründerzeithaus im Grätzel südlich der Thaliastraße, das nachträglich um mehrere Geschoße gewachsen ist.
Wien - Das Café Santana in der Hasnerstraße wird wohl noch länger geschlossen bleiben, wie das amtliche Siegel an der Lokaltür vermuten lässt. In der Fleischhauerei gegenüber scheint das Geschäft hingegen gut zu gehen, die Buchstaben, die an der Fassade den Schriftzug "Selchwaren" bilden, dürften schon seit Jahrzehnten dort angebracht sein.
Auch bei den Häusern im sogenannten Hippviertel (benannt nach der Hippgasse) wechseln sich frisch sanierte Gründerzeithäuser, deren reich gegliederte Fassaden in zarten Gelb- oder Blautönen verputzt sind, mit Gebäuden ab, die schon lange keinen neuen Anstrich mehr gesehen haben. Nun steht das Grätzel zwischen Lerchenfelder Gürtel, Thaliastraße, Liebharts- und Gablenzgasse im Zentrum einer Studie, die Lösungsansätze bringen soll, wie in den Gründerzeitvierteln zusätzlicher Wohnraum geschaffen werden kann. Denn Wien wächst und kann dies nicht mehr nur auf der grünen Wiese tun.
Ausgelotet werden sollen laut Wohnbaustadtrat Michael Ludwig (SPÖ) etwa die Möglichkeiten von Dachgeschoßausbauten und Aufstockungen, die bereits bestehenden Bestände müssten bestmöglich genutzt werden. Es gehe nicht nur darum, in der Höhe neuen Wohnraum zu gewinnen, sagte ein Sprecher Ludwigs am Dienstag. Wenn Häuser neu errichtet würden, könnte etwa bei breiten Straßen auch durch einen größeren Grundriss Platz gewonnen werden. Insgesamt gehe es darum, qualitativ hochwertigen und leistbaren Wohnraum zu schaffen.
Die Häuser im Hippviertel wurden zwischen 1870 und 1910 in einem für die Gründerzeit typischen strengen Raster errichtet, deshalb eigne es sich besonders für diese Untersuchung, meint Daniel Glaser von der Gebietsbetreuung. "Es gibt Geschäfte, Lokale und eine gute ärztliche Versorgung, die sogenannte Stadt der kurzen Wege ist im Hippviertel gegeben."
Im Rahmen des "Masterplan Gründerzeit" soll in Wien nun erarbeitet werden, was in den gewachsenen Strukturen baulich möglich ist. " Gründerzeit heißt in der Josefstadt nämlich etwas anderes als in Hernals" , sagt der grüne Wohnbausprecher Christoph Chorherr. Man müsse bei nachträglichen Verdichtungen äußerst sensibel vorgehen, etwa dahingehend, dass durch nachträgliche Aufbauten den Bewohnern der unteren Stockwerke nicht zu viel Licht weg genommen wird.
Welche Möglichkeiten die Erdgeschoßzonen bieten, untersucht Angelika Psenner vom Institut für Städtebau an der TU Wien. "Der Ausbau der Dachgeschoße hat sich ohnehin verselbstständigt", sagt die Stadtplanerin, "Wien ist dadurch einfach um einen Stock nach oben gewandert".
Doch zu ebener Erde sei das Potenzial so enorm wie vernachlässigt. Dabei, so Psenner, seien die Gründerzeithäuser nutzungsneutral geplant worden, damals sei Wohnen und Arbeiten noch nicht getrennt gedacht worden. "In bestimmten Lebensphasen, etwa für ältere oder gebrechliche Menschen könnten auch Erdgeschoßwohnungen sehr attraktiv gestaltet werden." (Bettina Fernsebner-Kokert, DER STANDARD, 5.12.2012)
Erdgeschoßzonen sind die Visitenkarte eines Gebietes. Trotzdem stehen viele von ihnen leer oder verwahrlosen
Wie begegnet Wien den Anforderungen, die eine wachsende Bevölkerung an die Stadt stellt? Darf Politik Planung verordnen, oder muss sie verhandeln? Stadtforscherin Elke Krasny beschreibt spazierend die Notwendigkeit von Gestaltung und Gespür
Mit Hintergrundwissen aus den jeweiligen Grätzeln sollen verwaiste Erdgeschoße in Wiener Geschäftsstraßen aufgewertet werden
Stadtforscherin Elke Krasny hat vier Plätze herausgepickt, wo zukunftsweisende Gestaltung besonders wichtig ist
diese Binsenweisheit ist ja wirklich nicht neu! Alle hohen Häuser tun das, überall wird zu dicht und zu hoch gebaut.
Wie wunderbar ist die Lebensqualität in den alten Gemeindebauten (zB Jedlesee), zwei bis dreistöckige Wohnhäuser und viel Grün - nicht der Profit der Baulöwen stand da im Vordergrund sondern die Menschen, die dort wohnen.
Ein Verbrechen sind die Dachaufbauten im denkmalgeschützten Arsenal, gar nicht zu reden von der Länderbankzentrale "Am Hof". Aber der Benko darf bei uns ja anscheinend alles (verschandeln)!
...die wir auch dafür gezahlt haben errichtet und nicht von diversen politikern verzockt...wäre heute auch noch möglich, wenn die politik ihren sozialen auftrag ernst nehmen würde...baulöwen soll es weiter geben und auch reiche die demn baulöwen das abkaufen, das gibt massig jobs!
damit man sich wirklich wohl fühlt in den gassen. haustor, garagentor, haustor, garagentor, ausfahrt. schaufenster? geschäfte? nix, muss ja mein auto parken mit dem ich jeden tag dann weit weg fahr und spät abends heimkomm weil mans in der gegend ja tagsüber nicht aushält.
diese bevölkerungsentwicklung hat sich schon vor jahren abgezeichnet. hr. ludwig hätte schon vor jahren in seiner funktion als stadtrat für stadtentwicklung dafür sorge tragen können, z. bsp. hätten die neuen wohnhäuser beim nord- und hauptbahnhof einige stockwerke zusätzlich vertragen. auch das "Boden versiegeln" hätte man verringern können, wenn man in transdanubien weniger reihenhaussiedlungen und stattdessen mehrgeschossige wohnbauten genehmigt hätte.
dachgeschoss-ausbauten in gründerzeitvierteln zerstörren einfach nur stadtbild und den charme der architektur des alten wiens.
die gebäude im sonnwendviertel werden in erster linie 7 stockwerke haben, die gebäude am nordbf. teilweise sogar 10.
natürlich, hätten mehr geschoße sein können, aber 7 bis 10 sind ohnehin schon mehr als der übliche standard von 5 bis 7.
das große potenzial schlummert eher in innerstädtischen lagen, auf denen 2-etagen-wohnhäuser stehen, zb in meidling.
Wenn man sich anschaut wie feucht solche Altbauten selbst im Hochpaterre sind versteht man vielleicht warum die Erdgeschosse nicht schon vor 100 Jahren als Wohnraum genutzt wurden, obwohl der Wohnraum da genauso knapp und die Ansprüche der Leute sicher nicht höher waren.
nicht nur das Hochparterre, sondern auch das Tiefparterre. Und wenn sie mit offenen Augen Abseits der Repräsentationsstrassen spazieren gehen werden sie feststellen dass diese Nutzung auch heutzutage noch durchaus üblich ist.
Mich wunderts immer wieder, dass die grindige Gegend in der ich aufgewachsen bin nun ein hippes Grätzel ist.
Wo man sich vor 25 Jahren nicht mal durchgehen traute kostet eine 50m2 Wohnung nun 7Hunderter -
schön, komisch und irgendwie traurig zugleich - ist es Dialektik oder nur das Alter?
Die Wohnungsknappheit in Wien wäre nicht so ein grosses Problem, wenn man den regelmässigen und masiven Zuzug von förderungsbedürftigen, mittellosen MigrantInnen auf ein vernünftiges Maß beschränken würde. Mittlerweile hat sich nämlich herumgesprochen, daß die Gemeinde zahlt, wenn man sich als Neuzuwanderer die Wohnung nicht selbst finanzieren kann. Solche rechnerischen Notwendigkeiten fehlen natürlich in der vielgepriesenen "Wiener Charta" für friktionsfreies Zusammenleben...
Antragsberechtigte - Wohnbeihilfe
•Österreichische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger sowie diesen gleichgestellte Personen (zum Beispiel Bürgerinnen und Bürger eines EU-Staates)
•Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft mit Nachweis eines mindestens fünfjährigen, legalen Aufenthaltes in Österreich.
Ich verstehe nicht ganz, was Ihr Posting - das Sie übrigens warum auch immer gleich im ersten Satz mit einem unnötigen persönlichen Untergriff beginnen - mit meinem obigen Einwand zu tun haben soll, ausser, Sie würden trotz des allseits bekannten, in diesen Ländern zur Zeit noch üblichen Durchschnittseinkommens annehmen, daß es keine förderungsbedürftigen, mittellosen MigrantInnen aus anderen EU-Ländern (wie zB. Rumänien, Bulgarien, Polen, Litauen usw.) gibt; eine Annahme, die allerdings schlicht und einfach falsch wäre...
Zur Sache: mal abgesehen davon, dass Sie unzulässige Schlüsse ziehen - ich gehe davon aus: bewusst - wie wollen Sie den Zuzug von EU-Bürgern auf "ein vernünftiges Maß" beschränken? Bundesheereinsatz an der Stadtgrenze?
Also, bitte ein bisschen intellektuelle Redlichkeit. Das schaffens mit etwas guten Willen.
wirksames Beschränken ginge anders. Indem man Zuzugsanreize zurückdreht.
Aber die Grünen wollen das nicht. vdB: Jährlich 15 000 neue Bewohner ist sein Ziel. Und Grüne Wahlplakate: "nichts wie rein mit Euch".
Und Frau Glawischnig fährt nach Mürzsteg, zur Grün-Propaganda, wo es nurmehr Alte und bald keine Bewohner mehr geben wird.
Nichts mehr mit urgrünen Zielen: Zwingt Grün rein. Die Grünen sind eine Wachstumspartei, wie sie mal früher die Krebszellen als Beispiel hinstellten.
Ich will nicht MigrantInnen von unseren Grenzen fernhalten, sondern halte es für Unsinn, daß durch allzu große Freigiebigkeit bei der Wohnkostenförderung der Zuzug finanzschwacher Wirtshaftsflüchtlinge" forciert wird, die hier (Mindestsicherung, Wohnbeihilfe, Mietzinsbeihilfe) mit einer weitestgehenden Übernahme ihrer Lebenshaltungskosten durch die Allgemeinheit rechnen können, während gut ausgebildete und arbeitswillige Zuwanderer sich die wenigen teuren Restwohnungen nicht mehr leisten können. Wenn der Staat hier die diesbezüglichen Förderungen reduzieren und die so freiwerdenden Gelder in den Bau leistbarer Wohnungen investieren würde, wäre der Effekt ein positiv umgekehrter.
Beim derzeitigen System verdient nur der Immobilienhandel.
Wie schon oben geschrieben auch EU Ausländer müssen für ihren Lebensunterhalt selbst aufkommen können um länger als 3 Monate legal in Österreich zu bleiben, und auch um die 5 Jahre Aufrnthaltsstatus zu bekommen die sie für Wiener Wohnen brauchen. Auch Sozialleistungen bekommt man in Ö nicht, wenn man hier nie gearbeitet hat.
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