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Johannes Steinhart, Vizepräsident der Ärztekammer, verteilt Info-Material an Passanten. Die Ärzte befürchten durch die geplante Gesundheitsreform massive Leistungskürzungen.
Video: Protesttag der Ärzte gegen Gesundheitsreform.
Die Ärztekammer protestierte am Mittwoch weiter gegen die geplante Gesundheitsreform. In acht der neun Bundesländer verteilten Ärztevertreter Informationsmaterial an die Patienten. Sie bleiben bei ihrer Position und wollen zeigen, dass die geplante Gesundheitsreform aus ihrer Sicht in die völlig falsche Richtung geht.
Die Ärzte wollen am Krampustag der Politik die "Rute ins Fenster stellen", so Motto der Ärztekammer. Sie befürchten Leistungskürzungen durch die Gesundheitsreform. Diese Kürzungen würden durch die Politik verschwiegen, so die Ärzte. In den Ordinationen und an vielen öffentlichen Plätzen wurde deshalb Informationsmaterial verteilt - und es wird dabei mit drastischen Bildern nicht gespart: In Karikaturen wird da etwa ein im Bett liegender Patient vom Gesundheitsminister bedroht, der gerade eine Motorsäge mit der Aufschrift "Reform" startet. Oder es wird in Vorher-Nachher-Suchbildrätseln gezeigt, wie sich die Ärztekammer die Zeit nach der Gesundheitsreform vorstellt: Dort wo vorher, die Infusion, der Krankenwagen oder das Röntgengerät war, ist nachher eine ausradierte Stelle.
Am Nachmittag zog die Ärztekammer eine positive Bilanz zu ihrem Aktionstag. In den Gesprächen mit Passanten und Patienten habe sich ein geringer Informationsstand der Bevölkerung über die geplante Reform gezeigt, meinte ein Sprecher der Standesvertretung.
Allein in der Steiermark hätten laut dem Sprecher die Ärzte in Ordinationen und Spitälern sowie an öffentlichen Plätzen etwa 100.000 Menschen erreicht. Etwa 60 Ärzte seien an öffentlichen Orten in der Steiermark unterwegs gewesen, um die Bevölkerung zu informieren. In Oberösterreich hätten etwa 100 Ärzte an öffentlichen Plätzen für ihre Anliegen geworben und im Bundesland Salzburg seien 20 Teams zu je zwei bis drei Ärzten unterwegs gewesen. In Wien hatte die Ärztekammer 40 Personen an 20 öffentlichen Orten im Einsatz. In Tirol, Vorarlberg und Kärnten informierten die Ärzte ihre Patienten nur in den Ordinationen.
Laut Ö1-Morgenjournal ist das einzige Bundesland, das nicht an den Protesten teilnimmt, Niederösterreich - die dortigen Ärztevertreter sind mit der Kampagne der Bundesärztekammer nicht zufrieden. Es entstehe der Eindruck, die Ärzteschaft verfolge nur ihre eigenen Ziele, lautet die Kritik aus Niederösterreich. Vorbringen können sie diese in der kommende Woche, am 13. und 14. Dezember hält die Bundesärztekammer ihren Kammertag und ihre ordentliche Vollversammlung ab. Dabei soll über weitere Protestmaßnahmen entschieden werden, nachdem bei der außerordentlichen Vollversammlung vor eineinhalb Wochen noch kein Beschluss gefasst worden ist. Zur Diskussion stehen nach wie vor Ordinationsschließungen am 16. Jänner sowie Groß-Demonstrationen und Kundgebungen im Jänner und Februar.
Der Vizepräsident der Ärztekammer und Bundeskurienobmann niedergelassene Ärzte, Johannes Steinhart, verteidigte bei einer Verteilaktion in Wien die Maßnahmen. Dass die genannten Beispiele zu drastisch sind, findet er nicht. Die Gesundheitsversorgung bestehe aus den genannten Elementen und da die Versorgung durch die Reform gefährdet werde seien diese Formulierungen zulässig. Um gehört zu werden, seien deutliche Signale und eine plakative Darstellung nötig.
Auch dass die Ärzte nur ihre eigenen Interessen und nicht jene der Patienten vertreten, wies Steinhart zurück. Die Verteidigung einer guten Gesundheitsversorgung sei auch im Interesse der Patienten, ebenso die Forderung nach 1.000 zusätzlichen Kassenstellen.
Die praktisch von allen Seiten auf die Ärztekammer einprasselnde Kritik nimmt der Vizepräsident "gelassen entgegen". Er erwarte keine emotionale Verstimmung sondern Gespräche, meinte Steinhart.
Und Gespräche mit der Politik hat es am Mittwoch auch bereits gegeben. Nach Angaben Steinharts wurde die Spitze der Ärztekammer von Vizekanzler Michael Spindelegger und Finanzministerin Maria Fekter (beide ÖVP) sowie von Staatssekretär Josef Ostermayer (SPÖ) zu Unterredungen empfangen. Ostermayer forderte nach Angaben seiner Sprecherin die Ärzte auf, ihre "hetzerischen Methoden" zu beenden. Er sprach von einem für die Ärzteschaft "unwürdigen Verhalten". Die Ärzte hätten Ostermayer als SPÖ-Regierungskoordinator ihre Wünsche übergeben. Der Staatssekretär werde sie aber erst dann weiterleiten und sei erst dann zu konstruktiven Gespräche bereit, wenn die Ärzte ihre Polemik beenden, erklärte seine Sprecherin.
Aus der ÖVP hieß es nach dem Gespräch mit Spindelegger und Fekter, die Einbindung der Ärzteschaft sei wichtig. Es sei aber klar, dass die Gesundheitsreform kommen müsse.
Vonseiten der Ärztekammer wurden die Gespräche als "sachlich" beschrieben. (red/APA, derStandard.at, 5.12.2012)
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Moderne Gesetze für die Pflege- verhindert weil das Primat gilt Ärzte ordnen an auch wenn sie keine Ahnung haben.
Moderne und sparsame Nutzung von Befunden andererer Ärzte siehe ELGA - verhindert!
Arbeitzeitregelungen für Angestellte Ärzte - verhindert weil dann Privatordinationen nich möglich wären , dafür erhält der Patient einen Arzt der am Zahnfleisch geht für seine Behandlung.
Die Frechheit ist dabei dies alles wird uns als Maßnahme für unser Patientenwohl verkauft!
Dabei sind es nur Bestrebungen zur maximalen Geldeintreibung für die Ärzte.
- ist für mich vollkommen klar.
Gesundheitsdaten gehören einheitlich gespeichert und müssen für den Bedarfsfall auch einfach abrufbar sein.
Das ganze Gemurkse mit in Papierform mitzubringenden Bescheiden, Impfass, Röntgenbildern, etc ist in der digitalen Welt jenseitig und eine beständige Quelle von Fehlern und unnötigen Arbeitswiederholungen.
Die ÄK sollte konstruktiv an der Gestaltung von ELGA mitarbeiten und nicht versuchen auf dem Rücken der Patienten "beleidigter oberster Medizinmann" zu spielen.
a) bin ich dauerpatient, dann habe ich meinen arzt/meine ärzte und die haben meine krankengeschichte. muss ich den arzt wechseln, habe ich meine befunde die ihm dem geben kann.
b) muss ich wegen eiens akuten problems ins kh bringen mir ältere befunde herzlich wenig, es muss ein komplette anamnese plus labor gemacht werden
c) der unfall: dort bringt elga sowieso nichts, weil weder zeit noch internetverbindung vorhanden,, um elga aufzurufen
elga hilft der softwarefirma, die das entwickelt, ist ein sicherheitsrisiko (alle gesundheitsrelevanten infos in einerm system) und führt über kurz oder lang zum gesetzlich legitimierten missbrauch meiner daten durch behörden bzw. arbeitnehmer.
Wenn Ärzte streiken! ;-)
http://uhrforum.de/attachmen... streik.jpg
Unglaublich wieviele Poster hier ihren Neid kundtun und dabei gar nicht bemerken, dass Einsparungsmaßnahmen über kurz oder lang auf ihre eigenen Kosten (im wahrsten Sinne und gesundheitlich) gehen werden. Hauptsache die Ärzte bzw. die Ärztekammer verliert Geld, Einfluss und Prestige, das ist sowas von kurzsichtig. :-/
Da ist nirgends Neid, nur diese Intitution hat soviel Präpotenz , Nepotismus und Egoismus in sich vereinigt, daß man ihr derzeitges emphatisches Eingehen auf Patientinteressen nicht glauben kann.
Die Funktionäre sind geborene Egoisten.
Am Medizinalsystem verdienen die Ärzte inzwischen am wenigsten. Pharma-Elektro -und Elektronikindustrie von Siemens bis Toshiba von Kretz bis Hitachi, Firmen wie Dräger die die bei
Frau Rauch Kallat so beliebten Grippemasken und Narkosegeräte liefern, Baumeister, Installateure EDV Anlagenbauer etc.Tausende Angestellte in den Spitälern Ein immens angewachsener Verwaltungsbeamtenapparat der sich immer mehr als Nutznieser des Systems erweist und immer mehr die Arbeit der Ärzte definiert ohne selber in irgend einer weise produktiv zu sein. Also stellt euch nicht dümmer als ihr seid und schaut mal wer zb an ELGA verdient und wer dafür Lobbying betreibt. Von der Exgesundheitsministerin bis in die Patientenanwaltschaft reichen die Kontakte.
etwa 10% der kassenausgaben gehen für ärztehonorare drauf. da hängen aber auch die einkommen der vielen ordinationshilfen, die technischen und radiologischen assistentinnen, die physikotherapeuten dran.
wenn sie da einsparen wollen, wird es erstens ihre kassenbeiträge nicht verringern, und zweitens werden sich auch unsere angestellten bei ihnen schön bedanken für die lohnkürzung, die sie grade fordern.
Anhand der jüngsten Entwicklung rund um die VDS ergibt sich ein zunehmend klares Bild, was von ELGA tatsächlich zu halten ist.
Wird wohl wie bei den Vorratsdaten kein Jahr dauern, bis Versicherungen, Arbeitgeber, Banken etc. darauf Zugriff erhalten. Und die USA werden doch wohl auch etwas damit anfangen können.
Wer jetzt noch Argumente gegen ELGA braucht, sollte einfach beim Artikel zur VDS vorbeischauen. Diese Politiker, die da hinter verschlossenen Türen verhandeln, wissen ganz genau, warum sie das nicht in der Öffentlichkeit tun.
Wer die Regierung mit ihrem ELGA-Wahnsinn auch jetzt noch unterstützt, kann seine komplette Gesundheitsakte gleich freiwillig auf Facebook veröffentlichen.
PS: Same shit auch bei den Smart-Metern.
ja: die övp hat das ja vor ein paar jahren schon angeregt.
der vorschlag das arbeitgeber zugriff auf elga haben sollten kommt immer wieder interessanterweise aus dem bauernbund.
auf der anderen seite stehen die scheinbar zu 100% schwarzen ärzte mit einem interessanten anti-elga argument: mit elga verdienen sie weniger geld ? wieso ? :wie sich in der fernsehdiskussion herauskristallisiert hat: weil ärzte dann nicht mehr ungerechtfertigte leistungen verrechnen können uns sich das negativ aufs einkommen auswirkt. ich dachte ich hör nicht richtig. aber insgesamt eine interessante situation. vielleicht findet die övp noch eine lösung einerseits das kriminelle potential der ärzteschaft zu fördern und andererseits doch die privatsphere aufzugeben
sind irgendwie ein bissi grauslich worden...
ich weiß nicht- vielleicht hatte ich und mein umkreis pech aber: es dauert in wien jahre einen vernünftigen hausarzt zu finden....
-ich finde seit dem es die leistungsinformation seitens der kassa gibt auf jedem einzelnen zettel illegal verrechnete posten...
-ich warte bei fachärzten ewig und wenn ich drannkomme schreibt mir der arzt/ärztin einen wisch im stehn ohne mich anzuschaun...letztens hab ich gesagt: ich warte seit 3 stunden -sie bekommen 50euro von der kassa und ich will das sie sich jetzt wenigstens 2min zeit nehmen um meinen ausschlag anzusehn: ergebnis: man hat mir mitgeteilt das ich hier nicht behandelt werde- ich soll gehn
- wenn etwas ein bissi komplizierter ist als ne erkältung wird man überwiesen und im kreis geschickt- entweder weil der arzt nur für grippe ausgeildet wurde- oder weil etwas behandlungsintensiveres zu wenig geld reinspült was ich eher glaube...
in gesellschaftspolitischen fragen muss man die ärztekammer manchmal mit der industriellenvereinigung verwechseln
und das gejammere das man so wenig geld bekommt find ich ein bissi dreist angesichts der tatsache das eine durchschnittliche ordination anscheinend einen reingewinn von 12000 euro im monat macht...
insgesamt denk ich können wir uns unseren sozialstaat nicht mehr leisten- nicht weil die halbe bevölkerung ihn ausnutzt- sondern weil das die ärzteschaft tut...
Sympathie verspielt...
so sieht es aus.
und auf die sympathie von ihrem schlag kann ich ohnehin verzichten. leute mit ihrer haltung uns gegenüber sehen natürlich ihre vorurteile bestätigt, aber wenn sie als patient annähernd ähnlich auftreten wie hier, wird sich kein arzt finden, der mit ihnen einen tragfähigen behandlungsvertrag eingehen kann.
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