Maßvolles Training positiv für Sexualität

Exzessives Training und Hochleistungssport kontraproduktiv - Sportärzte: "Moderates Training schützt das Herz, aber auch die Potenz"

Kaprun - Bewegung beugt nicht nur vielen Krankheiten vor. Sportliche Betätigung wirkt sich auch positiv auf die männliche und weibliche Sexualität aus. "Ausdauersport in Maßen ist extrem gut für die Durchblutung und beugt damit auch Potenzstörungen vor", erklärte Markus Margreiter, Urologe am AKH Wien, in einem Vortrag zum Thema "Sport und Sexualität" bei der Sportärztewoche in Kaprun.

Der Mediziner hat eine ganze Reihe von aktuellen Studien zum Thema durchforstet. Sport wirke sowohl auf der organischen Ebene als auch für die Psyche positiv. "Moderates sportliches Training schützt das Herz, aber auch die Potenz", verwies Margreiter auf die durch Sport verbesserte Durchblutung und die damit verbundene Stärkung der Blutgefäße.

Vier bis fünf Stunden Bewegung pro Woche

Sport beeinflusst aber auch den Hormonhaushalt - die positive Wirkung der Glückshormone, die beim Training entstehen, ist bekannt. Eine Studie an der Medizinuniversität Wien hat gezeigt, dass Trainingseinheiten, bei denen pro Woche rund 3.000 Kilokalorien verbrannt werden, das Impotenzrisiko der 45- bis 60-Jährigen dauerhaft um 83 Prozent senkt. "Diesen Effekt sieht man auch bei jüngeren Männern", sagte der Urologe. Die 3.000 Kilokalorien entsprechen etwa vier bis fünf Stunden Bewegung pro Woche.

Wichtig sei ein moderates Training. "Sowohl Hochleistungssport als auch extreme Spitzenbelastungen wirken sich negativ auf die Hormone aus", warnte Margreiter: "Bei Extremsportlern sinkt der für die Sexualität des Mannes wichtige Testosteronspiegel."

Sport wirkt sich auch auf die Fruchtbarkeit der Frau positiv aus. Der Urologe verweist auf eine kürzlich publizierte Untersuchung, die ergab, dass sportlich aktive Frauen schneller schwanger werden als Bewegungsmuffel. Aber auch hier gilt: Hochleistungssport ist kontraproduktiv.

Ebenso stark wie auf der organischen wirkt Sport auf der psychischen Ebene. Körperliche Betätigung steigert laut Studien bei Männern und Frauen das sexuelle Verlangen. Bewegung hat dabei auch Einfluss auf die Selbstwahrnehmung. Frauen wie Männer, die Sport treiben, fühlen sich besser - unabhängig davon, ob sie dick oder dünn sind. Und nicht zuletzt ist Sport ein probates Mittel zum Stressabbau - und das hat wiederum positiven Einfluss auf Durchblutung, Hormonproduktion und das vegetative Nervensystem. (APA, 5.12.2012)

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10 Postings
wie misst man so etwas denn bitte?

na super.
wieder mal die rechnung ohne den wirt gemacht.
da trainiere ich also 4 mal die woche, kann dann statistisch gesehen 5 mal so häufig theoretisch doch, was die faktische häufigkeit rangelassen zu werden genau um 0% erhöht, die frustrierten bemühungen aber verfünffachen würde.
und dann soll ich mich besser fühlen?

tja...auch die über 60-jährigen profitieren davon...

diese erkenntnisse sind nicht neu...als eine der besten übungen zu diesen thema betrachte ich die tiefe kniebeuge, bei der der beckenraum besonders stark durchblutet wird und starke beine sehen einfach geil aus. für couch-potatos reicht natürlich viagra oder sonstiges zeug

welch unfassbare neuigkeiten !!

...common sense

fast

common sense ist es nur für Leute, die den Effekt kennen...

mfg

jo, man sieht's auch an den sportlichen aktivitätsniveaus hierzulande...

Na da sind ja unsere Londonteilnehmer wahre Sexkanonen.
In ein paar Monaten haben wir dann die echten österreichischen Resultate der olympischen Spiele, Herr Darabos.

Nix geht über Umfänge! Und Sex nur an Belastungstagen damit die Regeneration nicht leidet.

Denn für echte Athleten gilt: Superkompensation vor Potenz!

Wenn man

in diesem Artikel "Training" durch "Hobeln" ersetzt, macht das irgendwie mehr Sinn...

Sportwi(XX)en

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