Größte Frau der Welt in China gestorben

Tumor löste bei Yao Defen krankhaftes Wachstum aus

Peking - Die bisher größte Frau der Welt ist tot. Die 2,36 Meter große Chinesin Yao Defen starb schon vor drei Wochen im Alter von nur 40 Jahren in ihrem Heimatort Shucha in der ostchinesischen Provinz Anhui, berichtete die örtliche Zeitung "Xin'an Wanbao". Der Frau ging es seit Jahren gesundheitlich schlecht. Ein Tumor an der Hirnanhangdrüse hatte das krankhafte Wachstum ausgelöst.

Mit 15 Jahren war Yao Defen bereits über zwei Meter groß. Als Jugendliche lernte sie Basketballspielen. Als sie dabei einmal ohnmächtig wurde, wurde bei Untersuchungen ein Hirntumor festgestellt, der eine Überproduktion von Wachstumshormonen auslöste.

Nach schwerem Sturz bettlägrig

Nach mehreren Operationen - die letzte 2006 in Shanghai - ging es Yao Defen zunächst längere Zeit recht gut. "Sie konnte gehen, solange sie einen Stock hatte. Sie konnte Kleider waschen und zu Hause kochen", berichtete ihre Mutter Wei Xianying der "Xin'an Wanbao". 2009 zog sich Yao jedoch bei einem Sturz schwere Kopfverletzungen zu. Sie überlebte, war seither aber bettlägerig. "Unser Mädchen lag seit drei Jahren im Bett, kam nicht mehr hoch."

Ihr schweres Schicksal habe Yao Defen tapfer ertragen. "Sie erwähnte niemals das Wort Tod", berichtete die Mutter. "Sie sagte, sie könne ein hohes Alter erreichen, und bat mich, mir keine Sorgen zu machen." Am Morgen des 13. November stellte die Mutter fest, dass ihre Yao nicht einmal mehr sprechen konnte. Auch die Atmung war sehr schwach, wie das Blatt schrieb. Kurz darauf starb Yao Defen.

"Sie war immer hart im Nehmen", sagte ein Dorfbewohner der Zeitung. "Ich hätte nicht gedacht, dass sie so jung sterben würde." Allerdings war früh klar, dass Yao Defen wie viele andere krankhaft große Menschen nur eine geringe Lebenserwartung hatte. Während ihre Größe in chinesischen Medienberichten immer mit 2,36 Meter angegeben wurde, nennt das Guinness-Buch der Rekorde 2,33 Meter. Zuletzt sei sie aber zu schwach gewesen, um gemessen zu werden. (APA, 5.12.2012)

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