Zumtobel erleidet Gewinneinbruch

5. Dezember 2012, 08:33

Der Konzernumsatz ging nur leicht zurück, dafür sankt der Periodengewinn um knapp 43 Prozent

Bregenz/Wien - Der börsenotierte Vorarlberger Leuchtenhersteller Zumtobel leidet unter dem schwachen Konjunkturumfeld und hat im ersten Halbjahr 2012/13 einen Gewinneinbruch hinnehmen müssen. Das Periodenergebnis verringerte sich heuer zwischen Mai und Oktober um 42,3 Prozent auf 19,8 Mio. Euro. Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT) sank von 43,6 auf 32,7 Mio. Euro, die EBIT-Marge ging von 6,5 auf 5 Prozent zurück, wie aus der Ad-hoc-Mitteilung des Unternehmens hervorgeht. Der Konzernumsatz fiel nur leicht um 1,3 Prozent auf 658,1 Mio. Euro.

Für das Gesamtjahr hält der Vorstand den Angaben zufolge an seinen Zielen fest, den Gruppenumsatz und die bereinigte EBIT-Marge gegenüber dem Vorjahr zu verbessern. Im Geschäftsjahr 2011/12 hatte Zumtobel Verkaufserlöse in Höhe von 1,28 Mrd. Euro und eine EBIT-Marge von 2,7 Prozent erwirtschaftet. Die zunehmend schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen - vor allem in Europa - würden die Zumtobel-Gruppe voraussichtlich auch in den kommenden Quartalen begleiten. Die Visibilität sei gering, die Planungsunsicherheit nehme weiter zu.

Angesichts der erschwerten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sei bereits eine Reihe von Maßnahmen eingeleitet worden, um die Kostenstrukturen "zeitnah und konsequent an die Marktnachfrage anzupassen", teilte das Management mit. "Die ersten positiven Effekte dieser Maßnahmenpakete werden bereits im zweiten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres sichtbar sein", kündigte Zumtobel-CEO Harald Sommerer an.

Die Eigenkapitalquote des Konzerns habe sich seit Ende April von 35,8 auf 36,9 Prozent verbessert. Die Nettoverbindlichkeiten seien seit Beginn des Geschäftsjahres um 2,2 Mio. auf 139,2 Mio. Euro gesunken - im Vorjahr hatten sie noch 188,6 Mio. Euro betragen. Das Gearing (Nettoverschuldungsgrad) verbesserte sich im Verlauf des ersten Halbjahres von 38,2 auf 36,2 Prozent. Die Zahl der Mitarbeiter nahm gegenüber dem Vorjahresstichtag (31. Oktober 2011) von 7.456 auf 7.517 Vollzeitkräfte (inklusive Leiharbeiter, ohne Lehrlinge) zu, seit dem Ende des ersten Quartals 2012/13 (Ende Juli) verringerte sich der Personalstand um 70 Arbeitnehmer. (APA, 5.12.2012)

Share if you care
Posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.