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Wien - Der Morzinplatz wurde kürzlich als Standort für das Wien Museum ausgeschieden. Die Entscheidung fällt also zwischen dem Karlsplatz und dem Hauptbahnhof. Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SP) hatte zwar versprochen, den Entscheidungsprozess transparent zu gestalten; Informationen über den gegenwärtigen Stand der Dinge erhält man aber keine: Laut seinem Büro gäbe es nichts Berichtenswertes.
Wie berichtet, plädiert Wolfgang Kos, Direktor des Wien Museums, für den bisherigen Standort, eben den Karlsplatz. Das Gebäude, zu klein und nicht mehr besucheradäquat, solle eine unter- und oberirdische Erweiterung bekommen. Mailath-Pokorny hingegen kämpft um den Standort Hauptbahnhof: Das Museum könnte in eine Immobilie der Erste Bank einziehen.
Eine Entscheidungshilfe sollte eine nicht öffentliche Enquete mit 40 Fachleuten bilden, die am 16. Oktober stattfand. Gerüchteweise hätten sich mehr als zwei Drittel, darunter Max Hollein, für den Standort Karlsplatz ausgesprochen. Das Büro von Mailath-Pokorny übermittelte dem Standard weder eine Liste der Redner noch eine Zusammenfassung.
Klar ist nur, dass der Stadtrat die Entscheidung zusammen mit den anderen Parteien treffen will. Isabella Leeb, Kultursprecherin der Wiener VP, findet die Vorgangsweise gut: "Das ist ein teures Zukunftsprojekt, das von allen mitgetragen werden muss." Gegenwärtig werden die beiden möglichen Standorte von Architekturbüros noch einmal geprüft: Querkraft beschäftigt sich mit dem Hauptbahnhof, Kuehn Malvezzi (Berlin) mit dem Karlsplatz.
So lange die Ergebnisse nicht vorliegen, will Leeb keinen Standort präferieren. Klaus Werner-Lobo hingegen, Kultursprecher der Grünen, bevorzugt den Karlsplatz: "Ein Wien Museum muss ein öffentlicher Ort sein - für alle Wiener und nicht nur für kulturinteressierte Menschen, die sich eine Ausstellung anschauen. Dafür ist der Karlsplatz weit besser geeignet." Für Erheiterung sorgt im Rathaus, dass auch SP-Kultursprecher Ernst Woller für den Karlsplatz ist - und damit auf Konfrontationskurs zu seinem Parteikollegen Mailath-Pokorny gehe.
Die endgültige Entscheidung soll, wie der Standard erfuhr, noch in diesem Jahr fallen. (Thomas Trenkler, DER STANDARD, 5.12.2012)
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Welche "Immobilie der Erste Bank" beim Hauptbahnhof ist gemeint?
Was soll dann am Standort Karlsplatz passieren, wo das Museum derzeit ist? Gibt's vielleicht zahlungskräftige Interessenten für diesen Standort - mal wieder eine Bank oder Versicherung?
http://images.derstandard.at/2012/05/2... 356832.jpg
wobei mich die aussage "immobilie der erste bank" aber etwas irritiert, da der campus der EB bzw. EG eigentlich nördlich der canettistraße liegt, die im bild hervorgehobene immobilie allerdings südlich...
kann aber natürlich sein, dass die EB auch die flächen südlich erworben hat.
Das wäre dann wohl in dem Neubaugebiet dort.
Das heißt die Bank hat Immobilien oder Grund auf dem sie nun bauen lässt gekauft, wobei sie den Grund/die Gebäude selbst garnicht (mehr?) braucht und die Immobilie der Stadt für das Museum andient - also verkaufen oder vermieten will?
Eine ziemlich schräge (Geschäfts-)Konstruktion. Wozu der Umweg über die Bank (die Frage richtet sich v.a. an die Verantwortlichen)?
offenbar hat sich die erste massiv im bereich des quartier belvedere eingekauft:
http://www.simmoag.at/uploads/m... ere_01.jpg
die fläche südlich der canettistraße wurde lt. link von der immorent erworben
insofern auch möglich, dass die immorent dort gebäude errichtet, die sie verleast.
durchaus möglicher hintergrund ist, dass man sich flächen für eine evtlle. erweiterung der konzernzentrale freihalten möchte.
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