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Madrid/Barcelona/Bilbao - Der spanische Bildungsminister Jose Ignacio Wert hat mit einer geplanten Schulreform heftige Proteste in Katalonien und im Baskenland ausgelöst. Der Plan sieht vor, dass die spanische Sprache im ganzen Land auf allen Stufen des Schulsystems in ausreichendem Umfang unterrichtet werden muss.
Die katalanische Regionalregierung bezeichnete den Plan als den schärfsten Angriff auf das Katalanische seit Jahrzehnten. Sie kündigte am Dienstag an, sie werde sich an das geplante Gesetz nicht halten. In Katalonien im Nordosten Spaniens hat das Katalanische - eine eigene romanische Sprache - an den Schulen Vorrang vor dem Spanischen.
Die Regierung des Baskenlands kündigte eine Klage vor dem Verfassungsgericht an. Sie sieht in der Reform einen Eingriff des Zentralstaats in die Belange der Regionen. Im Baskenland können die Eltern auswählen, ob ihre Kinder überwiegend auf Spanisch oder auf Baskisch unterrichtet werden.
Die geplante Reform soll die Regionalregierungen dazu verpflichten, private Einrichtungen zu finanzieren, falls die staatlichen Schulen keinen ausreichenden Spanisch-Unterricht anbieten. Das Vorhaben muss noch vom spanischen Kabinett und vom Parlament verabschiedet werden. (APA, 4.12.2012)
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"Der Plan sieht vor, dass die spanische Sprache (...) in ausreichendem Umfang unterrichtet werden muss"
Falsch! Der Plan sieht vor, dass IN spanischer Sprache unterrichtet werden muss, und zwar in einem festgelegten Ausmaß.
Dasselbe gilt für: "... falls die staatlichen Schulen keinen ausreichenden Spanisch-Unterricht anbieten."
Die Polemik ist nicht dahingehend, dass es an öffentlichen Schulen (die der Regionalregierung unterstehen, also nicht direkt dem Staat) zu wenig Spanisch-Unterricht gibt, sondern, dass der Unterricht in den anderen Fächern teilweise ausschließlich in der Regionalsprache stattfindet.
Vom Standard, der den Anspruch erhebt, ein Qualitätsmedium zu sein, würde ich mir bessere Recherche erwarten.
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