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Und als Ergänzung designte Yoko Ono ein Suspensorium samt blinkendem LED-Licht. John Lennon fühlte sich sicherlich geschmeichelt.
Es gehört zu den großen Fragen der Popgeschichte, was letztendlich zur Auflösung der Beatles geführt hat. Bisher war man davon ausgegangen, dass Solo-Projekte und musikalische Differenzen das Auseinanderdriften der Pilzköpfe befördert haben, wobei auch immer wieder über die Rolle Yoko Onos spekuliert wurde. Ja, manche behaupten, sie sei der wahre Grund, dass die Beatles auseinanderbrachen. Diese These bekommt jetzt neue Nahrung. Vergangene Woche stellte Ono in New York nämlich eine Kleiderkollektion vor, die auf Skizzen zurückgeht, die sie John Lennon 1969 zum Hochzeitsgeschenk machte.
"Ich war völlig begeistert davon, wie großartig mein Mann aussah", erklärte sie, "ich hatte das Gefühl, es sei eine Verschwendung, wenn wir es nicht schaffen, Kleidung zu kreieren, die seinen sexy Körper betont." Also entwarf sie transparente Tops, unter denen sich jedes Härchen auf Lennons Luxuskörper abzeichnete, sie skizzierte Hosen, deren Schritt von überdimensionalen Handflächen geziert wird und deren Hinterteil durchsichtig ist. Und als Ergänzung designte sie ein Suspensorium samt blinkendem LED-Licht. John Lennon fühlte sich sicherlich geschmeichelt. Wie die anderen Bandmitglieder auf die Kollektion reagierten, wissen wir nicht. Vielleicht wollte Ono auch sie in die, äh, sexy Outfits stecken. Sicher ist nur: Kurze Zeit später löste sich die Band auf. (Stephan Hilpold, Rondo, DER STANDARD, 7.12.2012)
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