Falschaussage bei Doping-Prozess

4. Dezember 2012, 18:21

Prozess gegen Walter Mayers Ehefrau erneut vertagt

Salzburg - Ein Dopingfall aus dem Jahr 2005 beschäftigte am Dienstag das Salzburger Landesgericht: Die Ehefrau des Ex-ÖSV-Langlauftrainer Walter Mayer steht wegen Falschaussage vor Gericht. Sie soll vor den Beamten der Soko Doping im April 2009 ausgesagt haben: Sie habe dem damaligen Radprofi Georg Totschnig bei der Tour de France 2005 persönlich einen Blutbeutel zum Doping übergeben, den sie selbst mit dem Auto von Wien nach Frankreich gebracht habe.

Bei dem Prozess gegen Totschnig erklärte Mayer aber, die Aussage nie gemacht zu haben. Totschnig wurde daraufhin vom Vorwurf der falschen Zeugenaussage freigesprochen.

Die Frau erklärte sich geständig falsch ausgesagt zu haben. Aber die Einvernahme sei nicht zulässig, da sie sich unter Druck gesetzt gefühlt habe. Die Angeklagte sei nicht über ihre Rechte und Pflichten als Zeugin informiert worden und das von der Soko Doping angefertigte Protokoll entspreche nicht der Aussage, betonte ihr Anwalt Robert Morianz. Etwa würden Namen und Adressen in dem Protokoll stehen, die seine Mandantin nicht einmal kenne.

Am Dienstag wurden die zwei Polizisten der Soko Doping befragt, um zu klären wie das zweiseitige Protokoll bei der dreistündigen Einvernahme der Frau zustande gekommen sei. Beide Polizisten beteuerten der Angeklagten nichts in den Mund gelegt zu haben. Im Protokoll stehe grundsätzlich die Aussage der Frau. Die Länge der Vernehmung sei auf ihre "Gedankenpausen" zurückzuführen, erklärten die Beamten.

Der Prozess wurde erneut auf Februar vertagt, da die als Zeugin geladene Staatsanwältin des Ermittlungsverfahrens, die bei der Vernehmung dabei war, nicht bei Gericht erschien.

Der Ehemann der Angeklagten Walter Mayer wurde im August 2011 in Wien wegen zahlreicher Verstöße nach dem Anti-Doping-Gesetz und dem Arzneimittelgesetz zu 15 Monaten teilbedingter Haft verurteilt. Er meldete Berufung an. (Stefanie Ruep, DER STANDARD, 5.12.2012)

wer glaubt, dass totschnig bei seinem ax3domains etappensieg 2005 bei der TdF NICHT gedopt war, ist ein naiver träumer...

a sad fact!

ich glaube,

dass der tour-sieg sauber nicht möglich ist, bei einem etappen-sieg wär ich nicht so sicher. hier lässt man einen im gesamtklassement ungefährlichen fahrer einen vorsprung (den man mE auch sauber herausfahren kann), und kann hoffen, den vorsprung am letzten berg ins ziel zu retten.
verdächtig wirds dann, wenn das feld auch am letzten berg nicht näher kommt - wie im fall landis.

was hat sie wohl kassiert dafür, dass sie die Aussage "nie gemacht hat"? ;)

oder gemacht hat?

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