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Das ist kaum noch steigerungsfähig. Nach zwölf Jahren an der Spitze der CDU ist die deutsche Kanzlerin Angela Merkel nun auf dem Parteitag in Hannover mit knapp 98 Prozent wiedergewählt worden. Vor zwei Jahren waren es nur 90,4 Prozent gewesen.
Das Ergebnis hat selbst die sonst so nüchterne Merkel emotional kurz ins Wanken gebracht. Offensichtlich kann die CDU gar nicht genug von Merkel bekommen - was für diese natürlich ein recht angenehmer Zustand ist, erst recht, da sie 2013 zum dritten Mal nach 2005 und 2009 ins deutsche Kanzleramt einziehen will.
Überhaupt ist auf dieser dreitägigen Merkel-Show von vielen Superlativen die Rede. Es stimmt, die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist auch nach Jahren der Wirtschafts- und Finanzkrise niedrig, die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Jobs hingegen hoch. Es hat schon unangenehmere Ausgangspositionen vor einer Wahl gegeben.
Doch der Jubel, der Merkel entgegenschlägt, hat auch eine Kehrseite. Er übertönt die Stille hinter der CDU-Vorsitzenden und Kanzlerin. Denn wer genauer hinsieht und hinhört, der sieht auch die Probleme der Union.
Sie kommt in den Großstädten nicht mehr an, sie hat kein schlüssiges Konzept gegen Altersarmut, es ist unklar, wie sie ihre Energiewende schaffen will. Viele in der Partei verlassen sich mittlerweile zu sehr auf den Glanz von Merkel. Das aber ist das Gefährliche an Traumfrauen. (Birgit Baumann, DER STANDARD, 5.12.2012)
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Menschen, die zu lange an der Macht sind und alle parteiinternen Konkurrenten neutralisiert haben, verlieren mitunter die Bodenhaftung und halten sich leicht für unbesiegbar. Das ist dann der Anfang vom Untergang der Egomanen und derer die sich ihnen untergeordnet haben.
merkels innenpolitische arbeit ist (für eine konservative bzw. im gesamteuropäischen vergleich) einigermaßen passabel, finde ich.
ganz schrecklich ist hingegen ihre europapolitik, v.a. in den punkten, die die wirtschaftskrise betreffen. sie richtet gerade gemeinsam mit den banken und den ratingagenturen die EU zugrunde. deswegen gehört sie dringend abgewählt.
Eine einzelne hochgejubelte Politikerin oder Politiker ist immer gefährdet, ein wenig grössenwahnsinnig zu werden und in diesem Zustand dann vllt. auch zu wenig auf die Berater zu hören.
Frau Dr.Merkel ist wohl sehr intelligent und ich hoffe, sie bringt Europa nach vorne und nicht das Gegenteil.
Auch ich hoffe darauf, dass sie irgendwann aufhört, Europa mit ihrer Kleingeisterei und dem nationalchauvinistischen Geiz-Gehabe zu zerstören.
Wobei man angesichts ihrer offen zur Schau gestellten Unfähigkeit in Europafragen leider wirklich nur darauf hoffen kann, dass sie nicht noch viel ärgere Fehler macht als die Debakel bisher.
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