Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
vergrößern 500x414Die fossilen Spuren auf der Treppe zur Befreiungshalle in Kelheim ähneln den Fressspuren heute lebender Wattwürmer.
München - Geologen sind an unerwarteter Stelle auf die bislang ersten Spuren von urzeitlichen Wattwürmern in Bayern gestoßen: Die Forscher entdeckten die rund 100 Millionen Jahre alten Spuren des Wurms auf den Steinstufen zur Befreiungshalle im niederbayerischen Kelheim südwestlich von Regensburg. Die Experten sehen in dem Fund den Beweis, dass es in der Region einmal ein Meer gegeben hat. "Die Versteinerungen sind eindeutig mit den Spuren heute lebender Wattwürmer vergleichbar", sagte Roland Eichhorn, Chefgeologe des Landesamtes für Umwelt in Augsburg, am Dienstag. Solche versteinerten Wurmspuren seien noch nie in Bayern entdeckt worden.
Auf den Treppenstufen, die jährlich von tausenden Besuchern benutzt werden, sind die strahlenförmigen Fossilien mit einem Durchmesser von fünf Zentimetern im Grünsandstein zu sehen. Dabei handelt es sich um Fressspuren, wie sie auch heute lebende Wattwürmer hinterlassen, wenn sie sich in den weichen Schlamm nach unten vorarbeiten.
Der Fund sei ein Nachweis dafür, dass vor 100 Millionen Jahren an jener Stelle, wo heute Kelheim liegt, ein flaches Meer existierte. Damals bedeckte nährstoffreicher Schlick die Region. Als sich die sandigen Meeresablagerungen mit der Zeit verfestigten, wurden sie zu Sandstein. Die Steine aus den Steinbrüchen im Kelheimer Raum wurden zu einem begehrten Baumaterial für Prachtbauten wie die Befreiungshalle, die Residenz in München oder die Steinerne Brücke in Regensburg.
Die monumentale Befreiungshalle ist Mitte des 19. Jahrhunderts im Auftrag des bayerischen Königs Ludwig I. auf einem Hang in der Nähe des Donaudurchbruchs gebaut worden. Die Gedenkstätte soll an den Sieg in den Befreiungskriegen gegen Napoleon 1813 bis 1815 erinnern. In dem vom bayerischen Hofbaumeister Leo von Klenze konzipierten Gebäude stehen 34 Siegesgöttinnen, die mit vergoldeten Schildern an die verschiedenen Schlachten erinnern. (APA/red, derStandard.at, 04.12.2012)
Link
Bayerisches Landesamt für Umwelt: 100 Millionen Jahre alte Wattwurm-Spuren auf Steinstufen der Befreiungshalle in Kelheim entdeckt
Auswilderungsaktion im Mekong soll zum Erhalt von Cantors Riesen-Weichschildkröte beitragen
Heimische Forscher befassen sich mit den Rollen von Mikroben und Grasländern im globalen Kohelnstoffkreislauf
Jahresring-Experte erkannte Bedeutung einiger Baumstümpfe, die bei Bauarbeiten auf dem Abfall landeten
Werden zuckerhaltige Fressfallen eingesetzt, spricht Glucose bei den Insekten nach einigen Jahren Bitterrezeptoren an
Bengal-Tiger mit weißem Fell sind seit langem nur in Gefangenschaft anzutreffen - Genanalysen belegen, dass Missbildungen der Tiere nichts mit der Mutation zu tun haben
Maßnahme Spaniens zeigt offenbar Wirkung
In Böden heimischer Naturwälder findet sich eine tausendfache Vielfalt an Kleinstlebewesen - Bakterien und Pilze könnten auch für technische Anwendungen nutzbar gemacht werden
Zum Tauchen optimierte Flügel verursachen in der Luft hohen Energieaufwand
US-Forscher untersuchten Fossilien auf Muskelansätze und schlossen aus diesen auf die bevorzugten Bewegungen der Tiere
US-Forscher entdecken neue Prinzipien der Fortbewegung in Tunnelsystemen
Boku-Studie: Würmer im Boden und Artenvielfalt senken Schäden durch Schnecken um bis zu 60 Prozent
Mit dem schnelleren Verfahren lässt sich der genaue Familienstammbaum der Zellen auf einfache Weise rekonstruieren
Während sie anderswo gefährdet sind, gibt es in den Reservaten Südafrikas zu viele Elefanten - Mittlerweile hat man den Kühen bereits die Verhütung verordnet
500 Millionen Jahre alter Gliederfüßer nach Hollywoodstar benannt
Sender hat keinen Empfang, vermutlich bewegt sich "Herwig" derzeit in einem Funkloch
Die acht eigentlichen Mitgliedsländer nehmen sich der Ölverschmutzungen im Norden an
Knochen waren ein Jahrhundert lang verkannt worden - nun als neue Art identifziert
Maßnahme soll Regenwäldern zugute kommen
Forscher wollten feststellen, ob Regionen mit bedrohten und besonders schützenswerten Populationen auch ausreichend unter Schutz stehen
Freiburger Forscher untersuchten Proteine, die in einer Bakterienzelle die Struktur des Erbguts sichern
Moskitos, die keine Plasmodien in sich tragen, lässt der Geruch von Menschen dagegen eher kalt
Vorträge, Filmvorführungen, Labor- und Gartenbesichtigungen schon ab Mittwoch in Österreich
Indirekter Effekt: Grizzlybären verschmähen neue Fischart und konzentrieren sich verstärkt auf junge Wapitis - Dies könnte gesamtes Nahrungsnetz verändern
Symposium über "Synthetische Biologie" am Dienstag in Wien
Pumpende Bewegungen verschaffen den Straußenkorallen entscheidenden Vorteil gegenüber den gefährdeten Steinkorallen
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.