Tote Pensionistin in Salzburg war gefesselt und geknebelt

4. Dezember 2012, 18:52
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Fahndung nach zwei bis drei Verdächtigen

Köstendorf - In der Gemeinde Köstendorf im Salzburger Flachgau ist am Dienstagnachmittag eine alleinstehende Pensionistin offenbar einem Raubmord zum Opfer gefallen. Die 83-jährige Pensionistin wurde laut dem Leiter des Landeskriminalamts Salzburg, Albert Struber, gegen 15.00 Uhr von ihrer Hausärztin gefesselt und geknebelt in ihrem Einfamilienhaus mitten im Ort gefunden. Ein Fenster war eingeschlagen, die Haustüre versperrt.

"Der Spurenlage am Tatort nach dürfte es sich um einen Einbruch handeln. Eine Ärztin auf Hausbesuch hat am Nachmittag geläutet, als die Frau nicht aufmachte, hat sie das eingeschlagene Fenster entdeckt und sofort die Polizei alarmiert", so Struber. Die Beamten stiegen in das Haus ein und entdeckten im Wohnzimmer die Leiche der Frau. Für sie kam jede Hilfe zu spät, die Ärztin konnte nur noch den Tod der Pensionistin feststellen.

Verdächtige von Videokamera gefilmt

Wie die Frau zu Tode gekommen ist, war zunächst nicht klar. "Derzeit sind der Sprengelarzt und die Gerichtsmedizin vor Ort", sagte Struber. Im Zuge einer Großfahndung suchte die Polizei nach zwei bis drei verdächtigen Männern. Zwei Verdächtige dürften von einer Überwachungskamera gefilmt worden sein. Bei ihnen handelt es sich um mittelgroße Männer mit kurzen Haaren im Alter von rund 30 Jahren. Einer der beiden soll dabei mit einem auffallend blauen Anorak unterwegs sein.

Es ist aber unklar, ob sie tatsächlich mit der Tat etwas zu tun haben, hieß es. Die Polizei sperrte den Tatort großräumig ab. Am Nachmittag wurden auch mehrere Zeugen einvernommen. Beim Opfer soll es sich um die Witwe des ehemaligen Gemeindearztes handeln.

Parallelen zu Überfall vor drei Monaten

Die Tat zeigt Parallelen zu einem brutalen Raubüberfall im nahen Straßwalchen Anfang September. Damals wurde ein 80-jähriger, gleichfalls alleinstehender Mann von zwei bis drei unbekannten Tätern in seinem Bauernhaus schwer verletzt.

Einer der Räuber versetze dem Landwirt damals einen Stich in den Oberschenkel, dann fesselten die Täter ihr Opfer mit Klebeband und verklebten ihm den Mund. Dann durchsuchten sie das Haus, brachen einen Tresor auf und flüchteten. Der 80-Jährige konnte sich nach dem Überfall noch gefesselt 150 Meter zum Nachbarhaus schleppen. (APA, 4.12.2012)

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