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Der Mainzer Bischof Kardinal Karl Lehmann hat sich wegen der radikalen katholischen Website kreuz.net beschämt gezeigt. Dass erst die öffentliche Debatte sowie das Interesse des deutschen Bundeskriminalamtes und der Einsatz eines Berliner Verlages dem unheiligen Treiben des Portals ein Ende bereitet hätten, sei "für die Kirche beschämend", schrieb Lehmann in einem am Dienstag veröffentlichten Kommentar für die Bistumszeitung "Glaube und Leben". Das am Wochenende vom Netz genommene Hetzportal bleibt weiter offline.
"Wir haben es leider mit unseren eigenen Mitteln nicht geschafft", ergänzte er. "Darum danken wir allen, die zur Klärung beigetragen haben, auch wenn sie nicht Freunde der Kirche sind." Auch ein hessischer Priester des Bistums Mainz hatte nach Angaben der Diözese Texte für das Internet-Portal geliefert, das rassistische und homosexuellen-feindliche Beiträge veröffentlicht hatte. Das Bistum Mainz hatte den Geistlichen wegen des Kontakts Beschädigung der Kirche vorgeworfen, lässt ihn aber im Amt.
Die Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Volksverhetzung gegen die Betreiber der auf den Bahamas registrierten Internetseite. Auch die Staatsanwaltschaft Wien ermittelt, da es Mitarbeiter in Österreich geben soll. Die Website ist seit vergangenen Sonntag offline. (APA, 4.12.2012)
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