Stronach will Steakhouse-Kette aufbauen

Geschäfte mit Bio-Beef von eigener Farm in Florida

Ottawa/Washington/Wien - Der austro-kanadische Milliardär Frank Stronach hat nach seinem Rückzug aus der Unternehmensführung des Autozulieferers Magna nicht nur in der österreichischen Innenpolitik Ambitionen. Der 80-jährige Unternehmer will nun eine eigene Steakhouse-Kette mit Bio-Beef aufbauen, berichtete die kanadische Wirtschaftszeitung "The Globe and Mail". Zunächst sollen drei Restaurants "Adena Gourmet Grill" eröffnet werden. "Ich fange mal mit drei an, und hoffentlich werden es etwa 100", sagte Stronach der kanadischen Zeitung.

Weidetiere, keine Antibiotika

Das Fleisch für die Steakhäuser soll von Stronachs eigenen Rindern auf seiner Farm in Florida kommen und "biologisch" sein. Alle Rinder seien Weidetiere, es gebe "keine Hormone, keine Antibiotika", betonte Stronach. Geplant seien die ersten Restaurants in Aurora im kanadischen Ontario, wo der Magna-Sitz ist und Stronach einen Wohnsitz hat, im Gulfstream Park nahe Miami, wo Stronach eine Rennstrecke betreibt, sowie in Ocala in Florida nahe der Rinder-Ranch.

Das Steakhouse in Florida soll in 12 bis 18 Monaten eröffnen, heißt es auf der Homepage "Ocala.com". Die Sleepy Creek Lands LLC, eine von Stronachs Gesellschaften, habe bereits das Land für das Restaurant um 7,1 Mio. Dollar gekauft. Das Schlachthaus "Adena Springs" für die Rinder von Stronachs Ranch solle nächstes Jahr in Betrieb gehen.

Stronachs wirtschaftliche Pläne abseits der Autoindustrie waren bisher von unterschiedlichem Erfolg gekrönt: Während der von ihm 1957 gegründete Autozulieferer Magna heuer die 30-Milliarden-US-Dollar-Umsatzgrenze durchstoßen soll, schlitterte die Magna Entertainment (Wetten und Pferderennen) im Zuge der Wirtschaftskrise 2009 ins Insolvenzverfahren. Ende November musste das österreichische Business-Bedarfsflugunternehmen Jetalliance (ehemals Magna Air), wo Stronach Minderheitsaktionär ist, Insolvenz anmelden. (APA, 4.12.2012)

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