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Brüssel - Die Europäische Kommission hat am Dienstag eine neue Sicherheitsliste von Fluggesellschaften beschlossen, für die in der EU Flugverbote und Betriebsbeschränkungen gelten. Wegen "erheblicher Sicherheitsmängel" wurden alle in Eritrea zugelassenen Luftfahrtunternehmen in die Liste aufgenommen, teilte die EU-Behörde mit. Eine bessere Sicherheitslage in Mauretanien hingegen führten dazu, dass die Airlines aus diesem Land wieder von der Liste gestrichen wurden. Bei dem aktuellen Update handelt es sich übrigens um das 20.
Auch das jordanische Luftfahrtunternehmen Jordan Aviation wird nicht mehr in der Liste geführt. Fortschritte habe es weiters in Libyen gegeben, aber die libyschen Behörden stimmten der Regelung zu, dass libysche Unternehmen Flüge nach Europa erst dann wieder erlaubt werden sollten, wenn die Verfahren zur Neuzertifizierung zur Zufriedenheit der EU-Kommission komplett abgeschlossen sind.
Keine angemessenen Maßnahmen
Um Risiken zu vermeiden, sei eine Betriebsuntersagung gegen alle in Eritrea zugelassenen Luftfahrtunternehmen nötig gewesen. Die zuständigen Behörden Eritreas hätten auch, nachdem die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) einen Sicherheitsmangel gemeldet haben, keine angemessenen Maßnahmen getroffen, lautete die Begründung der EU-Behörde.
Die Kommission anerkennt auch die Reformanstrengungen von Behörden, die für die Sicherheitsaufsicht zuständig sind. Unter diesen Ländern sind etwa Aruba, Indonesien, Kirgistan, Madagaskar und Russland. Man sei bereit, die Reformen in deren Zivilluftfahrtsystem aktiv zu unterstützen, damit es nach weiteren Verbesserungen gelingt, Airlines von der Liste zu streichen. Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) wurde beauftragt, in mehreren Staaten technische Hilfsmissionen durchzuführen.
"Ich bin sehr zufrieden, dass ein Land und mehrere Fluggesellschaften von der Liste gestrichen werden konnten. Das ist ein bedeutender Fortschritt. Denn die Sicherheit muss immer an erster Stelle stehen, und wir können in diesem Bereich keine Kompromisse eingehen, daher die Entscheidung in Bezug auf Eritrea", erklärte der für Verkehr zuständige Vizepräsident der Europäischen Kommission, Siim Kallas. (APA, 4.12.2012)
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