200.000 Franken: Erste Eidgenössische Literaturpreise

Auszeichnungen gehen an acht Schreibende aus der Deutschschweiz, der Romandie und dem Tessin

Bern - Acht Schreibende aus der Deutschschweiz, der Romandie und dem Tessin sind am Dienstag in Bern mit den erstmals vergebenen Eidgenössischen Literaturpreisen ausgezeichnet worden. Die vom Bundesamt für Kultur verliehenen Auszeichnungen sind mit je 25.000 Franken (20.753,78 Euro) dotiert. Sie prämieren im laufenden Jahr erschienene belletristische Werke von Schweizer oder in der Schweiz lebenden Autorinnen und Autoren.

Von den deutschsprachig Schreibenden werden Irena Brezná für "Die undankbare Fremde", Arno Camenisch für "Ustrinkata", Thilo Krause für "Und das ist alles genug" und Matthias Zschokke für "Der Mann mit den zwei Augen" geehrt. In die Romandie gehen Auszeichnungen an Marius Daniel Popescu ("Les couleurs de l'hirondelle"), Catherine Safonoff ("Le mineur et le canari") und Frédéric Wandelère ("La compagnie capricieuse"), ins Tessin an Massimo Daviddi ("Il silenzio degli operai"). Da Camenisch auch romanisch schreibt, ist in der Auswahl auch der vierte Landesteil vertreten.

Einziger Debütant unter den ersten Trägern des Eidgenössischen Literaturpreises ist der in Dresden geborene, an der ETH Zürich forschende Wirtschaftsingenieur Thilo Krause. Catherine Safonoff, die heuer für "Le mineur et le canari" bereits für den renommierten französischen Prix Femina nominiert war, ist mit 73 Jahren die Doyenne unter den Preisträgern; doch auch die meisten anderen sind erfahrene Literaten - nur drei sind unter 50. (APA, 4.12.2012)

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