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Susanne Gmainer mit einem Modell ihrer Erfindung.
Wien - Für die Entwicklung einer neuen Brückenbautechnik erhält die Bauingenieurin Susanne Gmainer von der Technischen Universität (TU) Wien den Dr. Ernst Fehrer-Preis. Diese mit 8.000 Euro dotierte Auszeichnung wird jährlich für besondere technische Forschungsleistungen mit praktischer Anwendbarkeit vergeben. Gestiftet wurde die Auszeichnung von Rosemarie Fehrer, der Witwe des oberösterreichischen Erfinders und Industriellen Ernst Fehrer (1919-2000), sie wird den Preis auch am Mittwoch an der TU überreichen, teilte die Uni am Dienstag mit.
Gmainer ist es gelungen, in ihrer Dissertation an der TU Wien ein Klappbrücken-Verfahren bis zur Marktreife zu bringen. Bei dieser Technik werden zunächst die Brücken-Pfeiler aufgestellt, an denen die tragenden Beton-Elemente in senkrechter Position anliegen. Dann werden diese Elemente in eine waagrechte Position hochgeklappt, die Brücke muss schließlich noch fertig ausbetoniert werden. "Der große Vorteil dieser Technik ist, dass sie kostengünstiger ist als andere Methoden. Außerdem kann die Brücke, wenn die Betonteile entsprechend vorbereitet sind, in sehr kurzer Zeit errichtet werden", so Gmainer in einer Aussendung der TU.
Video: Youtube/TU Wien
Mit demselben Grundgedanken kann man auch Brücken bauen, die sich beliebig oft auf- und zuklappen lassen. Die Forschungsgruppe für Stahlbeton- und Massivbau entwickelte auch eine Klappbrückenvariante, die bei Bedarf fahrende Schiffe passieren lassen kann. "Das Besondere daran ist, dass der Klappvorgang mit sehr wenig Energie auskommt. Wir benötigen bloß eine solargetriebene Pumpe", so Gmainer, die demnächst von der TU Wien in die Privatwirtschaft wechseln wird. Seinen Praxistest wird das neue Konzept im kommenden Jahr haben: An der burgenländisch-steirischen Schnellstraße S7 sollen im Jahr 2013 vier Klappbrücken mit je 100 Metern Spannweite entstehen. (APA, 04.12.2012)
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TU Wien: TU stellt neuartige Klappbrücke vor
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