"Ohrenschmaus" an Rausch, Engfer und Wilhelm

Auszeichnung für Menschen mit Lernbehinderung wurde zum sechsten Mal vergeben

Wien - Der Literaturpreis Ohrenschmaus, eine auf Initiative des ÖVP-Behindertensprechers Franz-Joseph Huainig gegründete Auszeichnung für Menschen mit Lernbehinderung, wurde gestern, Montag, zum sechsten Mal vergeben. Die Kategorie "Lyrik" konnte Michael Wilhelm ("Kunst oder Lebenskunst") für sich entscheiden, in der Kategorie "Prosa" war Martin Rausch ("Drama") erfolgreich, in der Sparte "Lebensberichte" wurde Markus Engfer ("Zu zweit ist weniger allein") ausgezeichnet. Die Preise sind mit je 1.000 Euro dotiert. Der Sonderpreis 2012 ging an den 26-jährigen Julian Messner ("Werkzyklus").

145 Texte waren eingereicht worden, eine Jury (Heinz Janisch, Barbara Rett, Ludwig Kaher, Eva Jancak, Niki Glattauer und Andrea Stift) hatte die Auswahl getroffen. Es seien "Texte, die berühren, zum Nachdenken anregen und immer wieder überraschen", würdigte Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (V) laut Aussendung die Preisträger. Caritas-Präsident Franz Küberl freute sich, "dass der Literaturpreis Grenzen verschiebt, die Grenzen zwischen normal und behindert verschwinden, die Verständigung wächst und der Mensch als Mensch tritt in den Vordergrund - es geht um ihn und seine Sicht auf die Welt. Soviel Inklusion muss uns in anderen Lebensbereichen erst gelingen." (APA, 4.12.2012)

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