Kolumbiens Armee bombardiert FARC-Camp, 20 Tote

4. Dezember 2012, 10:41
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Luftangriff auf Guerillacamp an der Grenze zu Ecuador - Verhandlungen zur Beendigung des Bürgerkrieges gehen in die nächste Runde

Bogota- Bei einem Angriff der kolumbianischen Luftwaffe sind  mindestens 20 Mitglieder der FARC-Guerilla getötet worden. Wie ein ranghoher Armeevertreter am Sonntag mitteilte, zielte der Beschuss auf ein Camp der Guerillagruppe in Los Arrayanes, einer ländlichen Gegend in der Provinz Narino an der Grenze zu Ecuador. Der Angriff sei "gewaltsam" gewesen, und es werde mit "mindestens 20 Toten" gerechnet, sagte General Leonardo Barrero. Demnach ereignete sich der Angriff am Samstagmorgen Ortszeit.

Die Verhandlungen zur Beilegung des jahrzehntelangen Konflikts zwischen FARC und der kolumbianischen Regierung sollen am Mittwoch in Havanna wieder aufgenommen werden. Zum Auftakt der Gespräche in der kubanischen Hauptstadt am 19. November hatte die Guerilla eine einseitige Waffenruhe verkündet, an die sich die Armee aber nicht gebunden fühlt.

Präsident stellt Ultimatum

Am Mittwoch soll auf Kuba eine neue Verhandlungsrunde zur Beendigung des Bürgerkrieges beginnen. Vor Beginn der Gespräche signalisierte Präsident Santos, dass sich  die Regierung höchstens bis November 2013 mit der Guerilla treffen werde. Die FARC haben signalisiert, dass sie verhandeln wollen, bis eine Friedensvertrag unterzeichet ist.

In dem Konflikt wurden in Kolumbien Schätzungen zufolge bisher 600.000 Menschen getötet. Nach UNO-Angaben wurden zudem vier Millionen Menschen vertrieben. Drei vorherige Versuche, Frieden zu schließen, waren gescheitert. (red/APA, 4.12.2012)

  • Die kolumbianische Armee präsentiert in Tumaco sechs Leichen und diverse Materialien, die bei dem Angriff auf das FARC-Camp sichergestellt wurden.
    foto: epa/colombian army

    Die kolumbianische Armee präsentiert in Tumaco sechs Leichen und diverse Materialien, die bei dem Angriff auf das FARC-Camp sichergestellt wurden.

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