Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
vergrößern 1024x681Auf drei Etagen leben 250 Asylwerber in zwei Containerdörfern in den Zürcher Stadtteilen Leutschenbach und Altstetten.
vergrößern 1024x681Jede Einheit besteht aus vier bis fünf Wohnräumen, einem Sanitär- und einem Küchen- bzw. Aufenthaltsraum.
vergrößern 1024x681Zwei Schlafplätze sind in jedem Wohncontainer untergebracht.
Seit sich die Länder im Oktober beim Asylgipfel in Wien zur Aufnahme einer größeren Zahl an Asylwerbern verpflichtet hatten, stand stets auch deren Unterbringung in Wohncontainern zur Debatte. Eine "optimale Lösung" seien diese zwar nicht, erklärte Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP), denn "es geht um Menschen, die Anspruch haben, menschenwürdig untergebracht zu werden." Als Provisorium wären die Container aber durchaus denkbar.
Einige NGOs kritisierten diese Aussicht, durch die Container würde eine inexistente Krisen- und Notsituation inszeniert: "Die Verlegung der AsylwerberInnen aus Traiskirchen in Container signalisiert, dass in Österreich kein Platz mehr für Flüchtlinge vorhanden sei und soll wohl Flüchtlinge abschrecken nach Österreich zu kommen", kritisierte Anny Knapp von Agenda Asyl. SOS-Mitmensch-Sprecher Alexander Pollak nannte die Diskussion über ein solches Vorhaben "befremdlich" und die Containerlösungen "unmenschlich".
Weniger streng beurteilte die Initiative "Gegen Unrecht: Kinder gehören nicht ins Gefängnis!" die angedachte Quartiervariante: "Container, die zum Beispiel vorübergehend im Schul- oder Krankenhausbereich zum Einsatz kommen, können durchaus als Übergangslösung dienen."
So breit die Debatte in Österreich bisher geführt wurde, so gering ist hierzulande die praktische Erfahrung mit diesem Modell. In der Schweiz wurde ein ähnliches Projekt bereits im Sommer 2010 initiiert.
Nachdem das zeitweise leer stehende Hotel "Atlantis" in Zürich geräumt werden musste, sollten die zuständigen Behörden rasch eine Alternative für 250 Asylsuchende finden. In nur zwei Monaten wurde ein Containerdorf im Stadtteil Leutschenbach aufgezogen. Als Referenzobjekt diente das "Basislager" - gebündelte Ateliers in Containern zwischen Autobahn und Abstellgleisen. Hier findet die Kreativwirtschaft Zürichs vergleichsweise günstigen Arbeitsraum.
Rund 110 Asylsuchende leben nun temporär in den daran angelehnten Wohncontainern in Leutschenbach. Aus dem Innenhof führen Laubengänge zu den oberen Etagen der dreigeschossigen Containersiedlung. Pro Wohneinheit werden vier bis fünf der roten und orangefarbenen Container, ein Sanitär- und ein Aufenthaltsraum mit Küche zusammengefasst.
In jeder der zwölf Einheiten sind acht bis zehn Menschen untergebracht, teils Familien, teils Einzelpersonen. Die Raummodule "fügen sich zu einem bunten Puzzle zusammen, das die engen Verhältnisse nicht trist erscheinen lässt, sondern heiter und einladend wirkt", befinden die Sozialdemokraten in Zürich, die allerdings mit Hochbau- und Sozialdepartement auch direkt den beiden für das Projekt zuständigen Abteilungen vorstehen.
Auch wenn es kulturelle Reibungspunkte und typische WG-Probleme gebe, seien die Leute "grundsätzlich zufrieden hier; sie schätzen, dass die Siedlung neu und sauber ist", erzählt die Sozialarbeiterin Annette Zuniga von der Asylorganisation Zürich (AOZ) bei einem Lokalaugenschein der "Aargauer Zeitung". "Kein Problem", sagt eine Bewohnerin nüchtern über das Leben in der Containersiedlung.
Der "Tages-Anzeiger" besuchte das zweite große Containerdorf im Großraum Zürich. In Altstetten sind bis zu 140 Asylwerber untergebracht. Auch sie kümmern sich selbst um das Kochen und den Haushalt und sind in einem der Arbeitsintegrationsprogramme der AOZ beschäftigt.
Die Kritikpunkte der Asylwerber sind hier ähnlich wie in Leutschenbach: "Vergleichbar mit einer Wohngemeinschaft sind sowohl das Zusammenleben als auch die Probleme, die dieses mit sich bringt: Nicht selten beschwert sich ein Bewohner bei der AOZ, wenn die Nachtruhe nicht eingehalten wird, einer zu laut betet oder der andere seine Sachen herumliegen lässt." An den Eigenheiten der Container selbst gebe es aber nur wenig Kritik.
Laut AOZ-Direktor Thomas Kunz sei "kein tristes Barackenlager entstanden, sondern bei aller Einfachheit eine Siedlung, die auch eine gewisse Wohnlichkeit ausstrahle". Zwischen 2013 und 2015 sollen die Areale in Leutschenbach und Altstetten überbaut und aus dem temporären Containerdörfern fixe Asylquartiere werden. (mm, derStandard.at, 4.12.2012)
Landesrätin reagierte auf Bericht der "Bezirksblätter"
LH Peter Kaiser verspricht: Missstände im Asylheim Felsenkeller werden abgestellt
Zwei Asylwerberinnen aus Somalia verletzt
Laut Asylanwalt stellt sich die Frage nach unterlassener Hilfeleistung seitens der Quartiergeberin
In einem Kärntner Asylheim hat sich ein Flüchtling aus Protest gegen dortige Missstände den Mund zugenäht
Aufnahmestopp für Flüchtlinge in "quasi geografischen Sperrzonen"
Kritik an Quartieren, Dolmetscherprobleme, Arbeitsverbote und die Asylpolitik der EU standen im Zentrum der Proteste von Flüchtlingen in Wien. Vieles wurde zur Diskussion gestellt - Verbesserungen sind nur beschränkt zu erwarten
Kompromiss über EU-Eurodac: Polizei erhält Zugriff
Rechtsberater über die Unglaubwürdigkeitsfalle
Dörfler wies die Vorwürfe als "politisch gefärbten Bericht" zurück
"Menschenverachtende Bedingungen" für Asylwerber - Mit Wissen des Landes Kärnten - Empfehlung an Mikl-Leitner: Länder sollen Vereinbarung erfüllen
In Oberösterreich verhinderten Bürger die Schaffung von zwei Asylheimen. Aus Angst vor Ausländerhetze kippte das Land ein Projekt. Im steirischen Vordernberg stimmten 70 Prozent für ein Schubhaftzentrum.
Bei der Unterbringung von Asylwerbern hat Niederösterreich Nachholbedarf
St. Pölten und Klagenfurt sagen zusätzliche Quartiere zu - Andere Bundesländer holen auf
Vorarlberg lässt rechtsextreme Aktivitäten überprüfen
Nach dem versuchten Brandanschlag auf ein Flüchtlingshaus in Batschuns orten die Grünen Hinweise auf eine rechtsextreme Organisation. Die Polizei winkt ab
Abgeordneter sieht Organisation hinter der Tat - Exekutive bleibt bei ihrer Darstellung - Verdächtige wurden aus der Haft entlassen
Nach dem versuchten Brandanschlag auf ein Flüchtlingsquartier in Vorarlberg warnen Kenner der rechten Szene davor, eine politische Motivation der mutmaßlichen Täter auszuschließen
Männer machten laut Polizei zu Motiv bisher keine schlüssigen Angaben
Einer der beiden mutmaßlichen Täter hat Nazi-Tattoos
Polizei kündigt weitere Informationen für Dienstag an
Flüchtlinge verunsichert, Caritas erhofft rasche Klärung
In der Betreuungsstelle in Traiskirchen würden die Menschen nicht angehalten, deswegen habe die Volksanwaltschaft dort auch kein Kontrollrecht
Brandsatz gegen Hauswand geworfen - Polizei sucht Zeugen
Ackerl: "Um die 300 Plätze geschaffen"
Hallo zusammen.. wir arbeiten schon sehr lange an sozialen Zukunftsfragen unter anderem auch zum Thema wohnen und Wohnraum. Es würde uns freuen Unterstützer oder Firmen aus Österreich zu finden welche dieses Konzept gemeinsam mit uns hier in Österreich umsetzen wollen. Wir bedanken uns für eure Unterstützung. LG Alexander
http://socialmindfields.wordpress.com/2012/12/0... on-morgen/
http://www.schlingensief.com/backup/wi... hiv00.html
http://www.youtube.com/watch?v=CTykbcbRBYk
...hab mich schon gewundert, wieso die container so entsetzlich dargestellt werden. Da würde ich doch die TU bzw. die Angewandte beauftragen für ein Semesterprojekt sowas in verschiedenen Größen zu entwerfen.
nur bei großer hitze/kälte könnte es ev. herausfordernd werden. aber auch schulklassen werden bei schulrenovierungen über jahre in container gesteckt...
ich bin mir sicher viele asylwerber wären froh, wenn sie beim Auf-/Erstellen mithelfen dürften, lieber mal etwas Sinnvolles tun, als nur herumsitzen und warten.
und lieber selbstversorgung als von einem grantigem landgasthaus-besitzer irgendeinen fraß vorgesetzt zu bekommen.
sehe absolut keinen grund,der gegen eine solche unterbringung spricht...
und eine unterbringung für asylWERBER wird ja immer eine temporäre lösung sein,niemand ist ewig asylwerber-also auch der kritikpunkt zieht nicht...
ist sicher um längen besser als abgewohnte landgasthöfe...
es hat sogar ein wenig ikea- und bobo-flair; in einem der gässchen rund um den spittelberg würde das werk gar nicht auffallen...
die farbigen container haben ein bisschen was von minimalistischem und "open-space"-design, da gibt es weit schlimmeres.
... zwischen einem abgewirtschafteten Landgasthof oder dem oben abgebildeten Containerdorf, müssten Sie mich nicht zwei mal fragen.
Sicherlich keine Luxusherberge, aber ein sauberer und zweckmäßiger Ort, der alles bereitstellt, was man braucht. Mehr kann (und sollte) man wirklich nicht verlangen.
Laut Internet ist wohl fast alles möglich:
Die günstigste Lösung für kurze Lösungen ist wohl eine E-Heizung (besserer Heizstrahler), darüber hinaus gibt es aber auch viele andere Möglichkeiten: Gas-/Pellets-/Holz-Warmwasserzentralheizungen oder Gas-/Pellets-Holz-Warmwasserfußbodenheizungen (Heizmatten werden samt Aufbauboden in die Container gelegt.)
Ist wohl alle eine Frage des Zweckes und der Kosten...
rechts vom Türstock auf der linken Seite einen Flachradiator an der Wand zu erkennen. An der Wand darüber direkt unter der Decke dürften die Heizungsrohre verlegt sein.
Sieht für mich nach Zentralheizung mit Heizwasserkreislauf aus.
...auch so einen Container. Den stell' ich auf 2 ha Acker in 700 Meter, bau mir meine Nahrung selber an und glotz ansonsten nur noch blöd in die Gegend. Letzteres tu ich zwar eh schon, aber in der eigenen Blechbüchse macht es mehr Spaß.
du triffst den Nagel auf den Kopf..wir arbeiten genau an solchen Konzepten schon seit geraumer Zeit: Prefab mobile home & vertical gardenig systemen. Über dein Interesse oder deine Unterstützung würden wir uns freuen. PS: Es wäre schön wenn wir unser Konzept in Österreich mit heimischen Unternehmen zusammen umsetzen könnten..und die Wertschöpfung hier im Land bleiben würde! LG Alexander
http://socialmindfields.wordpress.com/2012/12/0... on-morgen/
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.