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Berlin - Entzündungsschmerzen sind die häufigste Form schmerzhafter Erkrankungen. Sie treten beispielsweise akut nach Operationen oder chronisch bei Erkrankungen wie einer rheumatischen Arthritis auf. Die Behandlung dieser Schmerzen ist oft schwierig, da sie selten auf konventionelle Therapien ansprechen. Zudem weisen Opiate, wie beispielsweise Morphium, gravierende Nebenwirkungen auf und auch Schmerzmittel wie Ibuprofen können bei längerfristiger Anwendung zu Magengeschwüren, inneren Blutungen und Herz-Kreislauf-Problemen führen.
Nun konnte ein deutsch-französisches Forschungsteam im Tiermodell zeigen, dass eine Schmerzbehandlung insbesondere dann erfolgreich ist, wenn Immunzellen und Nervenzellen außerhalb des Gehirns oder des Rückenmarks in die Therapie mit einbezogen werden.
Durch die Aktivierung von Opiat-Rezeptoren in Nervenzellen außerhalb des Gehirns oder des Rückenmarks besteht die Möglichkeit, Schmerzen zu lindern, ohne dass Nebenwirkungen bekannt sind. Dabei werden die Rezeptoren mit synthetischen Opiaten oder körpereigenen opiat-ähnlichen Peptiden, bespielsweise Enkephaline und Endorphine, behandelt. Allerdings werden diese Peptide durch zwei bestimmte Enzyme, die Aminopeptidase N und die Neutrale Endopeptidase, schnell inaktiviert, so dass die schmerzlindernde Wirkung nicht anhält.
Die Forschungsgruppe um Halina Machelska-Stein von der Klinik für Anästhesiologie der Charité - Universitätsmedizin Berlin konnte im Tiermodell zeigen, dass Entzündungsschmerzen gemildert werden, wenn die beiden für den Abbau verantwortlichen Enzyme durch Enzymhemmer blockiert wurden. In Präparaten aus Immun- und Nervenzellen, die diese Enzyme enthielten, wurden die körpereigenen Peptide rasch abgebaut. Dies konnte verhindert werden, wenn die Präparate zuvor mit den Enzymhemmern Bestatin, Thiorpan oder P8B versehen wurden.
In der Folge war das Schmerzempfinden deutlich reduziert oder es entwickelte sich sogar völlige Schmerzunempfindlichkeit. "Eine Schmerzbehandlung, die den Schmerz am Ort seiner Entstehung durch körpereigene opiat-ähnliche Peptide bekämpft, kann selektiver und möglicherweise ohne Nebenwirkungen vorgenommen werden", erklärte Machelska-Stein zu den Ergebnissen der Untersuchung, die im "FASEB Journal" veröffentlicht wurden. Darüber hinaus könnte eine solche Behandlung Folgereaktionen des Nervensystems verhindern, die zur Entwicklung chronischer Schmerzen führen, so die Forscher abschließend. (red, derStandard.at, 8.12.2012)
Abstract
The FASEB Journal: Pain inhibition by blocking leukocytic and neuronal opioid peptidases in peripheral inflamed tissue
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richtig - reaktionen auf etwas, dessen URSACHE man im sinne des profits und des shareholdervalues am besten unberücksichtigt läßt - statdessen beschäftigt man sich lieber mit den SYMPTOMEN, und hat so einen lebenslangen dauerkunden mehr....
wirtschaftlich natürlich eine völlig korrekte überlegung, aber moralisch wohl eher fragwürdig - wobei es unser pharmamonopol mit der moral ja bekanntermaßen, und historisch schön belegt, eh nicht so hat:
http://www.youtube.com/watch?v=lWdwtLJlKoE
ich schreib nix über chirurgie oder notfallmedizin/operationen - ich schreib nur über den mangelnden willen zur heilung, und die gründe warum dieser im pharmamonopol latent vorhanden ist
des weiteren sollte jedem klar sein, daß man eine, dem gemeinwohl dienende einrichtung wie das gesundheitssystem auf keinen fall profitorientiert betreiben kann, weil genau das den ursprünglichen sinn pervertiert, und plötzlich die möglichst lange, profitträchtige BEHANDLUNG den wunsch nach HEILUNG ersetzt, und der patient nur mehr als "profitcenter" gesehen wird....
wart, ich packs in eine gleichung, für dich:
profit = behandlung/therapie
profit = vermeidung von heilung
das bestreite ich nicht, ich wage es nur das moralische problem zu erwähnen, das gezwungenermaßen entsteht, wenn man mit den schmerzen anderer geld verdienen will....und daher niemals ein kausales interesse daran haben kann, daß der schmerz vergeht.
mir fällt leider auf, dass sehr wenige menschen willens sind, ein wenig umfassend zu denken. dementsprechend wird eine aussage wie ihre oben gemachte schlichtweg nicht verstanden.
einfach formuliert: die pharmaindustrie verdient am besten, wenn man krankheiten auf einen dauerauftrag reduziert. heilung wäre da wie eine finanzielle katastrophe. beispiele dazu gibt es genug: z.B: psoriasis. jedeer kann sich informieren und selber ein bild machen.
Die Ursache ist eine Konsequenz der Behandlung (Operation,...). Es werden Entzündungshemmer gegeben und nachdem eine Entzündung (Je nach Zustand des Immunsystems) nicht sofort zurückgeht können Schmerzen entstehen gegen die man etwas bekommen kann. Schmerzen sind zwar rein körperlich irrelevant aber psychisch ists ein Unterscheid.
Wenn die Konsequenz einer Nicht-Behandlung drastischer wäre als die Konsequenzen der Nebenwirkungen dann ist die Behandlung durchzuführen...
Alles was Wirkung hat, hat auch Nebenwirkung...
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