Europäische Staaten protestieren gegen Israels Siedlungspläne

3. Dezember 2012, 16:16

Großbritannien, Frankreich und Schweden zitieren Botschafter ins Außenministerium - Österreich und Deutschland verurteilen Pläne

Paris/London - Aus Protest gegen Israels Pläne zum Ausbau der jüdischen Siedlungen in den besetzten palästinensischen Gebieten haben Frankreich, Großbritannien und Schweden die Botschafter des Landes vorgeladen. Das britische Außenministerium erklärte am Montag, die Entscheidung zum Bau 3.000 neuer Wohnungen östlich von Jerusalem gefährde die Zwei-Staaten-Lösung. Österreich, Deutschland und Russland verurteilten die Pläne.

"Wir verurteilen diesen Beschluss und erachten ihn als kontraproduktiv", sagte der Sprecher von Außenminister Michael Spindelegger (VP), Alexander Schallenberg, am Montag. Israel solle die UNO-Abstimmung zu Palästina als "Momentum" und als "Chance" auffassen. Österreich hatte sich am Donnerstag für die Aufwertung des palästinensischen Status bei der UNO und damit die Anerkennung als UNO-Beobachterstaat ausgesprochen.

"Starke Reaktion"

Das britische Außenministerium teilte mit, Israels Botschafter in London, Daniel Taub, sei zu dem für den Nahen Osten zuständigen Außenstaatssekretär Alistair Burt zitiert worden. Die britische Regierung bedauere die Entscheidung zum Ausbau der Siedlungen und fordere Israel auf, sie zurückzunehmen, hieß es in einer Erklärung. Das Außenministerium hatte zuvor mit einer "starken Reaktion" gedroht, sollte Israel nicht einlenken.

Auch in Paris wurde Israels Botschafter Yossi Gal einberufen. Nachdem das Außenministerium erklärt hatte, auch andere Möglichkeiten zu erwägen, um seine "Missbilligung" der Siedlungsplänen zum Ausdruck zu bringen, wurde spekuliert, dass Frankreich und Großbritannien ihre eigenen Botschafter aus Israel abziehen könnten. Ein Diplomat in London sagte, die Abberufung des Botschafters sei eine Option, doch sei noch keine Entscheidung gefallen.

Berlin forderte eine Aufgabe der Pläne, da diese das Vertrauen in Israels Verhandlungsbereitschaft untergrüben. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel forderte Israel ebenso wie Russland zum Verzicht auf das Projekt auf.

"Beinahe tödlicher Schlag"

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon erklärte am Sonntag, der Bau der Wohnungen wäre ein "beinahe tödlicher Schlag" für den Frieden mit den Palästinensern. "Siedlungen sind nach internationalem Recht illegal", betonte Ban. Sollte das Bauvorhaben realisiert werden, wäre es fast der Todesstoß für die "letzten Chancen" für eine Zwei-Staaten-Lösung. Er sei von Israels Ankündigung tief enttäuscht, erklärte Ban.

Der israelische Regierungschef Benjamin Netanyahu hatte am Sonntag im Hinblick auf die Aufwertung des Beobachterstatus der Palästinenser bei den Vereinten Nationen gesagt, seine Regierung werde als Reaktion auf den "Angriff gegen den Zionismus und gegen den Staat Israel" 3.000 weitere Wohnungen im Westjordanland und in Ost-Jerusalem bauen.

Das Bauvorhaben bezieht sich insbesondere auf das besonders sensible Gebiet zwischen Jerusalem und der Siedlung Maale Adumin. Eine Anbindung von Maale Adumin an die jüdischen Siedlungen in Ost-Jerusalem würde tief in das Westjordanland hineinreichen.

Zudem will das Land die Zahlungen an die Autonomiebehörde im Westjordanland in diesem Monat aussetzen. Die Behörde schulde unter anderen dem Energieversorger Israel Electric eine Summe von 200 Millionen Dollar, sagte Finanzminister Juval Steinitz am Sonntag. Israel nimmt für die Palästinenser etwa 100 Millionen Dollar monatlich an Steuern ein und leitet sie weiter. Die Behörde ist auf diese Einnahmen angewiesen, um ihre Mitarbeiter zu bezahlen. Der palästinensische Politiker Yasser Abed Rabbo warf Israel Piraterie und Diebstahl vor.

Bei der Vorladung von israelischen Botschaftern in die Außenministerien mehrerer europäischer Hauptstädte handelt es sich offenbar nicht um ein abgestimmtes Vorgehen innerhalb der EU. Eine Sprecherin der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton sagte am Montag in Brüssel, sie könne ein solches Vorgehen nicht bestätigen. "Derzeit werden die Konsultationen über unsere nächsten Schritte fortgesetzt", sagte sie. Über das weitere Vorgehen der EU im Nahost-Konflikt sollen die EU-Außenminister am 10. Dezember in Brüssel beraten. (APA, 3.12.2012)

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Zu welchen Anlässen wurden keine Botschafter arabischer Staaten einberufen? – Teil 1

1) Als im israelischen Unabhängigkeitskrieg – nur 4 Jahre nach Ende der Schoah ! - die Araber ganz offen sagten, sie würden alle Juden umbringen - keine Einberufung durch USA, GB, F, D, NL

2) Als die Fedayeen zwischen 1949 bis 1956 täglich Massaker in Israel anrichteten (Bruch der Waffenstillstandsvereinbarungen von Rhodos)

3) Als Syrien rgelmässig zivile Ziele von den Golanhöhen aus unter artilleriefeuer nahm – besonders gerne Kibbuzim

4) Als Nasser 1967 alle Abkommen brach und von den Strömen jüdischen Blutes daherfaselte

5) Als Jordanien Jerusalem beschoß

6) Als Jordanien den Zugang zu den heiligen Stätten unterband

da sieht man wieder, welchen rattenschwanz an schlimmen folgen die schnapsidee herzls bewirkte.

Für solche wie sie traurig, daß Herzl's Vision vom Judenstaat Wirklichkeit wurde...

@kokos

Sie werden sich damit abfinden dürfen.

Israel is here to stay!

Wie immer die völlig falsche Fragestellung.

Denn:

"Zu welchen Anlässen wurden keine Botschafter arabischer einberufen"

ist vergleichbar mit:

"zu welchen Themen hat Troob nichts geschrieben"

Eine endlose Liste.

Ablenkung, Vernebelung und Rechtfertigungsversuche.
Immer wieder dasselbe.

Liebe E-Standard-Redaktion, das ist absolut p.c. und forenregelkonform!

@V(W)

Also ganz offensichtlich die richtige Fragestellung meinerseits...

Denn wenn sie meinen Tatsachen nichts (aber schon gar nichts) entgegensetzen können - sie sind alle wahr und belegbar - dann ist es klar, daß diese Fragstellung für sie falsch sein muß! Denn ihr Israelhass lässt rationale Argumente generell nicht zu.

Inhaltlich konnten sie ohnehin nichts erwidern - daher folgern sie für sich (und nur für sich), es müsse sich um eine falsche Fragestellung handeln.

Eigentlich arm.

Dennoch hält sich mein Mitleid in engen, sehr engen Grenzen.

nun, da Sie offensichtlich Beschäftigung wünschen...

Zählen Sie doch mal auf zu welchen Themen SIE nichts geschrieben und begründen bitte auch WARUM SIE NICHTS dazu geschrieben haben.

Da Sie selbst dies als "richtige Fragestellung" für sich definiert haben wünsche ich gutes Gelingen bei der Beantwortung dieser Frage und Bewältigung dieser Aufgabe.

btw. sehr interessant finde ich übrigens, dass Sie es geschafft haben gleich 3 mal, dazu noch zeichengetreu, absolut dasselbe zu posten.

Früher begannen Ihre Wiederholungen mit "wer in der Redaktion hat Angst..."

schönen Sonntag noch :)

Zu welchen Anlässen wurden keine Botschafter arabischer Staaten einberufen? – Teil 2

7) Als Jordanien die jüdische Altstadt Jerusalems zerstörte und die Wege zu den Latrinen der Kasernen mit Grabsteinen von jüdischen Friedhöfen pflasterte

8) Als Ägypten und Syrien 1973 am Versöhnungstag Israel angriffen

9) Als die UN 1975 die schändliche Anti-Zionismusresolution verabschiedete

10) Arafats Tiraden übergehe ich, so viel Platz ist hier nicht

11) Als zwischen 2000 und 2013 die Raketen auf Israel flogen

12) Als der Kindermörder Kuntar einen Heldenempfang erhielt

13) Als Exponenten der Hamas ihre genozidale Agenda öffentlich kundtaten - da hat keiner der skandinavischen Staaten sich bemüßigt gefühlt, irgendeine diplomatische Geste zu setzen - im Gegenteil

Zusammenfassend hat Israel gelernt, und wurde stahlhart dabei...

"Zusammenfassend hat Israel gelernt, und wurde stahlhart dabei..."

hmmm

Etwa so wie "Krupp-Stahl"?

Interessantes Wording Ihrerseits.

Sie kennen also auch die klassischen antifaschistischen Lieder nicht - wen überrascht es...

@V(W)

"Denn wir lernten die Losung von ...", googeln sie sich halt den Rest.

Wie gesagt: Arm. Sehr arm.

Meinung ist wichtiger als Wissen?! Was wahr und falsch ist, entscheiden in Europa nicht die Argumente, sondern die Mehrheit.

Rotstrichler beziehen wohl ihr Wissen wohl aus den

Protokollen der Weisen von Zion

Hier werden Behauptungen aufgestellt,wie's kaum einseitiger geht!

Da redet einer von annektierten Gebieten und verliert kein sterbenswörtchen darüber,daß Syrien vor 1967 vom Golan aus regelmäßig auf Israelische Ortschaften im Norden feuerte.

Niemand will wissen,daß der Grund für die Schaffung Israels in der Judenverfolgung in Arabischen Ländern vor 1917 war und daß die Pogrome und Massaker gegen Juden danach noch schlimmer wurden bis alle Juden vertrieben waren.

Keiner will sehen,daß die Arabischen Kriegsvorbereitungen Ursache des Sechstagekriegs waren.

Was für Israel spricht wird ignoriert und was gegen sie spricht unter's Vergrößerungsglas gehalten!

Zur Ergänzung - Mal abgesehen davon, daß ich die Quellen schon oft geliefert habe und natürlich auch dafür von den üblichen Verdächtigen schlechte Bewertungen bekomme, schreib' ich's hier mal wieder.

Syrien beschießt immer wieder Ortschaften im Norden Israels.

http://en.wikipedia.org/wiki/Gali... st_century
>
> The kibbutzim around the Sea of Galilee were
> sometimes shelled by the Syrian army's artillery
> until Israel seized the Golan Heights in the 1967
> Six-Day War
>
Hintergrund zum Sechstagekrieg

http://en.wikipedia.org/wiki/Six-... ing_to_war

Das Ganze schaukelt sich auf.

Es war zum Teil eine ähnliche Situation wie jetzt.Es wurden immer wieder Terrorangriffe aus dem Territorium der Nachbarn gegen Israel geführt.

Es gab Haßtiraden,wie die des Gamal Abdel Nasser,man solle die Juden ins Meer treiben,Männer,Frauen und Kinder.
Die Konfliktparteien massierten Truppen um Israel.

"Hier werden Behauptungen aufgestellt,wie's kaum einseitiger geht!" - wofür Sie der beste Beweis sind.

Golan: geht in Ordnung; Beschuss durch syrische Artillerie und Umlenkung von Wasser sind inakzeptabel.

Sechstagekrieg: Kriegsvorbereitungen, welche denn? Die von denen Rabin meint, sie stellten keine ernstzunehmende Bedrohung für Israel dar? Oder meinen Sie jene, von denen Begin sprach, wenn er sagte, dass der Krieg von Israel angezettelt, gewollt und begonnen wurde?

IMMER wird von "Verteidigung" und "Vergeltung" gesprochen. Dürfen das auch die Einwohner von Samua/Jordanien, die im Nov. 1966 von der IDF abgeschlachtet wurden?

Leute wie SIE sorgen dafür, dafür Israel die breite Unterstützung abhanden kommt, nicht der Antisemitismus.

Die Geschichte vom "Staat, der sich nur verteidigt", ist das, was es ist: ein Lügenmärchen.

grundsätzlich hat sich seit 70 jahren nix geändert...

Syriens Präsident Nureddin Mustafa al-Atassi am 22. Mai 1966: Wir wollen einen totalen Krieg ohne Einschränkungen, einen Krieg, der die zionistische Basis zerstören wird. Am 20. Mai 1967 verkündete Hafiz al-Assad, damals syrischer Verteidigungsminister und späterer Staatschef: Unsere Streitkräfte sind nun voll bereit [] dem Akt der Befreiung den Anstoß zu geben und die zionistische Anwesenheit im arabischen Heimatland in die Luft zu jagen. Ich als Militär glaube, dass die Zeit gekommen ist, den Vernichtungskrieg zu führen. Am 27. Mai 1967, kurz vor Kriegsausbruch verkündete Gamal Abdel Nasser, der Präsident Ägyptens: Unser grundlegendes Ziel ist die Vernichtung Israels. Das arabische Volk will kämpfen. quelle:wiki

...erobern und annektieren durch blosse Verteidigung - ein weiteres Wunder biblischer Staatsführung, die sonst kein anderes Land kann... ;-)

Da gäb's noch etwas zu beeinspruchen

Während alle Welt gespannt dem palästinensischen Antrag auf Aufwertung seines Status lauschte, beschloss der US-Kongress klammheimlich eine weitere Runde im iranischen Sanktionierungsmarathon.
Qui bono? Wer hatte da wohl seine Schäfchen unter Kontrolle?
http://www.presstv.ir/detail/20... s-on-iran/
http://www.countercurrents.org/sabrosky310710.htm
Immer wieder dieselbe Mafia...

Anmerkung

PressTV und Irib sind die "Pravda" der Mullahs.

interessant, wie lange man nach dem Artikel suchen muss.....

Und dass die Kritik Israel egal ist, wird auch totgeschwiegen.....hmmmm....

Die israelischen Siedlungen in den im Juni 1967 von Israel eroberten Gebieten, einschließlich der von Israel annektierten, gelten für die internationalen Organisationen und die Staatengemeinschaft als illegale Siedlungen gemäß geltendem Völkerrecht, das einen Bevölkerungstransfer in besetzte Gebiete verbietet (IV. Genfer Abkommen, Art. 49)

Um die Sache auf den Punkt zu bringen: Israel schlägt immer zurück!

.
Egal, ob palästinensische Terroristen Sportler im olympischen Dorf überfallen oder die UNO einem Antrag stattgibt, in dem ihr Existentenzrecht unerwähnt bleibt - Israel antwortet vehement und massiv auf jede Bedrohung. Und es wählt immer die wirksamten Mittel.
Allein aus der NS-Geschichte heraus ist so eine Grundhaltung mehr als verständlich und Israel würde ohne sie vermutlich längst nicht mehr existieren.

Warum ist es verboten, den Palästinensern zu erklären, dass die Anerkennung Israels eine unabdingbare Voraussetzung für ihren Staat ist?
Warum lässt die UNO so etwas zu?
Ist israel etwa kein Mitglied des Weltbundes?

Verlangt man damit etwas unrechtes?

die PLO hat Israel längst anerkannt (1993)! Die Siedlungen wurden von Israel aber seither stets ausgebaut! Und Netanyahu hat sich darüber empört, dass die Palis zuerst die Grenzen festlegen wollen und danach anerkennen - aber wie soll man ein Land anerkennen, das nicht mal selbst seine internationalen Grenzen akzeptiert? Israel kann selbstverständlich nur in den Grenzen von 1967 anerkannt werden - und diese akzeptiert Israel selber nicht! Was soll also das ewige Geheule? Zudem anerkennt der Likud genausowenig ein Existenzrecht eines palästinensischen Staates - was also soll das ewige Geheule?

Es ist schlimm, dass die Israelis dieses Regime zulassen.
Zum Glueck gibt es bald Wahlen, dann wird man sehen, ob die Mehrheit diesen Regierungskurs befuerworten.

Israels Selbsterhaltungstrieb wird lauwarm verurteilt,
Irans Selbsterhaltungstrieb wird bis zum Hungertod sanktioniert.
Da ist schön zu sehen, wem die Schoßhündchen georchen und wie über Jahre mit zweierlei Maß gemessen wird - dem dummen Wahlvolk kann man's schon längst als "Normalität" verkaufen.

???

Wer stellt die Existenz des Irans in Frage?
Oder glauben Sie im Ernst der Umgang der Mullahs mit ihrem Kobold Ahmadinejad zeugt von zivilisiertem Gehabe?
Nur das alleine verlangt man vom Iran! Warum tut er das dann nicht?

??? Bitte was

...ist das
http://www.news.de/politik/8... omkrieg/1/
...und das
http://www.rp-online.de/politik/a... -1.2954676
...und das
http://www.focus.de/politik/a... 89811.html

Sind das etwa Friedensangebote? Scheint mir schwer pa'anoid, die Bande.
Die Außenpolitik des Iran ist über die vergangenen Jahre jedenfalls deutlich entspannter, als die isrealen Bedrohnungen.

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