Wenn der Bruder vermisst wird

Rezension30. November 2012, 17:00
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Robert Göschl zeichnet eine bunte Welt, die die kleine Marie auf ihrer Suche im Eiltempo bereist

Diese Schwester ist echt brav: Sie setzt praktisch alle Hebel in Bewegung, um ihren Bruder zu suchen, der aus seinem Zimmer verschwunden ist. "Marie klemmt sich Finns Amphibienfahrzeug unter den Arm und klettert aufs Dach", wird erzählt. Wo sucht man als Erstes? Klar, am Mond. Schnell ist Marie dort, Finn findet sie nicht: "Durch sein Fernrohr hält der Mann im Mond Ausschau nach Finn. Leider erfolglos."

Dann in Afrika? Auf einer Vulkaninsel? Im Marianengraben? Auch in Finnland fehlt jede Spur. Ein spezielles Fahrzeug ermöglicht die Tour. Die fantastische Reise mit einem wundersamen Gefährt ist ein schrilles Bilderbuch für Kinder ab dem dritten Lebensjahr. Robert Göschl zeichnet eine bunte Welt, die Marie auf ihrer Suche im Eiltempo bereist.

Neben der Geschichte bietet der Autor auch mittels beigelegtem Bogen ein Spiel an - und wem das nicht reicht, der kann sich das Gefährt auch gleich nach Hause holen: Laut Werbetext ist es "ein Baukastensystem, das zu 14 verschiedenen Fahrzeugen bzw. Möbelstücken zusammengebaut werden kann". Göschl hat schon mit "Die Geschichte vom Zyphius" ein sehr schönes Kinderbuch vorgelegt.

Jetzt folgt mit der fantastischen Reise sozusagen der nächste Streich. Der kleine Finn wird natürlich am Schluss gefunden. Wo er war? "Ich war am Klo." (Peter Mayr, DER STANDARD, Album, 1./2. Dezember 2012)

Robert Göschl
Die fantastische Reise mit einem wundersamen Gefährt

Luftschacht-Verlag 2012
32 Seiten, 19,90 Euro

 

 

  • Der kleine Finn wird natürlich am Schluss gefunden. Wo er war? Am Klo.
    foto: luftschacht-verlag

    Der kleine Finn wird natürlich am Schluss gefunden. Wo er war? Am Klo.

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