Neue Wiener Öffi-Stimme seit 9. Dezember in allen U-Bahnen

  • Angela Schneider ist die neue Stimme der Öffis - im Bild ist sie mit Wiener-Linien-Geschäftsführter Eduard Winter zu sehen.
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    foto: wiener linien / thomas jantzen

    Angela Schneider ist die neue Stimme der Öffis - im Bild ist sie mit Wiener-Linien-Geschäftsführter Eduard Winter zu sehen.

Ansagen wurden "gekürzt und entrümpelt": Statt "Zurückbleiben, bitte!" heißt es zukünftig "Steigen Sie nicht mehr ein"

Wien - Wiens U-Bahn-Benützer müssen sich umgewöhnen: Ab Sonntag wird die neue Öffi-Stimme in allen Zügen zu hören sein. Der markante Gong vor den Stationsansagen ist damit ebenfalls Geschichte. Er wird durch neue Signaltöne ersetzt, teilten die Wiener Linien in einer Pressekonferenz mit. Das gesamte Soundsystem, Bus und Straßenbahn inklusive, soll bis Mitte 2013 umgestellt sein.

Ziel sei es, die Fahrgäste kurz und prägnant zu informieren, erklärte Wiener-Linien-Geschäftsführer Eduard Winter. Deshalb habe man "gekürzt und entrümpelt". Beispielsweise heißt es statt "umsteigen zu den Linien" künftig nur mehr "umsteigen zu". Verabschieden muss man sich auch vom vertrauten "Zug fährt ab" und dem erst vor gut zwei Jahren eingeführten und laut Verkehrsbetrieben wenig beliebten Imperativ "Zurückbleiben, bitte!". Die Fahrgäste werden in Hinkunft mit "Steigen Sie nicht mehr ein" zur Vorsicht gemahnt.

Gongs bleiben unterschiedlich

Alle Ansagen werden von Angela Schneider gesprochen, die Anfang Oktober offiziell zur neuen Wiener Öffi-Stimme gekürt worden ist. Sie löst damit Franz Kaida ab, der vier Jahrzehnte lang für die Durchsagen verantwortlich war.

Ganz einheitlich geht es aber trotz Klangüberarbeitung nicht. So gibt es weiterhin unterschiedliche Gongs, die einander jedoch ähneln. Grundsätzlich klingt der neue Ton, der die Stationsansagen ankündigt, heller und unaufdringlicher als derzeit. Bei einer Info auf Englisch - diese wird es bei großen Öffi-Kreuzungspunkten geben - ist der Gong eine Oktave höher. Wieder etwas abgewandelt werden Störungsdurchsagen signalisiert.

An Wiener Walzer angelehnt

Die Wiener Linien wollen sich mit den insgesamt 1,5 Million Euro teuren Maßnahmen eine eigene Klangidentität verpassen. Die Umstellung in Bim und Bus erfolgt bis Mitte nächsten Jahres, die Telefonwarteschleife wird ebenfalls angepasst. Der dafür engagierte Soundberater Herwig Kusatz erklärte die Philosophie hinter der neuen Kennmelodie. Diese sei, was Takt und Tonfolge betrifft, an den Wiener Walzer angelehnt. Leicht erkennbar ist dieses Klangzitat allerdings nicht, wie eine Hörprobe heute zeigte. (APA, 3.12.2012)

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irgendwie schwach

"Steigen sie nicht mehr ein."

Die Eigenart der Wiener Linien war diese herbe Note, die der ganze Betrieb versprühte. Der geht langsam verloren, weil man will ja Weltstadt sein.

1,5 Mio Euro lese ich gerade, für eine Klangidentität?? Aber Hallo.

Nervige Durchsage

Ich dachte zuerst, die sei eine Computer generierte Durchsage!
Wo bleibt hier der Zusammenhang? Texteile werden ohne Zusammenhang gesprochen und und können willkürlich aneinandergefügt werden. Das macht doch ein Computer oft besser.
"Steigen sie nicht mehr ein": Diese Ansage wird doch nicht eineinmal ignoriert!
"Seien sie achtsam..." In welcher Schule, Kindergarten,... wird den Kindern etwas erklärt?
Als ich diese Durchsagen das erste Mal hörte, glaubte ich an einen technischen Defekt.

ich vermisse...

das: tschensch tu erporrrt trrrein

leider habe ich die andere lustige ansage beim erdberg, wo er den internationalen bas ansagte vergessen

typisch schauspielerin

selbstinszenierung wo es nur geht. das gesicht kennt wirklich schon jeder. und ja, wir freuen uns auf die stimme, aber bitte gebt´s endlich die fotos dieser frau weg. wir kennen sie und ihre rehaugen eh schon. und wir wissen auch schon wie sie heißt und, dass sie sympathisch ist wissma auch mittlerweile. das hat sich alles in unsere gehirne eingebrannt. wenn die öffis so viel energie für pünktlichkeit verwenden würden, dann wäre ich echt froh...

So sehr mir die gewohnte Stimme von früher abgeht - aber die neue Stimme ist sehr professionell und sympathisch.

Hatte schon befürchtet, die pseudo-erotische ORF Ansagerin würdens dafür verwenden..
dann hätt ich mir a Auto gekauft ^^

1984 lässt grüßen

Meine "Voice finding Mission" bestand in mehr als hundert U-Bahn Ansage-Beschallungen.
Kann man den akustischen Terror mit Watte- oder Ohrstöpsel mildern?
Ich verwende von nun an in der U-Bahn einen mp3-Player mit großen Kopfhörern.
Sobald die Wetterverhältnisse es erlauben, ist das Fahrrad mein Transportmittel.

Bravo

ich finde die neue Stimme sehr unaufdringlich und angenehm. Auf den Lokalkolorit bei der Stationsansage kann ich als Wiener gerne verzichten. Das raunzige Wienerisch hör ich eh vor, während und nach der Fahrt zur Genüge!

Mir fällt jetzt erst auf die schnarrend und übellaunig die alte Ansage eigentlich war - vermisse ich überhaupt nicht.

"Bitte steigen sie nicht mehr ein!"

Das ist für mich erst recht eine Aufforderung noch einzusteigen, denn bis dieser Satz gesprochen ist geht sich das noch locker aus.

Wegen Leuten wie Ihnen

die nicht mal den Öffi-Fahrer bei Humboldt geschafft haben, gibt es ständig unnötige Verzögerungen und lange Aufenthalte in den Stationen.
Sie steigen sicher auch schon in den Waggon ein bevor die Leute ausgestiegen sind, oder?

Du sollst nicht von dir auf andere schliessen.

Lautstärke ist schon erhöht

zu hören in der U4:
http://youtu.be/JqXlHTdSdwI
mit Untertitel

Nachbessern!

Neben der vielfach erwähnten ungenügenden Lautstärke und dem plötzlichen Erweichen der harten österreichischen Auslaute (was ja bei dem Hörbeispiel bei der Abstimmung anders war) stört mich vor allem, nun jeden Tag oft mehrfach vor der Station Westbahnhof "connektschnts" und "twain service" zu hören. Aber vielleicht versteckt sich hier nur eine Hommage an Samuel Clemens, der ja immerhin zwei Jahre in Wien zubrachte.

Ist es wirklich nicht möglich oder gar erwünscht, englische Ansagen endlich von einem Muttersprachler aufnehmen zu lassen? Zumindest hätte man einen Sprachcoach engagieren können. Ich stehe aufgrund einschlägiger Ausbildung und Berufserfahrung gerne zur Verfügung.

die ist ja viel zu leise, die hört und vesteht man ja gar nicht

Angela Schneider und Franz Kaida

http://youtu.be/FfS24mok_4Q
gefilmt im 5er, 43er und U6

Wie gehts eigentlich dem Pensionisten Herrn Kaida, wenn er diese Postings hier liest?

Frohe Weihnachten und sie werden vermisst! ;-)

(Falls er hier mitliest.)

mir

geht er nicht ab, ganz im gegenteil. seine aussprache der buslinien mit "a" war nicht zum anhören!

meiner bescheidenen meinung nach eine durchschnittsstimme

die jedoch so leise ist, daß man sie ohnehin kaum hört.

(ist gegen die handy-dauerquassler/innen jedenfalls völlig chancenlos; alles in allem: wien bleibt wien und ohrenschmalz bleibt ohrenschmalz)

buhuuu!

mein geliebtes "...museumsgwadiaa.." --- für immer dahin! ebenso das speziell gequetsche "AA" bei den buslinien.
kann man sich das von den stadtwerken besorgen?

man würde kaida gern "al" nennen, so tödlich!

ich hoffe sehr,

dass das vertrottelte "zurückbleiben bitte und achten sie auf den spalt (!) zwischen ubahn und blablabla... ist ja echt peinlich, diese säuselde stimme.... vor allem unverständlich für alle die nicht so gut deutsch sprechen. ein schlichtes "achtung, zug fährt ab" war wohl nicht mehr zeitgemäß, nur hättens auch die leute eher verstanden, die nicht so gut deutsch können!

Ja, die Mausi-stimme ist Geschichte

Habe es gestern schon hören "dürfen" sehr gewöhnungsbedürftig. Gefällt mir nicht so, ist aber weil man das andere Jahrzehnte gewohnt war.

Egal wer die Stimme in Wien spricht..

es ist NICHTS gegen die in Graz, bei der man jedes mal aufs Neue in einen dermaßen abartigen Schockzustand befördert wird, dass einem Hören (vorallem das) und Sehen vergeht.

Englisch-Dolmetscherin-Fail.

graz ist wahrlich schrecklich - insbesondere die englische version

die stimme ist mehr als blechern, obwohl ich dafür kaum ein bezeichnung finde

prinzipiell finde ich die durchsagen in graz iO, leider hat man die grundsätzlich guten englischen durchsagen geändert.

Wie viele Jahre habe ich darauf gewartet?! ENDLICH ist es soweit!

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