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vergrößern 645x471Angela Schneider ist die neue Stimme der Öffis - im Bild ist sie mit Wiener-Linien-Geschäftsführter Eduard Winter zu sehen.
Wien - Wiens U-Bahn-Benützer müssen sich umgewöhnen: Ab Sonntag wird die neue Öffi-Stimme in allen Zügen zu hören sein. Der markante Gong vor den Stationsansagen ist damit ebenfalls Geschichte. Er wird durch neue Signaltöne ersetzt, teilten die Wiener Linien in einer Pressekonferenz mit. Das gesamte Soundsystem, Bus und Straßenbahn inklusive, soll bis Mitte 2013 umgestellt sein.
Ziel sei es, die Fahrgäste kurz und prägnant zu informieren, erklärte Wiener-Linien-Geschäftsführer Eduard Winter. Deshalb habe man "gekürzt und entrümpelt". Beispielsweise heißt es statt "umsteigen zu den Linien" künftig nur mehr "umsteigen zu". Verabschieden muss man sich auch vom vertrauten "Zug fährt ab" und dem erst vor gut zwei Jahren eingeführten und laut Verkehrsbetrieben wenig beliebten Imperativ "Zurückbleiben, bitte!". Die Fahrgäste werden in Hinkunft mit "Steigen Sie nicht mehr ein" zur Vorsicht gemahnt.
Alle Ansagen werden von Angela Schneider gesprochen, die Anfang Oktober offiziell zur neuen Wiener Öffi-Stimme gekürt worden ist. Sie löst damit Franz Kaida ab, der vier Jahrzehnte lang für die Durchsagen verantwortlich war.
Ganz einheitlich geht es aber trotz Klangüberarbeitung nicht. So gibt es weiterhin unterschiedliche Gongs, die einander jedoch ähneln. Grundsätzlich klingt der neue Ton, der die Stationsansagen ankündigt, heller und unaufdringlicher als derzeit. Bei einer Info auf Englisch - diese wird es bei großen Öffi-Kreuzungspunkten geben - ist der Gong eine Oktave höher. Wieder etwas abgewandelt werden Störungsdurchsagen signalisiert.
Die Wiener Linien wollen sich mit den insgesamt 1,5 Million Euro teuren Maßnahmen eine eigene Klangidentität verpassen. Die Umstellung in Bim und Bus erfolgt bis Mitte nächsten Jahres, die Telefonwarteschleife wird ebenfalls angepasst. Der dafür engagierte Soundberater Herwig Kusatz erklärte die Philosophie hinter der neuen Kennmelodie. Diese sei, was Takt und Tonfolge betrifft, an den Wiener Walzer angelehnt. Leicht erkennbar ist dieses Klangzitat allerdings nicht, wie eine Hörprobe heute zeigte. (APA, 3.12.2012)
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"Steigen sie nicht mehr ein."
Die Eigenart der Wiener Linien war diese herbe Note, die der ganze Betrieb versprühte. Der geht langsam verloren, weil man will ja Weltstadt sein.
1,5 Mio Euro lese ich gerade, für eine Klangidentität?? Aber Hallo.
Ich dachte zuerst, die sei eine Computer generierte Durchsage!
Wo bleibt hier der Zusammenhang? Texteile werden ohne Zusammenhang gesprochen und und können willkürlich aneinandergefügt werden. Das macht doch ein Computer oft besser.
"Steigen sie nicht mehr ein": Diese Ansage wird doch nicht eineinmal ignoriert!
"Seien sie achtsam..." In welcher Schule, Kindergarten,... wird den Kindern etwas erklärt?
Als ich diese Durchsagen das erste Mal hörte, glaubte ich an einen technischen Defekt.
selbstinszenierung wo es nur geht. das gesicht kennt wirklich schon jeder. und ja, wir freuen uns auf die stimme, aber bitte gebt´s endlich die fotos dieser frau weg. wir kennen sie und ihre rehaugen eh schon. und wir wissen auch schon wie sie heißt und, dass sie sympathisch ist wissma auch mittlerweile. das hat sich alles in unsere gehirne eingebrannt. wenn die öffis so viel energie für pünktlichkeit verwenden würden, dann wäre ich echt froh...
Meine "Voice finding Mission" bestand in mehr als hundert U-Bahn Ansage-Beschallungen.
Kann man den akustischen Terror mit Watte- oder Ohrstöpsel mildern?
Ich verwende von nun an in der U-Bahn einen mp3-Player mit großen Kopfhörern.
Sobald die Wetterverhältnisse es erlauben, ist das Fahrrad mein Transportmittel.
ich finde die neue Stimme sehr unaufdringlich und angenehm. Auf den Lokalkolorit bei der Stationsansage kann ich als Wiener gerne verzichten. Das raunzige Wienerisch hör ich eh vor, während und nach der Fahrt zur Genüge!
Mir fällt jetzt erst auf die schnarrend und übellaunig die alte Ansage eigentlich war - vermisse ich überhaupt nicht.
die nicht mal den Öffi-Fahrer bei Humboldt geschafft haben, gibt es ständig unnötige Verzögerungen und lange Aufenthalte in den Stationen.
Sie steigen sicher auch schon in den Waggon ein bevor die Leute ausgestiegen sind, oder?
Neben der vielfach erwähnten ungenügenden Lautstärke und dem plötzlichen Erweichen der harten österreichischen Auslaute (was ja bei dem Hörbeispiel bei der Abstimmung anders war) stört mich vor allem, nun jeden Tag oft mehrfach vor der Station Westbahnhof "connektschnts" und "twain service" zu hören. Aber vielleicht versteckt sich hier nur eine Hommage an Samuel Clemens, der ja immerhin zwei Jahre in Wien zubrachte.
Ist es wirklich nicht möglich oder gar erwünscht, englische Ansagen endlich von einem Muttersprachler aufnehmen zu lassen? Zumindest hätte man einen Sprachcoach engagieren können. Ich stehe aufgrund einschlägiger Ausbildung und Berufserfahrung gerne zur Verfügung.
die jedoch so leise ist, daß man sie ohnehin kaum hört.
(ist gegen die handy-dauerquassler/innen jedenfalls völlig chancenlos; alles in allem: wien bleibt wien und ohrenschmalz bleibt ohrenschmalz)
dass das vertrottelte "zurückbleiben bitte und achten sie auf den spalt (!) zwischen ubahn und blablabla... ist ja echt peinlich, diese säuselde stimme.... vor allem unverständlich für alle die nicht so gut deutsch sprechen. ein schlichtes "achtung, zug fährt ab" war wohl nicht mehr zeitgemäß, nur hättens auch die leute eher verstanden, die nicht so gut deutsch können!
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