Kein Ende im Rechtsstreit um Bianca Jaggers Ring

Erste Verhandlung im Februar am Landesgericht Salzburg

Salzburg/London - Der Rechtsstreit um einen wertvollen Platinring von Bianca Jagger ist auch mehr als vier Jahre nach Auffindung des Juwels im August 2008 in Salzburg noch nicht beendet. Der Finder, ein Salzburger Bautechniker, brachte beim Landesgericht Salzburg eine Klage auf Erhalt eines 10.500 Euro hohen Finderlohns ein. Doch die Rechtsvertreter der Ex-Frau von "Rolling Stone" Mick Jagger beharren darauf, dass der Salzburger den Ring im Wert von rund 200.000 Euro nicht unverzüglich abgeliefert habe und ihm deshalb der Finderlohn nicht zustehe.

Die Klage des Bautechnikers wurde Ende Oktober der in London wohnhaften Society-Lady und Menschenrechtsaktivistin zugestellt. Die Wiener Rechtsanwaltskanzlei "Lansky & Partner" habe nun die Klagebeantwortung dem zuständigen Salzburger Richter Friedrich Gruber übermittelt, erklärte Imre Juhasz, Vizepräsident des Landesgerichtes Salzburg, am Montag. Der Finder will in Salzburg prozessieren, Jaggers Anwälte bezweifeln aber die Zuständigkeit des Gerichtes.

Ring nicht unverzüglich zurückgegeben

Auch inhaltlich pocht die Wiener Kanzlei auf ihren bisherigen Standpunkt: Der Kläger habe den Ring, dessen enormer Wert für ihn ohne weiteres auch als "Juwelierlaie" erkennbar gewesen wäre, nicht unverzüglich abgeliefert, sodass ihm der Finderlohn nicht zustehe. Jaggers Rechtsvertreter verwiesen in diesem Zusammenhang auf ein Urteil des Obersten Gerichtshofes im Ehrenbeleidigungsprozess, den der Salzburger gegen Jagger und deren Anwalt Gabriel Lansky angestrengt hatte.

Der OGH hatte in seinem Urteil vom Februar dieses Jahres die erstinstanzliche Entscheidung des Landesgerichtes Salzburg vom Oktober 2010 bestätigt und die Klage des Salzburgers abgewiesen. In ihrer Begründung merkten die Richter an, dass "an der Richtigkeit des Prozessstandpunktes des Klägers Zweifel angebracht sind". Denn laut Gesetz müssten Fundstücke "unverzüglich" zurückgegeben werden, andernfalls würden Ansprüche auf Finderlohn entfallen, so der OGH.

Rufschädigungsklage abgewiesen

Lansky hatte laut der Rufschädigungs-Klage die Behauptung des Salzburgers, er habe den Ring erst deshalb zwei Wochen nach der Auffindung zur Polizei bringen lassen, weil er geglaubt habe, das Schmuckstück sei wertlos, als "lächerlich" und "Unfug" bezeichnet. Die Aussagen des Anwaltes seien aber durch den Grundsatz der freien Meinungsäußerung nach Paragraf 10 der Menschenrechtskonvention gedeckt, entschied der OGH im Februar.

Der Bautechniker hatte den mit einem 15-Millimeter-Aquamarin und mit kleinen Brillanten verzierten Platinring am 22. August 2008 vor einem Salzburger Hotel gefunden und das Juwel zuerst für einen wertlosen Schlüsselanhänger gehalten. Als er aus der Zeitung las, welchen Wert das Fundstück haben soll, versprach er dann den Finderlohn seiner Tochter Sarah. Doch bisher zählen offenbar nur die Anwälte zu den Gewinnern in dieser Causa. (APA, 3.12.2012)

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man darf aber nicht vergessen das die lebenshaltungskosten in nicaragua

sehr stark gestiegen sind...da braucht man jeden groschen zur zeit..

Was lernen wir daraus?

Am besten nix zurückgeben, was einem Promi gehört.

Und dann wundert man sich, dass die Menschen kein Interesse mehr daran haben, Fundgegenstände an den "ehrlichen" Besitzer zurückzugeben?

Es zeigt sich wieder einmal sehr anschaulich, wie primitiv, gierig und unverschämt "die Reichen" sind!

Einerseits will B. JAGGER als "Charity-Lady" auftreten, die sich in ihrer grenzenlosen Empathie und in ihrem unüberbietbaren Altruismus für ihre Mitmenschen einsetzt. Andererseits ist sie aber nicht bereit, sich über das Wiederauftauchen ihres (äußerst wertvollen) Ringes zu freuen und dem - mehr oder weniger ehrlichen (?) - Finder den für sie lächerlichen Finderlohn von 10.500 EUR zu zahlen? Eigentlich ist das Ganze eine ziemlich unnötige und widerwärtige Angelegenheit...

Werte Redaktion!

Welchen Sinn soll die Funktion "vergrößern 600x400" ergeben? Ein Härtetest, ein Initiationsritus?

Ich glaube, dass ich den Wert eines Ringes nicht erkennen könnte. Die Unterscheidung von "billig = 2€" und "teuer = 200€" würd ich grad noch schaffen...aber einen 2000€-Ring könnte ich wahrscheinlich nicht von einem 200.000€-Ring unterscheiden...

einen 2000e ring müssen sie auch zurückgeben

bei einem 200.000 ringerl würde ich mir aber vielleicht auch denken, dass das modeschmuck sein muss. der mick kann froh sein!

Das hat diese Schnalle wirklich nötig?

Wo sie doch sonst so viele Sammlungen für alle Armen dieser Welt veranstaltet - shame on you

Wäre sie echt so ein Gutmensch wäre, dann hätte sie den Ring längst gespendet.

Diese Art von Leute kotzt mich mehr an, als die Strassers & Co.

Eine gierige Fr(S)au bis zum geht nicht mehr, aber die barmherzige mitfühlende spielen und sich als Menschenrechtsaktivistin feiern lassen.

Geh weg du schirches Viech!

Die stinkreiche "Society-Lady" möge die Kohle für den ehrlichen Finder raschest herausrücken...

...und Lansky & Partner sollte man mit dem nassen Fetzen aufgrund ihrer Rechtsverdreherei aus Ihren Kanzleien jagen...

Herzelichst
Ihr Lappe

Lansky & Partner machen nur ihren Job. Die Richter sind da wohl eher zu nennen.

Ja eh!

Lansky & Partner machen nur ihren Job, Ethik und Moral bleiben da außen vor.

Deswegen auch mein Plädoyer für den Einsatz des nassen Fetzens.

Herzelichst
Ihr Lappe

Ein nasser LAPPEn täts auch

die 10.500 kriegt jetzt der lansky, und alle sind zufrieden....

hätte er gscheiter den ring behalten.

Wollte er ja.

Bis er ihm zu heiß wurde.

Die Konsequenzen des Urteils sind wohl nicht die Intention des Gesetzgebers

Glaub ich schon.

Der Gesetzgeber wollte ja spontane ehrliche Finder belohnen, nicht Fundunterschlager, denen nach Wochen der Boden zu heiß wurde.

Ja genau - unheimlich heiß der Boden. Der Gesetzgeber wollte bewirken, dass Funde an den rechtmäßigen Besitzer zurückkommen und nicht Nikolo oder Krampus spielen.

"Menschen", die so eine Verhaltensweise an den Tag legen - und das gibts ja im Kleinen auch - wünsche ich, weil ich ein schlechter Mensch bin ... eines Tag "Gerechtigkeit" für so eine Charakterlosigkeit.

Eitrige Angina mit Drehschwindel bis zum Lebensende, zum Beispiel.
Ekelhafte typische Societyb*tch.

warum hat die eigentlich ihren berühmten namen nicht zurückgegeben?

ganz schön alt geworden, aber bei dem Lebenswandel kein Wunder.

als Österreicher ...

... schnallt man es erst später

Kotzbrocken Bianca

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