EU eifert Österreichs Beschäftigungsgarantie nach

3. Dezember 2012, 11:26
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Brüssel - Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union sollen allen unter 25-Jährigen künftig innerhalb von vier Monaten irgendeine Form von Beschäftigung zusichern. Dazu sollen die Regierungen eine Jugendgarantie abgeben, wie es in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" heißt. Laut dem Zeitungsbericht will der zuständige Sozialkommissar László Andor den Vorschlag am Mittwoch in Brüssel vorstellen. Die Jugendgarantie soll vorsehen, dass Jugendliche spätestens vier Monate nach Ende ihrer Ausbildung oder nach dem Verlust ihres Arbeitsplatzes eine neue Stelle, einen neuen Ausbildungsplatz oder einen Praktikumsplatz haben.

Die EU könne Programme der Staaten mit Geld aus dem Europäischen Sozialfonds unterstützen, heißt es in dem Entwurf. Als Vorbild gilt nicht nur Österreich, sondern auch die Niederlande und Norwegen. Finnland und Luxemburg führen der Jugendgarantie ähnliche Konzepte laut dem Bericht gerade ein. Hauptstoßrichtung des Brüssler Vorschlags sind die schon lang unter hoher Jugendarbeitslosigkeit leidenden südeuropäischen Staaten. Laut EU-Kommission suchen in der EU momentan insgesamt 5,5 Millionen junge Menschen einen Arbeitsplatz. Das sind mehr als ein Fünftel der Altersgruppe. 7,5 Millionen Menschen unter 25 Jahren haben weder eine Stelle noch irgendeine Form von Ausbildungsplatz. Die Kosten dafür beziffert die Kommission auf jährlich mehr als 150 Milliarden Euro oder rund 1,2 Prozent der Wirtschaftsleistung. (red, derStandard.at, 3.12.2012)

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