Europas Leitbörsen schließen mit leichten Gewinnen

3. Dezember 2012, 18:18
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Frankfurt am Main - Die europäischen Leitbörsen sind am Montag mit moderaten Gewinnen aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 erhöhte sich um 7,11 Einheiten oder 0,28 Prozent auf 2.582,36 Zähler.

Im Späthandel schmolzen die frühen Gewinne an den europäischen Börsen teilweise weg, nachdem in den USA der ISM-Einkaufsmanagerindex für November überraschend stark gesunken war. Für die generell positive Anlegerstimmung machten Marktteilnehmer hingegen die positiv aufgenommen Konjunkturdaten aus China verantwortlich. In der Volksrepublik steuerte die Industrie im November wieder auf Expansionskurs.

Für etwas Auftrieb sorgte am Nachmittag zudem die Nachricht, dass Spanien nun formell um Hilfe aus dem EU-Banken-Rettungsfonds angesucht hat, wie ein Händler am Nachmittag kommentierte. Konkret geht es um Hilfskredite in Höhe von 39,5 Mrd. Euro für die Sanierung maroder Banken, davon würden rund 37,0 Mrd. Euro für die vier verstaatlichten Geldhäuser bestimmt sein, hieß es.

Daneben blieb Griechenland weiter im Fokus. Die dortige Regierung hat heute Details für den geplanten Anleihen-Rückkauf bekannt gegeben. Für 10-jährige Staatspapiere wurde aus Athen ein Angebot zwischen 38,1 und 40,1 Prozent unterbreitet. Börsianer hatten mit einer weniger attraktiven Offerte gerechnet, hieß es.

Auf Unternehmensebene rückten EADS in den Fokus und gewannen an der Pariser Börse 2,14 Prozent auf 26,45 Euro. Der Luft- und Raumfahrtskonzern hatte zuvor Gespräche seiner Großaktionäre über die Neuordnung der Aktionärsstruktur bestätigt. Laut Presseberichten wollen die an EADS beteiligten Staaten, Frankreich, Deutschland und Spanien, ihren Anteil auf insgesamt knapp 30 Prozent reduzieren. Auf deutscher, französischer und spanischer Seite werden zurzeit noch knapp über 50 Prozent der EADS-Aktien gehalten. In diesem Zusammenhang solle auch EADS selbst mit milliardenschweren Aktienrückkäufen in die Neuordnung eingreifen.

Für Kursbewegung sorgten außerdem vereinzelte Analystenkommentare. So sprangen Alcatel-Lucent mit einem Plus von 2,26 Prozent auf 0,86 Euro und notierten damit an der Spitze des Pariser Leitindex CAC-40. Die Deutsche Bank hat das Kursziel für die Papiere des Netzwerkausrüsters um ein Drittel auf 1,00 Euro erhöht. In Mailand wurde der FTSE-MIB unterdessen von Mediaset angeführt, die sich um 6,69 Prozent auf 1,36 Euro verteuerten. JPMorgan hatte zuvor die Anlageempfehlung der Aktien des Medienkonzerns mit "overweight" bestätigt. (APA, 3.12.2012)

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