Leitbörsen in Fernost schließen uneinheitlich

3. Dezember 2012, 12:13
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Chinesische Konjunkturdaten im Blick

Tokio - Die Leitbörsen in Fernost haben am Montag mit uneinheitlicher Tendenz geschlossen. Während in Tokio vor allem exportorientierte Werte Kursgewinne verbuchten, blieben die Leitindizes in Shanghai und Hongkong in der Verlustzone. Laut Börsianern sorgten hier Gewinnmitnahmen für Belastung.

Der Nikkei-225 Index in Tokio verteuerte sich um 12,17 Zähler oder 0,13 Prozent auf 9.458,18 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong fiel hingegen um 262,54 Zähler (minus 1,19 Prozent) auf 21.767,85 Einheiten und der Shanghai Composite gab um 20,35 Punkte oder 1,03 Prozent auf 1.959,77 Punkte nach. In Singapur ermäßigte sich der FTSE Straits Times Index um 4,21 Punkte oder 0,14 Prozent auf 3.065,74 Zähler, während der All Ordinaries Index in Sydney um 22,0 Zähler oder 0,49 Prozent auf 4.540,00 Einheiten zulegte.

Positive Impulse kamen zum Wochenauftakt von der chinesischen Konjunkturfront: Erstmals seit 13 Monaten legte die Industrieproduktion der Volksrepublik im November wieder zu. Der von der Großbank HSBC ermittelte Einkaufsmanagerindex lag demnach im November bei 50,5 Punkten und damit erstmals seit 13 Monaten wieder über der Marke von 50 Punkten, ab der die Analysten von einem Wachstum in der Industrie ausgehen. Der von der chinesischen Statistikbehörde berechnete Einkaufsmanagerindex lag im November bereits den zweiten Monat in Folge über der Marke von 50 Punkten.

In Tokio legte der in China stark vertretene Baumaschinenhersteller Hitachi 1,59 Prozent zu. Gut gesucht waren auch die Aktien einiger japanische Bauunternehmen, nachdem am Sonntag ein Autobahntunnel bei Tokio eingestürzt war und neun Todesopfer gefordert hatte. Börsianern zufolge könnte der Unfall den Anstoß für ein umfassendes Programm zur Renovierung von Tunnels gegeben haben. Vor diesem Hintergrund legten etwa JGC Corp. um 2,43 Prozent zu und Taisei Corp. gewannen 4,91 Prozent.

Den Hang Seng belasteten mit China Resources Land (minus 2,66 Prozent) und China Overseas Land & Investments (minus 2,61 Prozent) zwei schwergewichtete Immobilientitel. Abschläge gab es auch in Bank of China (minus 1,83 Prozent) oder Aluminum Corp of China (minus 2,12 Prozent). An der Börse in Shanghai erstreckten sich die Kursverlierer über praktisch alle Branchen. Kräftig nach unten ging es etwa für Huaxia Bank (minus 4,15 Prozent) oder Sany Heavy Industry (minus 5,50 Prozent). (APA, 3.12.2012)

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