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Knut Ahnlund 2002 bei einem Akademie-Meeting.
Stockholm - Der Stockholmer Publizist und Nobelpreis-Juror Knut Ahnlund ist am Mittwoch nach längerer Krankheit im Alter von 89 Jahren gestorben, teilte die Schwedische Akademie über ihre Homepage mit. Der Literaturwissenschafter hatte dem Gremium seit 1983 angehört und mehrfach Schlagzeilen mit seiner Kritik an Nobelpreisträgern gemacht.
Als Akt eines nachträglichen Protests gegen die Vergabe an Elfriede Jelinek kündigte Ahnlund 2005, fast ein Jahr später, seine Mitarbeit in der Akademie auf, er bezeichnete das Werk der österreichischen Autorin als "lustlose Gewaltpornografie" sowie "armselig und dürftig".
Die Entscheidung für den Dramatiker Harold Pinter (1930-2008) im folgenden Jahr kritisierte er als Fehlentscheidung wegen der "politischen Aggressivität" des Briten.
Ahnlund hatte gemäß den mehr als 200 Jahre alten Akademie-Statuten trotz seines proklamierten Rückzugs weiter Anspruch auf den "Stuhl Nr.7", weil Mitgliedschaften lebenslang gelten und unkündbar sind. Er kam auch weiter hin und wieder zu Sitzungen.
Mitte der Woche wird der chinesische Autor Mo Yan in Stockholm erwartet, der am 10. Dezember den diesjährigen Literaturnobelpreis in Empfang nehmen kann. (APA, 2.12.2012)
Sara Danius folgt auf Knut Ahnlund
Die Entscheidung für den US-Autor im Jahr 1962 wurde in Schweden und den USA kritisiert
Diskussionen um den Nobelpreisträger Mo Yan, der sich zwischen alle Stühle gesetzt hat
Der chinesische Autor sei selbst Zensur ausgesetzt gewesen
Die Entscheidung ist für Literaturnobelpreisträgerin "äußerst verstörend"
88-Jähriger hat selbst Werke von Mo Yan übersetzt
Mit der Kür des chinesischen Erzählers Mo Yan hat die Stockholmer Literaturnobelpreisjury 2012 einen ebenso eigenwilligen wie widersprüchlichen Künstler mit höchsten Würden bedacht
Der Autor hatte erklärt, Zensur sei ein notwendiges Übel
Mo Yan ist studierter Sinologe, am öftesten ins Deutsche übersetzter chinesischer Autor - und Literaturnobelpreisträger 2012
Jüngster Roman "Frösche" erscheint 2013 bei Hanser - Unionsverlag druckt Werke nach
Sinologen: "Endlich wieder ein Chinese" - Autorenkollegen: Martin Walser sehr erfreut, Herta Müller kurz angebunden
Chinesischer Autor, weithin bekannt durch die Verfilmung seines Romans "Das rote Kornfeld", wurde für seinen "halluzinatorischen Realismus" gewürdigt
Vergabe des Literaturnobelpreis folgt Regeln aus dem Jahr 1786
Das Literaturkomitee und das Gremium der Schwedischen Akademie
Wettquoten waren auffällig gefallen - Akademie-Sekretär Englund: Kein "Leck"
"Dagens Nyheter": Nicht auf nationalen Kontext beschränkbar - "NZZ": Mit Entscheidung hat sich Akademie "aus einem alten Dilemma befreit"
Tomas Tranströmer, Lyriker und Nobelpreisträger
Triumph für die Lyrik: Der schwedische Dichter Tomas Tranströmer erhält den Literaturnobelpreis 2011 - Sein Werk ist schmal, aber intensiv und beruht auf Erfahrungen und präzisen Wahrnehmungen der Wirklichkeit
Franzobel: "Gut, dass Bob Dylan den Nobelpreis nicht bekommen hat" - Reich-Ranicki: "Keine Ahnung, wer der Lyriker ist"
Apropos Dichtung: Anlässlich der Vergabe des Literatur-Nobelpreises werden Lyriker bevorzugt
Wettanbieter Ladbrokes lag auch 2011 richtig
Kjell Espmark ist Mitglied der Schwedischen Akademie, die jährlich den Nobelpreisträger für Literatur vergibt - Ein Gespräch über Vergabekriterien, Bob Dylan und die Macht der Literatur
Perus Präsident: "Ein großer Tag" - Lob auch aus Brasilien und Venezuela - Kuba kritisiert
Neues Akademie-Chiffriersystem eingeführt
"Ein Blair an die Spitze der USA"
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http://www.nobelprize.org/alfred_nobel/
Habt's Euch da nicht verrechnet?
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