Serbiens Präsident boykottiert Präsidententreffen in Budva

2. Dezember 2012, 20:12
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Aus Protest gegen Haager Freispruch für kosovarischen Ex-Premier Haradinaj

Belgrad/Prishtina - Der serbische Präsident Tomislav Nikolic wird einem am kommenden Dienstag in der montenegrinischen Adriastadt Budva stattfindenden regionalen Präsidententreffen fernbleiben. Das berichtete am Sonntag die montenegrinische Tageszeitung "Dan". Als Grund für die Entscheidung gab das Blatt den kürzlichen Freispruch für den kosovarischen Ex-Ministerpräsidenten Ramush Haradinaj durch das UNO-Tribunal für Kriegsverbrechen im ehemaligen Jugoslawien an.

Dem Treffen in Budva soll auch die kosovarische Staatschefin Atifete Jahjaga beiwohnen. Noch vor Wochen galt es als sicher, dass das die Gelegenheit für eine erste Begegnung der Präsidenten Serbiens und des Kosovo sein werde.

Die Ministerpräsidenten Serbiens und des Kosovo, Ivica Dacic und Hashim Thaci, sollen am Dienstag wie geplant in Brüssel zu einer weiteren Gesprächsrunde zusammenkommen. Die Gespräche finden unter der Vermittlung der EU-Außenpolitikbeauftragten Catherine Ashton statt. Als Hauptthema wird laut Medienberichten die Umsetzung der Vereinbarung über die integrierte Grenzkontrolle erwartet. Diese soll laut jüngsten Angaben aus serbischen Regierungskreisen offiziell am 10. Dezember beginnen. (APA, 2.12.2012)

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