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Wien - Die Bevölkerung hat laut einer Oekonsult-Umfrage wenig Verständnis für den Kampf der Ärztekammer gegen die Gesundheitsreform: Die aktuelle Inseratenkampagne "Mein Arzt/Mein Spital ist weg" findet nur jeder vierte sympathisch, gerechtfertigt und unterstützenswert, über 77 Prozent meinen sogar, dass die Initiative das Ansehen und positive Image der Ärzte beschädigt.
63 Prozent glauben zudem, dass die meisten heimischen Ärzte nicht mit echter Überzeugung hinter der Kampagne stehen. 73 Prozent sind der Meinung, dass die Ärztekammer in Bezug auf die Gesundheitsreform negativ und verunsichernd agiert. Ebenso viele meinen, dass es den Ärzten bei ihrem Kampf vorwiegend um Standesinteressen und Besserstellungen für die Ärzteschaft geht. Nur 26 Prozent glauben, dass das Wohl der Patienten im Fokus der Ärzte steht.
Wenig Verständnis hätte die Bevölkerung laut der Oekonsult-Umfrage auch für den angedrohten Ärztestreik: Für 84 Prozent ist kein Streikgrund erkennbar. Noch mehr - 88 Prozent - fänden es demnach völlig untragbar, wenn ihr Arzt möglicherweise im Jänner zur Bekämpfung der geplanten Gesundheitsreform seine Ordination geschlossen hält und streikt.
Die Ärztekammer selbst kündigte derweil an, ihren Protest gegen die geplante Gesundheitsreform fortsetzen zu wollen. Am Krampustag wollen die Mediziner der Politik "die Rute ins Fenster stellen" und die Patienten über die ihrer Meinung nach drohenden Einsparungen und Leistungskürzungen informieren.
In allen Bundesländern werden die Patienten in den Ordinationen mit Info-Material versorgt, außerdem werden - mit Ausnahme von Tirol, Vorarlberg und Kärnten - Ärzte an öffentlichen Plätzen Flyer an Passanten verteilen.
Am 13. und 14. Dezember will die Kammer dann in einer Vollversammlung über mögliche weitere Protestmaßnahmen entscheiden. Zur Diskussion stehen nach wie vor Ordinationsschließungen am 16. Jänner sowie Demonstrationen und Großkundgebungen.
Die drei Verhandlungspartner Bund, Länder und Sozialversicherungen sind zuversichtlich, sich vor Weihnachten auf ein gemeinsames Modell einigen zu können. Die Ärztekammer erwartet spätestens dann, wenn ein Ergebnis der Steuerungsgruppe vorliegt, an den Verhandlungstisch eingeladen zu werden. (APA, red, DER STANDARD, 3.12.2012)
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Natuerlich hat die Bevoelkerung Verstaendnis. Ich habe Verstaendnis, ich finde ELGA extrem bedenklich im derartigen Format. So viele Zuckerln koennen mir die Politiker gar nicht anbieten, dass mir das nicht doch auffaellt.
weil hier keine Informationen geboten werden, sondern nur slogans. man muss sich halt auch trauen, die dinge auch dann beim namen zu nennen, wenn sie uns nur aus verlässlichen quellen aus den vorzimmern der regierung herangetragen werden. weil so ists ganz daneben!
um die kampangne der ärztekammer, und weniger um die ärzte selber. des weiteren geht es um die form dieser kampagne, wo mit geschmacklosen (und sicherlich nicht mit sachargumenten) horrorszenarien versucht wird, die interessen der ärzte zu vertreten.
p.s.: irgendwelche tipps zum thema selbstheilung?
der meiner frau im rahmen einer schmerzbehandlung eine überdosis schmerzmittel intravenös verpasst hat.
meine frau wurde dann mit der rettung ins spital gebracht. der dort diensthabende arzt hat nur den kopf geschüttelt.
trotzdem: ratens einmal, bitte.
Jede Berufsgruppe streikt wenn sie was im Hoeschen drueckt, nur medizinischen Personal wird immer davon abgehalten oder abgeraten! WARUM???? Medizin ist eine fixe Instituion auf der immer nur herum getrampelt wird und die Leistungen werden selbstverstaendlich hingenommen! Jedoch geben Leute das Budget vor die keine Ahnung haben - Schreibtischhengste - das geht so nicht!! Im Spital werden Leistungen angeboten vom Krankenhaustraeger, z.B. Operationen.... Jedoch wird die Menge des Materials vorgegeben bzw per Stueck finanziert und dass ohne auf die Individualitaet des Patienten zu bedenken.... DAS IST EINFACH UNMOEGLICH... Medizinisches Personal muss funktionieren und das bei diesen Loehnen! bei diesen Zeiten, mit den Vorgaben usw.....
Ich kenne hingegen viele, die überhaupt kein Verständnis für irgendeine Seite haben, weil ihnen das Thema einfach wurscht ist oder weil sie sich grundsätzlich nicht für politische Fragen interessieren.
Die werden dann zwar später schreien, weil ich mir nicht vorstellen kann, daß das Ergebnis der Geheimverhandlungen in deren Sinn ist. Schimpfen werden Sie aber auch dann nicht über diejenigen, die diese Zustände eigentlich zu verantworten haben.
Das Teile-und-Herrrsche-Spiel der Politikerkaste, die Ansagen einer um 13.000€ monatlich Politik betreibenden Patientenanwältin, die Hirnwäsche der von Inseraten lebenden Trashmedien und die simplen Antworten vom Stammtisch haben einfach zuviel verbrannte Erde hinterlassen.
und wo bleibt die "Um"-Frage:
"Ich fühle mich von Politik und Krankenkassen in Bezug auf die geplanten Änderungen und Auswirkungen dieser Reform gut/schlecht/garnicht informiert"
es wär echt interessanter hier endlich Details zur Reform zu bekommen als das ewige Ärzte bashing!
positive Image der Ärzte?
welches? das es gratis magazine in warteräume gibt?
oder doch etwas das man ihre schrift eh nicht lesen kann und so das 8€ "tue-nichts" medikament bei der apotheke bei jeder standardkrankheit die von selber vergehen würde oder mit einfachen tee weggespülte wäre nicht kaufen muss?
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