Spenden-Absetzbarkeit kostet 40 Millionen

2. Dezember 2012, 16:34
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Aktuellere Zahlen für 2011 liegen noch nicht vor

Wien - Die Spendenabsetzbarkeit hat den Staat 2010 zwar deutlich mehr gekostet als im Jahr davor, allerdings immer noch weniger als ursprünglich angenommen. Insgesamt beziffert das Finanzministerium den Steuerausfall mit rund 40 Mio. Euro. Steuerlich geltend gemacht wurde 2010 offenbar nicht einmal ein Viertel des gesamten Spendenvolumens. Aktuellere Zahlen für 2011 liegen noch nicht vor.

Privatpersonen und Firmen können seit 2009 Spenden an begünstigte Organisationen in Höhe von maximal zehn Prozent ihres Einkommens steuerlich geltend machen, sie erhalten damit einen Teil des Geldes beim Steuerausgleich zurück. Ursprünglich rechnete die Finanz mit einem Steuerausfall von bis zu 100 Mio. Euro. Im ersten Jahr lagen die Kosten mit 27 Mio. Euro allerdings deutlich darunter. 2010 kletterte der Steuerausfall zwar stark, blieb mit 40 Mio. Euro aber ebenfalls unter den ursprünglichen Erwartungen.

Steuerlich geltend gemacht wurde im Jahr 2010 ein Spendenvolumen in Höhe von gut 100 Mio. Euro, heißt es im Finanzministerium. Branchenvertreter schätzen das gesamte Spendenvolumen des Jahres 2010 in Österreich allerdings auf rund 460 Mio. Euro. Das heißt, dass weniger als ein Viertel der Gesamtspenden steuerlich geltend gemacht wurde.

Dies liegt freilich auch daran, dass im Jahr 2010 noch deutlich weniger Organisationen von der Spendenabsetzbarkeit erfasst waren. Ursprünglich waren nämlich nur Spenden an mildtätige Organisationen sowie Forschungseinrichtungen steuerlich begünstigt. Seit heuer kommen auch Zuwendungen an Feuerwehren, Umwelt-, Natur- und Artenschutzvereine sowie Tierheime in den Genuss des Steuerbonus (nicht aber Spenden an Tierschutzorganisationen).

Weitere Voraussetzungen: Um in die Liste der begünstigten Spendenempfänger aufgenommen zu werden, müssen die Organisationen gemeinnützig sein, seit drei Jahren bestehen und einen Wirtschaftsprüfungsbericht erstellen lassen. Die etwa 4.500 Freiwilligen Feuerwehren ersparen sich dieses Antragsprozedere. (APA, 2.12.2012)

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