Kultusgemeinde: Schwere Vorwürfe gegen Oskar Deutsch

2. Dezember 2012, 17:42
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Soll Ronald Lauder, den Präsidenten des World Jewish Congress, eine Art Hausverbot erteilt haben

Wien - Eine Weisung des Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) sorgt für Ärger: Oskar Deutsch soll Ronald Lauder, den Präsidenten des World Jewish Congress, eine Art Hausverbot erteilt haben. Diesen schweren Vorwurf erhebt Martin Engelberg, der mit der Liste Chaj erstmals im Vorstand der IKG sitzt - und gegen Deutsch bei der vergangenen Wahl kandidiert hat.

Nach der konstituierenden Sitzung vergangene Woche machte sich Engelberg via Facebook Luft: "Hitzige Diskussionen zum Hausverbot und Bespitzelung von Ronald Lauder, Präsident des World Jewish Congress, durch IKG Sicherheit, auf Anweisung von Ossi Deutsch", ist da zu lesen. Im Chaj-Newsletter heißt es weiters, dass "das Sicherheitspersonal zudem gehalten wurde, zu melden, falls er bei anderen - nicht der IKG unterstehenden - Institutionen in Wien gesehen wird". Lauder werde vorgeworfen, Chaj unterstützt zu haben, wird festgehalten, und man sieht einen "eklatanten Machtmissbrauch".

IKG-Präsident Deutsch selbst will sich nicht äußern. "Ich darf in der Öffentlichkeit dazu gar nicht Stellung nehmen. Das war eine vertrauliche Sitzung", sagte er am Sonntag zum Standard. Ein Antrag auf Aufhebung derartiger Sanktionen soll in dieser Sitzung knapp gescheitert sein. Ob er nicht befürchten muss, dass die Causa hohe Wellen schlägt? Deutsch: "Dann ist das so." (pm, DER STANDARD, 3.12.2012)

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