Lindsey Vonn hat nichts verlernt

  • Und lächelt über ihren 54. Weltcupsieg.
    foto: dapd/mcintosh

    Und lächelt über ihren 54. Weltcupsieg.

US-Amerikanerin deklassiert die Konkurrenz und gewinnt die Abfahrt von Lake Louise überlegen vor Stacey Cook. Beste Österreicherin wird Moser auf Platz fünf. Rennen lange unterbrochen

Lake Louise - Topfavoritin Lindsey Vonn hat am Freitag die Weltcup-Abfahrt der alpinen Skidamen in Lake Louise gewonnen und ihren zwölften Sieg auf dieser Strecke gefeiert, den zehnten in dieser Disziplin. Die US-Amerikanerin deklassierte bei ihrem 54. Weltcup-Erfolg einmal mehr die Konkurrenz, Landsfrau Stacey Cook hatte bereits 1,73 Sekunden Rückstand, den dritten Platz teilten sich bei schwierigen Verhältnissen die Deutsche Maria Höfl-Riesch und die Liechtensteinerin Tina Weirather (je 1,74).

Dahinter folgte auf Platz fünf als beste Österreicherin Stefanie Moser (1,87), die rot-weiß-roten Topläuferinnen wurden bei Nebel und Schneefall schwer geschlagen. Das Rennen verlief chaotisch. Es war nach Startnummer 25 vierzig Minuten unterbrochen, weil sich im Mitteilteil eine Nebelbank hartnäckig hielt. Die dann ins Rennen geschickte Schweizerin Lara Gut wurde abgewunken und es wurde nochmals zwanzig Minuten gewartet. Als dann 30 Läuferinnen gefahren waren, konnte das Rennen mit vollen Punkten gewertet werden.

Mit nun 54 Weltcupsiegen - exakt gleich viel wie der Salzburger Hermann Maier - kam Vonn bis auf einen an die Schweizerin Vreni Schneider heran. Nun fehlen ihr noch acht auf die Allzeit-Bestmarke von Annemarie Moser-Pröll (62).

Glückliche Vonn

Vonn hatte am Donnerstag das Abschlusstraining ausgelassen und war stattdessen zu Untersuchungen ins Krankenhaus nach Banff gefahren. Die 28-Jährige klagte erneut über Bauchschmerzen. "Die Energie war nicht da, deshalb habe ich die Trainingsfahrt ausgelassen. Ich weiß nicht, ob ich schnell bin", meinte sie vor der Abfahrt. Das Adrenalin habe ihr dann geholfen, erklärte sie nach ihrem 300. Weltcupstart.

"Heute habe ich nicht auf Rekorde geschaut, sondern nur auf dieses Rennen. Der Sieg bedeutet mir sehr viel. Ich war ziemlich nervös am Start, ich war gestern nicht ganz fit und ich war unsicher mit dem Skimodell. Ich habe zwei verschiedene, mein Servicemann Heinz war auch nervös", sagte Vonn. Sie habe dann alles gegeben, und sei auch gut gefahren. "Ich war unten schon fertig, aber die letzten Tore sind ja nur Hocke, das ging. Und ich freue mich auch mit Stacey, es ist ihr erster Podestplatz, das ist wirklich super."

Ihre Darminfektion hat Vonn wohl noch länger nicht ganz ausgestanden. "Ich hoffe, dass ich noch genug Kraft für morgen und übermorgen habe. Ich muss weiter vorsichtig sein, was ich esse." Samstag steht eine weitere Abfahrt, Sonntag ein Super-G auf dem Programm.

Die Sicht

Während Cook ihr Glück "kaum fassen" konnte, ist Höfl-Riesch Spitzenplätze gewöhnt. "Im Training hatten wir bessere Bedingungen, aber ich denke, es war ein faires Rennen. Am Ende hat die Beste gewonnen, und das nicht zu knapp. Ich bin zufrieden, aber mein Ziel ist immer, an Lindsey ranzukommen oder sie zu schlagen. Es wird der Tag kommen. Aber so wie sie heute gefahren ist, ist es nicht gegangen." Aber wenn man sein Bestes gegeben habe und nicht mehr drinnen sei, müsse man das respektieren und anerkennen, meinte die Gesamtweltcupsiegerin von 2011.

Trotz Nebelbank im Mittelteil kämpfte sich auch Weirather auf Rang drei. "Die Sicht war schlecht und ich dementsprechend angespannt, trotzdem habe ich einen soliden Lauf runtergebracht. Ich habe im Mittelteil nicht viel gesehen. Es war ein Kampf gegen den eigenen Instinkt, der sich zurückziehen würde, aber man muss aktiv bleiben. Angriff ist die beste Verteidigung."

Moser holt die Kastanien aus dem Feuer

Von den Österreicherinnen überraschte Stefanie Moser als Fünfte, sie hatte die frühe Startnummer zwei und alles andere als optimale Bedingungen. "Ich hatte nicht ganz das Glück, aber eine super Fahrt erwischt. Es ist unvorstellbar und lässig", meinte die 24-jährige Tirolerin, die als bisher bestes Ergebnis einen neunten Platz heuer im Garmisch-Super-G zu Buche stehen hatte, und der im Zielraum fünf Fans aus der Heimat die Daumen drückten.

Schwer geschlagen wurde Elisabeth Görgl, deren 3,33 Sekunden Rückstand für mehrere Rennen gereicht hätte. "Ich habe eigentlich alles recht gut erwischt, im nebeligen Mittelteil war ich ab und zu zu früh dran. Ich habe probiert, Gas zu geben. Unten bin ich im Tiefschnee gefahren. Da hat heute alles nicht so glücklich zusammengespielt", nahm sie es relativ gelassen hin. Voglreiter spielte nach Wiederbeginn Schneepflug: "War nicht so super." Regina Sterz fuhr bei am Ende wieder guten Verhältnissen noch auf Platz 12. (APA, 30.11.2012)

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Ehrlichgesagt geht mir Vonn schön langsam auf die Nerven

s ist nicht das 1. Mal, dass ein Tatam um eine Verletzung gemacht wird, eine Lindsey gezeigt wird, die beinahe " auf Krücken" zum Start geht, um dann souverän zu gewinnen.
Mir kommt das wie der Fußballer vor, der zur Zeitverzögerung am Platz "stirbt" und im Out von der Bahre hüpft ...und wieder eingewechselt werden will.

Wenn das ein oder zweimal vorkommt...na gut...., abr Lindseys "Errankungen"...und der einhergehende Presshype...darf einem schön langsam geplant vorkommen.
Ich kann sie schön langsam nicht mehr "Rieschen" !

dieser halb weinenende Blick nach jedem Rennen,

um zu zeigen wie überrascht sie nicht doch ist. etc.. Ich würd am liebsten in den fernseher hinein hauen, ... so ein Falsches Luder!
Die ist ein perfekt inzeniertes Marketing Programm Luder! (schaut Euch mal Bilder von ihrem Ersten Sieg und Kildow an,,.... Unpackbar!)

Dramakönigin Lindsey Vonn

Ich teile Ihr Ansicht, Vonn ist eine sehr gute Sportlerin, und sieht gut aus, aber sie übertreibt meiner Ansicht nach reichlich. Siehe ihren aktuellen Kommentar:
Vonn: "Ich hoffe, dass ich noch genug Kraft für morgen und übermorgen habe. ..."

Dramakönigin Lindsey Vonn

Ich teile Ihr Ansicht, Vonn ist eine sehr gute Sportlerin, und sieht gut aus, aber sie lässt nichts unversucht, um sich in Szene zu setzen, und möglicherweise auch ihre Gegnerinnen zu irritieren. Siehe ihren aktuellen Kommentar:
Vonn: "Ich hoffe, dass ich noch genug Kraft für morgen und übermorgen habe. Ich muss weiter vorsichtig sein, was ich esse."

Aha, mein “Kohlen aus dem Feuer“-kritischer Kommentar wurde gelöscht, aber wenigstens steht es im Artikel jetzt richtig ;o)

vielleicht, weil du von mir abgeschrieben hast ;-)
(inhaltlich fiele mir sonst auch kein löschungsgrund ein)

Das rote is übrigens nicht von mir :o)

und ich hab übrigens nicht interveniert, dass du gelöscht wirst ;-)

Nö.

Hab ich nicht - wenn mit was ein-/auffällt, poste ich das sofort und lese nicht erst das komplette Forum durch ob es vielleicht nicht schon wer anderer gepostet hat, da tät ich nix anderes mehr ;o)

das versteh ich,
nur wenn man die red. auf einen fehler hinweist oder z.b. auch einen aufglegten schmäh machen will, les ich zumindest das oberste (!) posting von zehn ;-)

Bitte mal einen Dopingtest für die Dame. :-)

Wie heißt den der Leistungsdiagnostiker von Lindse Vonn?

Ich denke trotzdem, dass Doping bei Ausdauersportarten wesentlich relevanter ist; dadurch dass sie relativ groß und eher zu den schwergewichten des damenskizirkus ist hat sie schon von vornherein einen Vorteil und gefühl für die linie und außerordentliches balancetalent kann man nicht hineindopen!

Doping muss ja nicht direkt für das Rennen sein, aber wenn man jede Woche 3-4 Bewerbe fährt dann geht das schon auf die Substanz. Und da kann man mit Doping sehr viel rausholen.

"Doping bei Ausdauersportarten wesentlich relevanter ist"

schon mal was von Ben Johnson, Justin Gatlin, Marion Jones usw gehört?

Und der Herminator war ja auch ein Naturbursch, gell?
Wachstumshormone, Steroide? Das gibt's bei uns gar net!
Maiers Aufstieg ist eng verbunden mit dem Ex-DDR-Trainer Pansold.

Übrigens: Kraft-Ausdauer ist beim Skifahren eine wesentliche Komponente. Nicht umsonst hat Maier stundenlang am Ergometer gestrampelt.
Ein Abfahrtslauf mit bis zu 2min Fahrdauer ist von der Belastung her keine Kraftdisziplin wie Gewichtheben oder Schnellkraft wie 100m Lauf.

http://farm1.staticflickr.com/231/48692... 6a29cf.jpg

die kraft und kondi die ein skifahrer braucht, kann er sich möglicherweise auch antrainieren.

die extraportion, die doping bringen würde, spielt dann nicht mehr die entscheidende rolle wie vl. in anderen sportarten, wo man von haus aus nicht diese technik haben muss,
und daher der ausdauer oder der schnellkraft eine entscheidendere bedeutung zukommt.

daraus folgt - die versuchung im skisport ist geringer.

die entscheidende Bedeutung?

bei den minimalen Abständen kann ALLES entscheidend sein.

Man kann mit mehr Kraft eine andere Technik fahren, man kann mit mehr Ausdauer auch zum Schluß noch mehr attackieren.

Überall wo Kraft, Ausdauer, eg. Kondition eine Rolle spielt und intensiv trainiert wird, hilft Doping.

Und wenn zwei gleich gute Technik haben, spielt die Kondi die entscheidende Rolle.

wenn ein läufer hinten ist, aber das gefühl hat, er kann den rückstand mit technik oder materialabstimmung AUCH wettmachen,
verringert das die wahrscheinlichkeit, dass er zu doping greift/glaubt greifen zu müssen.

..und wenn er das Gefühl hat

dass er schon überall am Limit ist?

und das eine zu tun heißt noch nicht, das andere zu lassen.

Speed Queen hat man doch jemand anderes genannt? ;-)

Jo.

Und des ändert nix an der Tatsache, dass in allen möglichen Sportarten herumgedopt wird, aber hindroschen wird immer nur auf die, die am Radl sitzen.

Oder glaubst, dass die Hochleistungsspieler der 1. Ligen im Fußball (Spanien, England, Italien, Deutschland, ...) alle "sauber" sind?

hat jetzt aber nix damit hier zu tun, oder?

ich muss nicht bei jedem sportartikel mit der ganzen doperei anfangen.

fakt ist auch, beim radln - da tun sie es schon a bissl übertreiben auch.

dass überall mehr und gscheit getestet werden soll, ist klar. aber ich muss wirklich nicht gleich bei jedem erfolgreichen sportler/jeder erfolgreichen sportlerin mit dem doping-blödsinn daherkommen.

mag schon sein, dass alle voll bis oben sind. wissen tu ichs nicht. also muss ich mich auf die tests, die es gibt, verlassen.

die erfolgreichen anschwärzen und so tun, als ob es bei allen unterlegenen anders wäre, das mag ich nicht so gern. wirklich nicht.

am besten ist, sie schaun sichs nicht an und verschwenden gar keinen gedanken drüber. brrrr

Hat mit anschwärzen NÜsse zu tun, fällt eher in den Bereich "natürliche Skepsis".
Sportler, die über Jahre besonders erfolgreich sind und zum Teil die Konkurrenz regelmäßig bloß stellen, sind entweder extrem gut oder extrem gut im Methodenbasteln.

Denke auch, dass ein jeder (guter) Sportler mit ehrlichem Hintergrund nix gegen solche Vermutungen haben dürfte -> wenn die Methoden sauber sind, braucht man sich vor nix fürchten und kann gerne den Gegenbeweis antreten.

Ein gewisser Armstrong hat sich bis heute nicht dazu bekannt, was alle anderen sagen und ohnehin jeder "weiß", sowas is nur peinlich.

Wos i damit sogn wü, is: sollte man bei den Skifahrern auch mal kontrollieren, wäre das kein Fehler und kein Beinbruch.

gutes post, aber du wirst ihn nicht überzeugen...
im besten fall ist er halt einer, dem sein geliebter radsport jetzt selber nicht mehr so viel spass macht,
und irgendwo muss der ärger hin.
im schlechteren fall ein ordinärer (= gewöhnlicher) troll

Jetzt hast du mich aber tief verletzt... ;-)

Ich darf mal auf deine Weise antworten:
nur weil du gern die Bildersuche bemühst um dich an der Lindsey aufzu...., muss sie nicht sauber sein?

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