Berlin gibt mehr Geld für Asylwerber aus

30. November 2012, 22:12
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Leistungen für Asylbewerber werden angehoben

Berlin - Asylbewerber in Deutschland bekommen künftig mehr Geld. Freiwillig hat sich die schwarz-gelbe Regierung allerdings nicht dazu durchgerungen. Vielmehr zwang sie ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts dazu.

Dieses hatte im Sommer festgelegt, dass die derzeitige Unterstützung von 225 Euro pro Monat "evident unzureichend" sei, zumal diese seit dem Jahr 1993 nicht erhöht wurde.

Hilfe in Form von Sachleistung

Nun will die Regierung Asylbewerbern monatlich 336 Euro zugestehen, Kindern bis zum 16. Lebensjahr 206 Euro. Das ist etwas weniger, als Langzeitarbeitslose und Sozialhilfeempfänger erhalten (374 Euro monatlich). Allerdings soll diese Hilfe möglichst in Form von Sachleistung gewährt werden - etwa in Form von Essensgutscheinen.

Asylbewerber aus Herkunftsländern, die nicht für politische Verfolgung bekannt sind, sollen jedoch weniger Unterstützung erhalten. Laut Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) ist dies nötig, um die Einreise aus "asylfremden, insbesondere aus wirtschaftlichen Motiven" zu bekämpfen. In den vergangenen Monaten war die Zahl der Anträge aus Serbien und Mazedonien stark gestiegen. (bau, DER STANDARD, 1./2.12.2012)

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